Waiblingen

Nach Brand an Friedensschule Neustadt: Ermittlungen werden eingestellt

Brand am Haupteingang der Friedensschule Neustadt, Waiblingen, 08.01.2022.
Löscharbeiten am Haupteingang der Friedensschule Neustadt am 8. Januar 2022. © ZVW/Benjamin Beytekin

Rund drei Monate nach dem Feuer an der Friedensschule Neustadt ist weiter völlig offen, wie genau der Brand entstanden ist. Das teilt das Polizeipräsidium Aalen auf Nachfrage mit. „Tatverdächtige gibt es ebenfalls nicht“, betont Robert Kauer von der Pressestelle. Die Erkenntnisse der Ermittlungen wurden bereits der Staatsanwaltschaft Stuttgart übergeben – und die hat das Ermittlungsverfahren gemäß Paragraf 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt.

Technischer Defekt ist ausgeschlossen

Melanie Rischke, Erste Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart, begründete dies damit, dass „weder die Brandursache noch etwaige für den Brand Verantwortliche ermittelt werden konnten“. Klar ist laut der Polizei bislang nur, dass ein technischer Defekt weiterhin ausgeschlossen werden kann.

Wenn es konkrete Tatverdächtige an der Schule gegeben hätte, dann hätte die Polizei die Möglichkeit gehabt, anhand der Handys der verdächtigen Schüler zu überprüfen, wo sich diese am 8. Januar zum Zeitpunkt des Brandes aufgehalten haben. Doch diese Option schied aus, wie Robert Kauer von der Pressestelle des Polizeipräsidiums klarstellt. „Da es keine Verdächtigen gab, konnten auch keine Standortdaten von möglichen Verdächtigen überprüft werden.“

Der Brand brach an jenem 8. Januar 2022 gegen 18 Uhr unter dem Vordach des Haupteingangs aus. Dort befand sich ein Bäckerei-Stand für den Pausenverkauf, der wegen Corona extra nach draußen verlegt wurde. Glück im Unglück war, dass an jenem Samstag das Sicherheitssystem der Schule Alarm schlug. Es meldete laut Rektorin Gabriele Gollnick zwar einen Einbruch und keinen Brand, aber der Alarm führte dazu, dass die Vertretung des Hausmeisters eine Nachricht bekam. Die Knallgeräusche bei dem Brand entstanden laut der Polizei durch Desinfektionsmittel, die sich in der Nähe des Brandherds entzündeten.

Brandschäden weiter sichtbar

Auch drei Monate nach dem Feuer sind die Schäden am Haupteingang noch sichtbar. Der Boden ist an manchen Stellen regelrecht schwarz, auch an der Decke sind die Spuren des Brands deutlich zu erkennen. Ein bisschen was wurde allerdings schon ausgebessert: So wurden Fensterscheiben, die zu Bruch gingen, durch neue ersetzt. Auch der Freizeitbereich der Friedensschule kann längst wieder betreten werden. Anders verhält es sich nebenan beim Fahrradraum: Dieser ist weiter gesperrt.

Höhe des Schadens liegt bei 50.000 Euro

Laut Rektorin Gabriele Gollnick müssen noch Türen ausgetauscht und die Decke erneuert werden. Auch Malerarbeiten stehen noch aus. Für die Osterferien wurden bereits von Seiten der Stadt Sandstrahlarbeiten angekündigt. Durch diese können etwa Ruß und Rauchgaskondensat vom Gebäude entfernt werden. Die Höhe des Sachschadens wird laut Polizei weiter auf rund 50.000 Euro geschätzt.

Rund drei Monate nach dem Feuer an der Friedensschule Neustadt ist weiter völlig offen, wie genau der Brand entstanden ist. Das teilt das Polizeipräsidium Aalen auf Nachfrage mit. „Tatverdächtige gibt es ebenfalls nicht“, betont Robert Kauer von der Pressestelle. Die Erkenntnisse der Ermittlungen wurden bereits der Staatsanwaltschaft Stuttgart übergeben – und die hat das Ermittlungsverfahren gemäß Paragraf 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt.

Technischer Defekt ist

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