Waiblingen

Lichtverschmutzung: An Kirchen und Türmen in Waiblingen gehen bald die Lichter aus

Illumination
Die Beleuchtung des Hochwachtturms wird sommers ohnehin schon abgeschaltet – auch beim Haus der Stadtgeschichte wird dies künftig der Fall sein. © Schneider

Für Fotografen und nächtliche Spaziergänger sind leuchtende Fassaden ein schöner Anblick – für Insekten können die Scheinwerfer indes zur tödlichen Falle werden. In Waiblingen wird deshalb schon bald an vielen ´Türmen und öffentlichen Gebäuden das Licht ausgeknipst. Hintergrund ist eine Änderung des Naturschutzgesetzes Baden-Württemberg. Ausnahmen gibt es nur noch h, wenn die Beleuchtung für die Verkehrssicherheit oder Platzbeleuchtung erforderlich ist.

Betroffen sind in Waiblingen die Michaelskirche mit Nonnenkirchle, die Nikolauskirche, die Antoniuskirche sowie die Kirchtürme in Beinstein, Hegnach und Neustadt. Außerdem der Beinsteiner Torturm, das Haus der Stadtgeschichte, der Giebel des Hauses Villinger am Marktplatz und der Wasserturm. Der Hochwachtturm ist bereits jetzt zum Schutz von Turmfalken von März bis Ende Juni nicht beleuchtet.

Oberbürgermeister Andreas Hesky hat unlängst den Gemeinderat informiert, wo Stadtrat Volker Escher bereits mehrfach die Problematik von Lichtverschmutzung und Insektensterben angesprochen hatte.

Eingeschränkte Beleuchtung im Winter

Die Neuerung des Gesetzes verbietet, „die Fassaden baulicher Anlagen der öffentlichen Hand zu beleuchten, soweit dies nicht aus Gründen der öffentlichen Sicherheit erforderlich oder durch oder auf Grund einer Rechtsvorschrift vorgeschrieben ist“. Das gilt in den wärmeren Monaten vom 1. April bis zum 30. September ganztägig sowie vom 1. Oktober bis zum 31. März in den Stunden von 22 Uhr bis 6 Uhr. Umgesetzt wird die Regelung in Waiblingen zum 1. Juni.

Möglich ist, dass die Beleuchtung an einigen der genannten Gebäude in Waiblingen per Ausnahmeregelung dennoch angeschaltet bleibt – wenn sie sich aus Sicherheitsgründen als notwendig erweisen sollte. Außer dem Verbot der Fassadenbeleuchtung beinhaltet die Neufassung des Gesetzes auch Einschränkungen für Werbeanlagen und Himmelsstrahler.

Für Fotografen und nächtliche Spaziergänger sind leuchtende Fassaden ein schöner Anblick – für Insekten können die Scheinwerfer indes zur tödlichen Falle werden. In Waiblingen wird deshalb schon bald an vielen ´Türmen und öffentlichen Gebäuden das Licht ausgeknipst. Hintergrund ist eine Änderung des Naturschutzgesetzes Baden-Württemberg. Ausnahmen gibt es nur noch h, wenn die Beleuchtung für die Verkehrssicherheit oder Platzbeleuchtung erforderlich ist.

Betroffen sind in Waiblingen

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