Waiblingen

Mountainbike-Trails im Wald in Waiblingen: Verein Shape and ride legt los

Mountainbike Dirtbike Symbol Symbolbild
Symbolbild. © pixabay.com/Free-Photos

Der Verein „Shape and ride“ aus Korb hat nun damit begonnen, aus bestehenden Mountainbike-Strecken im Stadtwald von Waiblingen offizielle Trails zu machen. Die Rückendeckung der Behörden haben die Ehrenamtlichen bereits, nun wird alles Zug um Zug umgesetzt. Angefangen hat ein Team von „Shape and ride“ nun bei der Kreuzeiche. Ein gutes anderthalb Dutzend Mitglieder half, die Mountainbike-Strecke, die sich dort zwischen den Bäumen talwärts windet, herzurichten.

Mountainbike-Trail bei der Kreuzeiche ist in der Szene sehr beliebt

Bei diesem Trail, erklärte der Vereinsvorsitzende Michael Häußermann, handle es sich um einen der ältesten, bekanntesten und beliebtesten in der Region überhaupt. Er sei derart attraktiv, dass Mountainbiker aus der Gegend an den Wochenenden schon einen Bogen um ihn machen, weil dann der Parkplatz am Hanweiler Sattel vollgestellt sei mit Autos mit Aalener, Stuttgarter, Esslinger und Heilbronner Kennzeichen, deren Fahrer von dort aus mit dem Mountainbike zur Kreuzeiche aufbrächen und den Trail benutzten. Mit seinen flachen und steilen Abschnitten, der kurvenreichen, hervorragend definierten Line, den Schanzen, die tolle Sprünge ermöglichten, sei die Abfahrt, die ungefähr einen Kilometer ins Tal mäandert, ein tolles Erlebnis.

Spurrillen werden zugeschüttet und Kurven ausgebaut

Gerade diese Bekanntheit, ergänzte Häußermanns Stellvertreter im Verein, Sebastian Fäsche, sei auch ein Teil des Problems und mache es notwendig, den Trail regelmäßig zu pflegen. Im Laufe der Jahre hätten Biker „wild“ Abzweigungen von der Strecke angelegt, inklusive Kurven und Schanzen, die zwar ihren persönlichen Wünschen und Ansprüchen entsprächen, aber nicht unbedingt denen der Gemeinschaft der Benutzer. Dem wolle man nun abhelfen, indem man die Fahrstrecke mit der Rüttelplatte befestige, Spurrillen zuschütte, Kurven ausbaue und Abzweigungen mit Baumstämmen blockiere, damit der Wald sie sich zurückhole. Schließlich müsse vermieden werden, dass sich der Trail zu einer hundert Meter breiten Schneise ausbreite, die links und rechts der eigentlichen Line die Tiere beeinträchtige. Aus eben diesem Grund habe der Verein sich auch in seine Satzung geschrieben, dass ein verantwortungsbewusster Biker nachts und bei Dämmerung die Strecken nicht benutze und auch keine eigenen Einbauten einbringe oder Abzweigungen anlege, betonte Fäsche. Zudem, warnte Michael Häußermann, gehe von manchen „wild“ angelegten Schanzen und Kurven eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr aus. Für sie habe man einst Holz verbaut, das im Laufe der Zeit zu verfaulen anfange und damit instabil werde.

Der Verein mit Sitz in Korb hat im Augenblick knapp 160 Mitglieder 

Sinn und Zweck des im vergangenen Jahr gegründeten Vereins „Shape and ride“ sei schließlich nicht nur, Mountainbiker zusammenzuführen und ihnen das Ausüben ihres Hobbys zu ermöglichen, sondern auch, für die Akzeptanz und das Verständnis in der Öffentlichkeit zu arbeiten und Waldbesitzern, Forstbehörden und Naturschützern ein Ansprechpartner zu sein, meinte Häußermann, der seit 25 Jahren Mountainbike fährt. Dass man damit genau richtig liege, zeige sich an der rasanten Entwicklung des Vereins, der im Augenblick knapp 160 Mitglieder habe, davon mehr als hundert Aktive.

Für die Pflege der Mountainbike-Trails gibt es feste Ansprechpartner

Julian Claudi ist eines der Vereinsmitglieder, das für die Pflege der nach seinen Angaben 40 Trails Ansprechpartner ist, die es in den vier Gemeinden gibt, in denen der Verein „Shape and ride“ unterwegs ist. Er sei froh, dass er mit seinem Engagement im Verein dazu beitragen könne, Möglichkeiten dafür zu schaffen, das Hobby legal und in der Gemeinschaft Gleichgesinnter ausüben zu können. An der Abfahrtsstrecke hier bei der Kreuzeiche sei man noch ein paarmal im Arbeitseinsatz, meinte er. Aber dafür bringe er sich gern ein und opfere seine Freizeit.

Es gehe schließlich um sein Hobby, begründete auch Maximilian Tscheplak aus Großheppach seinen Arbeitseinsatz. Früher einmal sei er Race-BMX gefahren, durch die Corona-Pandemie sei er zum Mountainbike-Fahren gekommen. Mittlerweile fahre er das dritte Jahr, und er sei so gut wie jeden Tag auf einer der Strecken in der Gegend unterwegs. Und er freue sich jetzt schon darauf, wenn dieser Trail ganz offiziell eröffnet werde.

Mit der Kettensäge wird überhängendes Astwerk entfernt

Thomas Roth aus Winnenden wiederum ist an diesem Abend mit der Kettensäge im Einsatz, um die Strecke zu sichern, überhängendes Astwerk und störenden Bewuchs zu entfernen. Er verfüge über die notwendige Ausrüstung, Geräte und auch einen Kettensägeschein, was er nun gern einbringe, um etwas für das gemeinsame Hobby zu tun. Zudem, betonte er, stehe er voll und ganz hinter dem Verein und dessen Zielen.

Der Verein „Shape and ride“ aus Korb hat nun damit begonnen, aus bestehenden Mountainbike-Strecken im Stadtwald von Waiblingen offizielle Trails zu machen. Die Rückendeckung der Behörden haben die Ehrenamtlichen bereits, nun wird alles Zug um Zug umgesetzt. Angefangen hat ein Team von „Shape and ride“ nun bei der Kreuzeiche. Ein gutes anderthalb Dutzend Mitglieder half, die Mountainbike-Strecke, die sich dort zwischen den Bäumen talwärts windet,

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper