Waiblingen

Nach Hirntumor-OP: Hoffnung für die fünfjährige Emily Kollartschik

Emily Kollartschik, Tochter einer Stihl-Mitarbeiterin am Standort Waiblingen und wohnhaft in Schwaikheim, leidet an einem Hirntumor - nun hilft ihr die Eva-Mayr-Stihl-Stiftung  Namen von links nach rechts: Romy ( lila Pferd), Leni, Emily und Leonie (grüne
Die Zwillingsschwestern Leni Kollartschik (links, mit ihrem lilafarbenen Spielzeugpferd Romy) und Emily Kollartschik (mit ihrem grünen Spielzeugpferd Leonie). © ZVW/Benjamin Büttner

Bösartiger Tumor, Heilung ausgeschlossen: Diese Diagnose für ihre Tochter Emily war für Sarah und Sven Kollartschik aus Schwaikheim ein Schock. Zwölf Stunden wurde ihre damals vierjährige Tochter im Jahr 2020 operiert, der Tumor im Gehirn entfernt. Emily hatte die Operation überstanden, doch die behandelnden Ärzte sahen trotzdem kaum Chancen, dass sie den Krebs besiegen kann.

Hoffnung erhielt die Familie erst wieder, als Emily von Professor Stefan Pfister vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg untersucht wurde. Dieser arbeitet mit einem neuen Diagnostikverfahren, der molekularen Analyse. Und bei der Untersuchung kam heraus, dass Emily an einer anderen Art Tumor leidet, bei der die Heilungschancen wesentlich besser sind. Das Problem ist nur, dass im Moment die gesetzlichen Krankenkassen dieses Diagnoseverfahren noch nicht bezahlen.

Unterstützung von Familie Stihl und der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung

Sarah und Sven Kollartschik sind Professor Stefan Pfister unendlich dankbar, dass er ihnen und ihrer mittlerweile fünfjährigen Tochter wieder Hoffnung gegeben hat. Sie wollen seine Arbeit deshalb unbedingt unterstützen. Dankbar ist die Familie auch für die Hilfe der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung aus Waiblingen, die die Arbeit des Krebsforschungszentrums in Heidelberg unterstützt hat. Ebenso tat dies privat die Familie Stihl. Sarah Kollartschik arbeitet für den Motorsägenhersteller am Standort Waiblingen. Auch das Winnender Unternehmen Kärcher hat gespendet.

Ergebnisse der Inform-Studie sollen Kindern mit bösartigen Tumoren helfen

Das Ehepaar Kollartschik möchte die Arbeit am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg weiter bekanntmachen und ruft dazu auf, für die sogenannte Inform-Studie zu spenden, deren Ergebnisse Kindern und Jugendlichen mit bösartigen Tumoren zugutekommen soll. Es handelt sich um ein länderübergreifendes Genomsequenzierungsprogramm, bei dem die gesamte vererbbare Information bestimmt wird und dank dem es möglich sein soll, bei Krebs molekulare Angriffsziele ausfindig zu machen. Damit sollen dann bei der Bekämpfung von Tumoren neue Behandlungsoptionen möglich werden. Insgesamt kam schon ein fünfstelliger Betrag zusammen.

Emily sah pötzlich auf einem Auge doppelt

Emily wurde nach der Hirntumor-OP bestrahlt und erhielt eine Chemotherapie. Letztere hat sie nun endlich hinter sich gebracht: Am 6. Juli hatte Emily ihren letzten Termin. Eine lange Zeit liegt hinter ihr, seit sie am 11. Mai 2020 die Krebsdiagnose erhielt. Damals brachten die Eltern ihre Tochter zum Neurologen, weil sie auf einem Auge doppelt sah. Nun gibt es Hoffnung im Leben der Familie Kollartschik, dass Emily den Krebs besiegen kann. Zu Hause wird das Wort nicht in den Mund genommen, schließlich soll die Fünfjährige so normal wie möglich leben.

Am 9. Juli war Emily bei der Magnetresonanztomografie, kurz MRT. Mit dieser können krankhafte Veränderungen im Körper entdeckt werden. Das Ergebnis freut die Familie sehr. „Emily ist weiter tumorfrei.“

Bösartiger Tumor, Heilung ausgeschlossen: Diese Diagnose für ihre Tochter Emily war für Sarah und Sven Kollartschik aus Schwaikheim ein Schock. Zwölf Stunden wurde ihre damals vierjährige Tochter im Jahr 2020 operiert, der Tumor im Gehirn entfernt. Emily hatte die Operation überstanden, doch die behandelnden Ärzte sahen trotzdem kaum Chancen, dass sie den Krebs besiegen kann.

Hoffnung erhielt die Familie erst wieder, als Emily von Professor Stefan Pfister vom Deutschen

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