Waiblingen

Mehr Kinder, mehr Seife, mehr Busse: Wie es in den Schulen und Kitas in Waiblingen weitergeht - und wie viele jetzt in die Villa Roller dürfen

Staufer Realschule Staufer-Realschule Schule Symbol Symbolbild
Symbolbild. © ZVW/Gabriel Habermann

Von Dienstag, 16. Juni, an wird für weitere Klassen an den Waiblinger Schulen der Betrieb im Präsenzunterricht wieder aufgenommen. Dabei stehe der Infektionsschutz an erster Stelle, wie der Fachbereich Bildung und Erziehung laut einer Pressemitteilung der Stadt in einem Schreiben an die Eltern erklärt hat. Jede Schule stelle in enger Absprache mit der Stadt sicher, dass die vom Kultusministerium vorgegebenen Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie umgesetzt werden.

In allen Schulen sind laut der Mitteilung „ausreichend Räume und Waschmöglichkeiten vorgesehen, Seife und Handtücher bereitgestellt, Abstandsmarkierungen angebracht“. Die Reinigung der Schulgebäude erfolge täglich durch die Reinigungsfirmen. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen finden durch die Lehrkräfte organisierte Hygiene-Unterweisungen statt.

Für den Schulbusverkehr würden die zuständigen Stellen über die benötigten Beförderungskapazitäten bei mehreren „Unterrichtsschichten“ für die einzelnen Schulen informiert und die Busse bei den Busunternehmen so eingeplant, dass auch die Abstandsregelungen gewahrt werden können.

Damit alle Schüler über einen Zugang zu Online-Lernangeboten, digitale Ausleihgeräte und leistungsfähige Internetverbindungen verfügen, haben Bund und Länder laut der städtischen Mitteilung Mittel für Online-Lernangebote und die Unterstützung bedürftiger Familien angekündigt. Die Stadt Waiblingen stellt über die Schulen digitale Endgeräte für betroffene Schüler zur Verfügung. Ansprechpartner dafür seien Klassenlehrer oder die Schulleitung.

Kitas bis 30. Juni alle offen

Bei der Öffnung der Kitas ist der Mitteilung der Stadt der Unmut über das Vorgehen der Landesregierung anzumerken: Über eine Pressemeldung habe die Kultusministerin am 26. Mai bekanntgegeben, dass die Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen werden, heißt es darin. Dazu solle gemeinsam mit den Kommunen und den Trägern ein Rechtsrahmen erarbeitet werden. „Diese Information hat der städtische Fachbereich ebenso wie die Eltern kürzlich der Presse entnommen“, so die Mitteilung der Waiblinger Verwaltung. „Mehr ist uns leider noch nicht bekannt“, so Fachbereichsleiterin Erika Schwiertz. Der Fachbereich erarbeite derzeit eine Lösung, wie die vollständige Öffnung aussehen kann. Man freue sich mit den Eltern auf die Wiedereröffnung, heißt es demnach in dem Schreiben an die Eltern. „Die Herausforderung für alle am Prozess Beteiligten im Vorfeld ist allerdings groß.“

Villa Roller ist wieder da

Schon wieder geöffnet sind, zumindest teilweise, die Einrichtungen der Offenen Kinderpädagogik und der Offenen Jugendarbeit, wie die Stadt ebenfalls mitgeteilt hat: und zwar die Villa Roller, der Jugendtreff Beinstein, derjenige in Hohenacker und in Neustadt sowie das Forum Nord.

Noch geschlossen sind demnach die Jugendfarm, die Jugendtreffs in den Ortschaften Bittenfeld und Hegnach, das JuCa Dü 15, der Aktivspielplatz mit dem Kinderkino sowie die Spiel- und Spaßmobile.

Um die Corona-Ansteckungsgefahr zu minimieren, gelten für den Besuch der Jugendtreffs laut Stadt folgende Höchstzahlen – inklusive Mitarbeiter: in der Villa Roller neun Personen; im Forum Nord im Teenie-Bereich zehn Personen und im Jugendbereich acht Personen; im Jugendtreff Neustadt sechs Personen; im Jugendtreff Hohenacker ebenfalls sechs Personen und in Beinstein drei Personen.

Anmeldung ja, Maske nein

Eine Anmeldung vor Besuch der Villa und der anderen Jugendtreffs ist notwendig. „Wer nicht gerne telefoniert, kann dies auch über die jeweilige Instagramseite oder per E-Mail tun“, so die Stadtverwaltung. Die Kontaktdaten sind auf der Website der Stadt Waiblingen zu finden.

Vor Betreten des Jugendzentrums Villa Roller erfolgt laut der Mitteilung eine Einweisung. Außerdem würden die Kontaktdaten aufgenommen. „Eine Maskenpflicht ist jedoch nicht gegeben, solange der erforderliche Abstand eingehalten werden kann“, so die Stadt.

Am Eingang der Villa sei „eine nicht übersehbare Absperrung aufgestellt mit dem Hinweis, zuallererst die Hände zu waschen.“ Auf den Sofas wiesen Schilder auf den Mindestabstand hin. Die Toiletten dürfen nur alleine betreten werden. Außerdem werden an der Bar keine Snacks verkauft.