Waiblingen

Maskenmuffel immer aggressiver - Waiblingens Oberbürgermeister Hesky warnt: „Nicht die Auseinandersetzung suchen!"

Maskenverweigerer
Viele haben keine Lust auf Masken. © ALEXANDRA PALMIZI

Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann es nicht übersehen: Trotz 30 000 Neuinfektionen täglich gibt es immer noch eine Menge Zeitgenossen, die Corona-Regeln mit Füßen treten. Brennpunkte, an denen dies häufig zu beobachten ist, sind die Fronackerstraße und der untere Teil der Bahnhofstraße. Stadtrat Alfonso Fazio berichtete im Gemeinderat von harschen Reaktionen, als er Maskenmuffel angesprochen hatte: „Ich bin nur froh, dass ich keine Schläge bekommen habe.“

Eine Standard-Aussage von Maskenmuffeln laute: „Mir passiert nichts.“ Deshalb habe er darauf hingewiesen, dass andere geschützt werden müssten. Dass die Fronackerstraße und die Bahnhofstraße in Hinsicht auf Masken und Abstände Brennpunkte sind, bestätigte Oberbürgermeister Andreas Hesky auf Fazios Anfrage – auch die aggressive Stimmung: „Das Klima ist rauer geworden.“ Sein Rat zum Umgang mit aggressiven Maskenverweigerern: „Suchen Sie nicht die Auseinandersetzung!“ Er hoffe, dass nach einem Ende der Pandemie wieder Normalität im Umgang miteinander einkehre.

Die Corona-Pandemie hat den Ordnungsdiensten trotz ihrer begrenzten Kapazitäten ein unüberschaubares Feld von Aufgaben beschert – etwa die Kontrolle von Ansammlungsverboten, Maskenpflicht und Abstandsregeln. Landesweit gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wenn der Mindestabstand von anderthalb Metern nicht eingehalten werden kann. Fazios Idee: Ein privater Sicherheitsdienst könne die städtischen Ordnungshüter verstärken. Ein privater und ein städtischer Ordnungsmann pro Streife – dann wäre die Personalstärke verdoppelt.

Tatsächlich praktiziert die Stadt Waiblingen inzwischen genau dies, freilich nur an Wochenenden. Das Modell lasse sich nicht ohne weiteres ausdehnen, erläutert der Rathauschef. Die Arbeit auf der Straße erfordere ein hohes Maß an Professionalität und Vertrauen in den Kollegen, es handle sich um Teamarbeit eigens geschulter Mitarbeiter. Der Dialog mit den Menschen auf der Straße erfordere von den Ordnungshütern einiges an Langmut und die Fähigkeit zur Deeskalation. Als Kritik an Sicherheitsdiensten möchte Hesky die Ausführungen explizit nicht verstanden wissen. Beste Erfahrungen mache die Stadt mit einem privaten Sicherheitsmann, der im Foyer des Rathauses für Ordnung sorge. Eine Zeit lang hätten sich dort oft zu viele Wartende aufgehalten.

Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann es nicht übersehen: Trotz 30 000 Neuinfektionen täglich gibt es immer noch eine Menge Zeitgenossen, die Corona-Regeln mit Füßen treten. Brennpunkte, an denen dies häufig zu beobachten ist, sind die Fronackerstraße und der untere Teil der Bahnhofstraße. Stadtrat Alfonso Fazio berichtete im Gemeinderat von harschen Reaktionen, als er Maskenmuffel angesprochen hatte: „Ich bin nur froh, dass ich keine Schläge bekommen habe.“

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