Waiblingen

Nach Brand in Hohenacker: Kater Smoky und Familie suchen ein Zuhause

Hohenacker im Raisger nach Brand
Kurz vor Weihnachten zerstörte ein Brand im Keller des Hauses in Hohenacker das gesamte Hab und Gut einer fünfköpfigen Familie. © Büttner

Nach dem Brand in Hohenacker kurz vor Weihnachten ist die Doppelhaushälfte, in welcher die fünfköpfige Familie und Kater Smoky gewohnt hatten, bis zu einem Jahr lang unbewohnbar. Das berichtet die Mutter der Familie im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Grund dafür ist, dass das komplette Haus saniert und von den giftigen Schadstoffen, die der Rauch verursacht hatte, befreit werden muss.

Aktuell ist die Familie, die dort zur Miete wohnte und namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchte, noch immer auf der Suche nach einer neuen Bleibe – in und im Umkreis von Waiblingen-Hohenacker. „Ideal wäre eine Entfernung von bis zu zehn Kilometern“, meint die Mutter. Etwa vier Zimmer sollte die neue Wohnung haben und rund 90 Quadratmeter groß sein. Erschwerend sei bei der Suche die Tatsache, dass die Familie eine Katze besitzt: Kater Smoky, ein Freigänger. Deshalb sollte die neue Bleibe nicht unmittelbar an einer Hauptstraße sein. Einige Vermieter wollen keine Katze in ihrem Eigentum haben, was die Suche etwas komplizierter darstellt auf dem ohnehin schon sehr umkämpften Wohnungsmarkt. Da die Katze aber schon alt und krank ist und sehr auf die Familie fixiert sei, wollen sie diese auch nicht anderweitig unterbringen.

Im Moment wohnt die Familie immer noch zweigeteilt bei den Eltern. Mutter, Kater Smoky und der zwölfjährige Sohn bei ihren Eltern in Ilsfeld bei Heilbronn. Vater mit den beiden jüngeren Kindern, die fünf und neun Jahre alt sind bei Vaihingen-Enz bei seinen Eltern. Weil die Mutter in der Verwaltung einer Zeitarbeitsfirma in Weinstadt arbeitet, sieht sie die jüngeren Kinder nur einmal in der Woche, berichtet sie – auch weil die Familie aktuell nur ein Auto besäße.

Betrüger nutzt die Not der Familie aus

Ihre Not, eine neue Wohnung zu finden, sei jüngst von einem Betrüger ausgenutzt worden. Auf eine Suchanzeige hin, welche die Familie selbst geschaltet hatte, hat sich ein vermeintlicher Vermieter gemeldet, welcher der fünfköpfigen Familie eine Wohnung in Weinstadt anbot. Er selber wohne in Kiel und habe keine Lust, bei solch einer langen Anreise versetzt zu werden. Nachdem er einen Mietvertrag, eine Kopie seines Ausweises sowie Bilder der vermeintlichen Wohnung zugeschickt hatte, forderte er als Gegenleistung und Sicherheit vorab eine Kautionszahlung. Zum vereinbarten Treffen sei er nicht erschienen, außerdem sei er seither auch nicht mehr erreichbar. Das Polizeipräsidium Aalen bestätigt auf Nachfrage der Lokalredaktion Waiblingen einen solchen Betrugsfall.

Ihr altes Zuhause in der Straße „Im Raisger“ ist für etwa ein Jahr lang nicht bewohnbar. Gebrannt hatte es zwar im Keller, die Polizei prüft, ob die dortige Sauna das Feuer ausgelöst haben könnte, doch vom Rauch kontaminiert ist das gesamte Gebäude. Am Brandtag selbst drückten Rauchschwaden aus dem Dachgeschoss des Hauses. „Eigentlich alles muss entsorgt werden“, sagt die Mutter. Der Rauch sei hochgradig giftig und krebserregend. Hierbei kommen auf die Familie noch Entsorgungskosten zu, da der gesamte Hausrat als Sondermüll entsorgt werden muss. Die Mutter schätzt mit Entsorgungskosten von mehreren Tausend Euro. Die Kosten muss die Familie voraussichtlich selber tragen, da sie keine Hausratversicherung abgeschlossen hatte.

Großer Zuspruch nach Spendenaufruf

Freunde der Familie starteten vor Weihnachten einen Spendenaufruf, wonach die Familie ausreichend mit neuer Kleidung versorgt wurde. Der Zuspruch sei sehr groß gewesen, so die Mutter. Auch einige Geldspenden seien eingegangen, worüber sie sich überaus dankbar zeigt. Die Solidarität sei überwältigend.

Sobald eine neue Wohnung gefunden ist, benötigt die Familie eine neue Einrichtung, neue Möbel, aber auch Küchenutensilien. Wer hierzu etwas übrig hat, kann sich unter der E-Mail-Adresse spende-hohenacker@gmx.de mit der Familie in Verbindung setzen. Wer eine Wohnung hat, welche er an die Familie vermieten möchte, kann sich ebenfalls über die Adresse mit der Familie in Verbindung setzen.

Nach dem Brand in Hohenacker kurz vor Weihnachten ist die Doppelhaushälfte, in welcher die fünfköpfige Familie und Kater Smoky gewohnt hatten, bis zu einem Jahr lang unbewohnbar. Das berichtet die Mutter der Familie im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Grund dafür ist, dass das komplette Haus saniert und von den giftigen Schadstoffen, die der Rauch verursacht hatte, befreit werden muss.

Aktuell ist die Familie, die dort zur Miete wohnte und namentlich nicht in der Zeitung

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