Waiblingen

Nüsse, Datteln, Müsli: "Noko's Nuts & Fruits" ist neu auf Wochenmarkt Waiblingen

MarktstandGoeren
Standbetreiber Sehmus Gören mit Ehefrau Özlem Gören hinter der Theke auf dem Waiblinger Wochenmarkt. © Gaby Schneider

Die Qual der Wahl haben Kundinnen und Kunden, die vor dem Stand von Sehmus Gören auf dem Waiblinger Wochenmarkt haltmachen: Auf großen silbernen Tellern türmen sich Berge von getrockneten Früchten, Pistazien und allerlei Nuss-Sorten. „Wir haben um die 70 Sorten und Produkte im Sortiment“, sagt Sehmus Gören, auch „Roni“ genannt. Der 48-Jährige ist an diesem Mittwoch zum zweiten Mal auf dem Marktplatz in Waiblingen zu finden.

Mit seinem Unternehmen „Noko’s Nuts & Fruits“ hat sich der gelernte Koch erst vor kurzem selbstständig gemacht – und will eine Marktlücke in und um Stuttgart schließen. „Nüsse und Trockenfrüchte gibt es ansonsten nur in der Drogerie zu kaufen“, sagt er aus eigener Erfahrung.

Schon zwei Jahre Erfahrung in der Branche gesammelt

Der Name „Noko’s“ geht dabei auf die langjährige Tätigkeit seines Urgroßvaters zurück, erzählt Sehmus Gören. „Nok ist kurdisch und bedeutet übersetzt Kichererbse“, sagt er. Seine Familie baue bis heute noch Kichererbsen an. „Der Name soll an meinen Uropa erinnern“, sagt er.

Starthilfe für sein junges Unternehmen, das in Stuttgart ansässig ist, hat der 48-Jährige von seiner Familie bekommen. Diese ist ebenfalls in der Branche tätig und verkauft in Niedersachsen seit 15 Jahren Nüsse und Früchte auf Märkten. Dort hat Sehmus Gören auch zwei Jahre lang gearbeitet, um Erfahrungen zu sammeln. „Wie man die Ware vorbereitet, präsentiert und vermarktet“, sagt er.

Der Familienbetrieb ist an vier Standorten in Stuttgart und Rems-Murr zu finden

Mit dem erworbenen Wissen hat der dreifache Familienvater dann sein Unternehmen gegründet und auch in neues Arbeitsequipment investiert: „Wir haben zum Beispiel eine neue Zugmaschine und einen Anhänger gekauft“, sagt er.

Trotz Schwierigkeiten beim Umbau des Anhängers wegen Lieferengpässen beim Material ist er nun gemeinsam mit Ehefrau Özlem Gören (39) auf Märkten in der Region zu finden. „Dienstags in Weilimdorf, mittwochs in Waiblingen, donnerstags in Bad Cannstatt und samstags in Zuffenhausen“, sagt Sehmus Gören. In Waiblingen sei sein Stand von sieben bis 13 Uhr vor Ort.

Früh aufstehen gehört zum Arbeitsalltag des Familienbetriebs dazu. Allein für den Aufbau benötigt Gören eineinhalb Stunden: „Wir haben einen achteinhalb Meter langen Spritzschutz, den müssen wir saubermachen, bevor die Ware aufgestellt wird“, sagt er. Das Reinigen nehme am meisten Zeit in Anspruch. Außerdem solle die Ware ansprechend für die Kunden angerichtet werden.

Kunden können vor Ort ihren Wunsch äußern

Ob geröstet, unbehandelt oder geschält: Den Kunden solle jeder Wunsch erfüllt werden. „Wir bestellen auf Nachfrage auch andere Produkte bei unseren Großhändlern“, sagt Sehmus Gören. Er sei überrascht von der positiven Resonanz der Menschen auf den Wochenmärkten. Obwohl die Familie nicht die Werbetrommel gerührt habe, kämen die Leute. „Wir waren einfach da und trotzdem war das Interesse groß“, sagt er. Besonders beliebt bei den Kunden seien getrocknete Früchte wie Mango, Ananas oder die „Power-Mischung“, bestehend aus verschiedenen Zutaten.

Der Inhaber des Nuss- und Früchtestandes weiß aber auch: Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg machten sich beim Kaufverhalten der Kunden bemerkbar. Im Vergleich zu Zeiten vor der Pandemie „geben die Kunden jetzt weniger Geld am Stand aus und kaufen kleinere Mengen“, sagt Sehmus Gören. Auch sind die Preise für Lebensmittel im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich angestiegen. „Um die 20 Prozent“, schätzt der Betreiber. Dass die Ware im Einkauf teurer ist, wirkt sich auch auf die Preise am Stand des 48-Jährigen aus. „Die Preissteigerung müssen wir leider auch im Verkauf berücksichtigen.“

Bei „Noko’s“ können sich Kunden bald eigenes Müsli zusammenstellen

Nichtsdestotrotz blickt Sehmus Gören positiv in die Zukunft und erfreut sich vor allem an den Kontakten zu den Menschen. „Als Koch hatte ich nicht so viel Kontakt zu den Gästen, weil man in der Küche arbeitet“, sagt er. Das sei nun auf dem Markt anders. Hier komme man mit den Kunden ins Gespräch, lerne Menschen kennen und freunde sich mit Stammkunden an, so der 48-Jährige. „Das macht mir Spaß.“ In den nächsten Wochen will Sehmus Gören das Sortiment auf den Wochenmärkten erweitern – und zwar mit Müsli.

„Ich esse selbst gerne morgens Müsli“, sagt er. „In herkömmlichen Müslis ist meistens eine Zutat dabei, die einem nicht schmeckt, die man aber trotzdem mitisst“, sagt er. Deshalb können die Kunden in Zukunft am Stand ihre Mischungen selbst aussuchen und zusammenstellen - ganz auf die Bedürfnisse und Geschmäcker der Kunden abgestimmt. „Für Sportler oder für ältere Leute“, sagt Gören.

Bald soll „Noko’s“ auch eine eigene Website im Internet bekommen. Pläne für die Zukunft haben die Betreiber weiterhin. Sehmus Gören will irgendwann mal Beschicker auf dem Stuttgarter Wochenmarkt sein. Der neue Job ist für ihn nicht nur ein Beruf, sondern vielmehr eine Berufung. Er sagt: „Ich mache das mit Liebe.“

Die Qual der Wahl haben Kundinnen und Kunden, die vor dem Stand von Sehmus Gören auf dem Waiblinger Wochenmarkt haltmachen: Auf großen silbernen Tellern türmen sich Berge von getrockneten Früchten, Pistazien und allerlei Nuss-Sorten. „Wir haben um die 70 Sorten und Produkte im Sortiment“, sagt Sehmus Gören, auch „Roni“ genannt. Der 48-Jährige ist an diesem Mittwoch zum zweiten Mal auf dem Marktplatz in Waiblingen zu finden.

Mit seinem Unternehmen „Noko’s Nuts & Fruits“ hat sich

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