Waiblingen

Maskenpflicht, Testangebot und Infektionszahlen: Die Lage in Kitas in Waiblingen

Kindergarten
Unbefristeter Vertrag für Kita-Fachkräfte: in Urbach jetzt beschlossene Sache. © Alexandra Palmizi

Die Osterferien sind vorbei – damit kehren in den Waiblinger Kitas wieder die Kinder und damit der Alltag zurück. Die große Krankheitswelle scheint nach den Feiertagen auszubleiben. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden uns drei Kinder und ein Mitarbeitender mit einem positiven Testergebnis gemeldet“, heißt es am Montagabend aus dem Fachbereich Bildung und Erziehung der Stadt Waiblingen auf Nachfrage unserer Redaktion.

Von 16 Kitas, die sich in städtischer Trägerschaft befinden, sind zurzeit insgesamt sechs Kinder und fünf Mitarbeitende aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus in Quarantäne. „Die Meldungen der Corona-Erkrankungsfälle entsprechen dem Durchschnitt der vergangenen Wochen“, so die Stadt Waiblingen.

Vor einigen Wochen sah dies aber noch anders aus. Zum Vergleich: Ende Februar gab es in den städtischen Kindertageseinrichtungen 22 Corona-Fälle bei Kindern. Außerdem waren 16 Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert. In den 16 städtischen Einrichtungen in Waiblingen werden aktuell 1172 Kinder betreut. Hinzu kommen 73 Kinder, die bereits eine Zusage für einen Kita-Platz erhalten haben, so die Stadt.

In städtischen Einrichtungen gilt FFP2-Maskenpflicht, Ausnahme bei Erziehern

Anhand der aktuell geringen Infektionszahlen zeigt sich: Der Wegfall der Testpflicht scheint sich nicht wesentlich auf das Infektionsgeschehen in Waiblinger Kitas auszuwirken. Seit Donnerstag, 14. April, müssen Kinder und Beschäftigte mit Ablauf der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg nicht mehr getestet werden.

„Für Mitarbeitende gibt es weiterhin ein Testangebot, Kinder können vom öffentlichen Schnelltestangebot Gebrauch machen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Zugleich mahnt sie zur Vorsicht: Es sei der Stadt ein wichtiges Anliegen, die Schutzmaßnahmen in städtischen Gebäuden hochzuhalten und die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

In städtischen Einrichtungen, zu welchen die Kitas zählen, gelte daher weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Eine Ausnahme gibt es für Erzieherinnen und Erzieher im Kita-Betrieb: Hier steht es dem Personal „im ausschließlichen Kontakt mit den Kindern frei, ob und welche Maske sie tragen“, so die Stadt Waiblingen. Das Tragen einer Maske soll dazu beitragen, einen sicheren und verlässlichen Kitabetrieb aufrechtzuerhalten – „für Kinder, Mitarbeitende und Eltern“, sagt die Stadtverwaltung. Diese Maßnahme sei von der Elternschaft gut angenommen worden.

Unabhängig von der Pandemie befolgen die Kitas ein Hygienekonzept

Neben der Maskenpflicht empfiehlt die Stadt Waiblingen, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Auch das regelmäßige Belüften der Räume und die angeschafften Luftfiltergeräte gehören mit zum alltäglichen Programm in der Kita.

„Alle städtischen Kitas arbeiten mit einem pandemieunabhängigen Hygienekonzept“, so die Stadtverwaltung. Für den Fall, dass es Infektionsfälle mit dem Coronavirus in einer Kita-Einrichtung gibt, werden Familie und das Personal „nach wie vor durch Aushänge über Corona-Verdachts- und Corona-Erkrankungsfälle informiert“, so die Stadt.

Ein Überbleibsel aus den Pandemiezeiten sei zudem die Bildung fester Gruppen in den Kitas. „Bisher haben die städtischen Kitas in festgelegten, kooperierenden Gruppen gearbeitet, um die Kontakte reduziert zu halten“, so die Stadtverwaltung. Bei nachlassenden Fallzahlen, so heißt es aus dem Fachbereich Bildung und Erziehung, öffnen sich die Kita-Gruppen Stück für Stück. Dies sei ein erster Schritt zur Rückkehr in die eigentliche Betriebsform: „der offenen Arbeit“, so die Stadt. Man wolle als Träger von 16 Kindertageseinrichtungen weiterhin „umsichtig und verantwortlich handeln, um den Schutz von Kindern und Mitarbeitenden zu gewährleisten“.

Am Mittwoch, 27. April, wird in den städtischen Kitas gestreikt

Während im Kita-Alltag so langsam die Normalität für Kinder sowie Erzieherinnen und Erzieher zurückkehren soll, bleiben Eltern weiterhin gefordert.

Für Mittwoch, 27. April, hat die Gewerkschaft Verdi Baden-Württemberg zu Warnstreiks im Bereich Sozial- und Erziehungsdienste aufgerufen. Davon betroffen sind auch städtische Kita-Einrichtungen, die am Mittwoch geschlossen sein werden. Es sollen laut Informationen des Fachbereichs Bildung und Erziehung der Stadt Waiblingen auch Notgruppen für den Tag organisiert werden.

Die Gründe für den Streik, so die Gewerkschaft Verdi in der Streikankündigung, seien unter anderem Personal- und Fachkräftemangel sowie Überlastung und eine hohe Fluktuation.

Die Osterferien sind vorbei – damit kehren in den Waiblinger Kitas wieder die Kinder und damit der Alltag zurück. Die große Krankheitswelle scheint nach den Feiertagen auszubleiben. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden uns drei Kinder und ein Mitarbeitender mit einem positiven Testergebnis gemeldet“, heißt es am Montagabend aus dem Fachbereich Bildung und Erziehung der Stadt Waiblingen auf Nachfrage unserer Redaktion.

Von 16 Kitas, die sich in städtischer Trägerschaft befinden, sind

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