Waiblingen

Mensa-Essen an Schulen und Kitas in Waiblingen: Neue Verträge ab September

Mensa
Für mehrere Mensen in Waiblingen musste die Stadt zum Schuljahr 2021/2022 neu ausschreiben. Nun stehen die Anbieter fest. © ZVW/Benjamin Büttner

Die Stadt Waiblingen musste zum neuen Schuljahr 2021/2022 den Betrieb mehrerer Mensen an Schulen und Kitas neu ausschreiben – nun stehen die Anbieter fest. An der Rinnenäckerschule erfolgt die Bewirtung von September an weiter durch Cantino aus Stuttgart. An der Staufer-Gemeinschaftsschule stemmt dies die Johanniter-Unfall-Hilfe, für die Mensa 1 an der Salier-Gemeinschaftsschule und die neue Kita auf der Linde auf dem ehemaligen Krankenhausareal macht dies die Diakonie Stetten. Alle Essen werden im sogenannten „Cook and Chill“-Verfahren hergestellt. Heißt: Das Essen wird zubereitet und gegart, dann auf unter vier Grad abgekühlt und vor Ort in der Mensa wieder erwärmt.

Neuer Anbieter für die Kita Berg-Bürg und die Schillerschule in Bittenfeld

Neu ausgeschrieben wurde auch die Belieferung der Mensa an der Schillerschule, der Kita an der Schillerschule und der Kita Berg-Bürg in Bittenfeld sowie der Kita an der Friedensschule in Neustadt. Hier bekam ebenfalls Cantino aus Stuttgart den Zuschlag. Die Stadtverwaltung hat nach eigenen Angaben an der Rinnenäckerschule bislang positive Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht. Ausgegeben wird das Essen in den drei Kitas und der Schillerschule durch städtisches Personal, ebenso wie in der Mensa 1 an der Salier-Gemeinschaftsschule und in der Kita auf der Linde. An der Rinnenäckerschule und der Staufer-Gemeinschaftsschule ist für die Essensausgabe hingegen der Caterer zuständig.

Saisonales Obst und Gemüse

Erika Schwiertz, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Erziehung, sagte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV), dass bei der Ausschreibung darauf geachtet worden sei, dass die Anbieter saisonales Obst und Gemüse verwenden und die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) einhalten. Am stärksten gewichtet wurde indes bei allen Ausschreibungen der Preis – und zwar mit 60 Prozent. Weitere Kriterien waren unter anderem die Wiederholungen im Vier-Wochen-Speiseplan sowie die frisch respektive selbst zubereiteten Speisebestandteile.

100 von 276 Schülern essen pro Tag in der Rinnenäckerschule

In der Rinnenäckerschule essen von Montag bis Freitag im Schnitt 100 von aktuell 276 Schülern in der Mensa. An der Staufer-Gemeinschaftsschule sind es 135 von 487. Hier können auch Schüler der Staufer-Realschule und des Staufer-Gymnasiums die Mensa nutzen. In der Mensa 1 der Salier-Gemeinschaftsschule auf der Korber Höhe werden die Dritt- und Viertklässler versorgt, ebenso dürfen hier auch Schüler der Sekundarstufe 1 essen. 80 von 617 Schülern nehmen dort das Angebot wahr. In der Kita auf der Linde, die im Herbst 2021 ihren Betrieb starten soll, rechnet die Stadt von Montag bis Freitag mit durchschnittlich 60 Essen, bei insgesamt maximal 70 Kita-Plätzen.

An der Schillerschule in Bittenfeld essen im Schnitt 40 von 145 Kindern

In der Kita Berg-Bürg in Bittenfeld werden derzeit durchschnittlich 32 Essen gebraucht. Die Verwaltung geht allerdings davon aus, dass sich diese Zahl erhöht, schließlich wird die Kita erweitert. In der Kita an der Friedensschule in Neustadt gibt es 40 Essen, bei insgesamt 50 Kita-Kindern. In der Kita an der Schillerschule, die maximal 80 Kinder besuchen können, sind 55 Essen im Schnitt nötig, in der Mensa an der Schillerschule selbst nutzen im Schnitt 40 von aktuell 145 Schülern das Mensa-Angebot. Fachbereichsleiterin Erika Schwiertz machte darauf aufmerksam, dass es in den Mensen bei den Schülern einen großen Wechsel gebe. Heißt: Wenn etwa in Bittenfeld pro Tag 40 Schüler essen, bedeutet dies nicht, dass dies immer dieselben Kinder sind.

Mensa-Caterer haben ihren Sitz in der Region Stuttgart

Stadträtin Iris Förster (Grünt/Tierschutzpartei) regte in der Sitzung des Ausschusses an, bei den Zuschlagskriterien fürs Mittagessen auch den Transportweg und das Tierwohl zu berücksichtigen. Dies habe sie bei der jetzigen Ausschreibung vermisst. Die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr verwies indes darauf, dass die gewählten Anbieter ihren Sitz in Kernen, Stuttgart und Esslingen hätten. „Ich glaube, das ist nicht so, dass es unglaublich weit weg ist.“

Schüler zahlen 3,20 Euro pro Menü

Siegfried Bubeck (FW-DFB) hatte seine Zweifel, ob der Essenspreis in den Schulmensen noch zeitgemäß ist. Aktuell zahlen Schüler dort pro Mahlzeit 3,20 Euro, Erwachsene 3,70 Euro. Der Gemeinderat der Stadt Waiblingen hat diesen Preis einst in seiner Sitzung vom 31. Januar 2013 festgelegt. Bei den Kitas ist das Essen in der Betreuungsgebühr inbegriffen, die von den Eltern gezahlt wird. Bubeck wollte zudem von der Verwaltung wissen, was ein Essen wirklich kostet, sprich wie hoch der Zuschuss der Stadt pro Menü ist. Stadtrat Hermann Schöllkopf (CDU) sah es ähnlich wie Siegfried Bubeck. „Man kann nicht die Preise über so lange Zeit konstant halten.“

Die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr gab zu, dass die Stadt in Waiblingen für das Mittagessen einen sehr hohen Zuschuss bezahlt. „Für 3,20 Euro kriegst du kein warmes Essen.“

Die Stadt Waiblingen musste zum neuen Schuljahr 2021/2022 den Betrieb mehrerer Mensen an Schulen und Kitas neu ausschreiben – nun stehen die Anbieter fest. An der Rinnenäckerschule erfolgt die Bewirtung von September an weiter durch Cantino aus Stuttgart. An der Staufer-Gemeinschaftsschule stemmt dies die Johanniter-Unfall-Hilfe, für die Mensa 1 an der Salier-Gemeinschaftsschule und die neue Kita auf der Linde auf dem ehemaligen Krankenhausareal macht dies die Diakonie Stetten. Alle Essen

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