Waiblingen

Nach Rodung im Wald bei Bittenfeld: Was Forst BW jetzt tut

Wald
Im Staatswald von Hochdorf, der in der Nähe von Bittenfeld liegt, wurden große Flächen von Forst BW abgeholzt – und die Wege wurden deshalb durch schwere Maschinen in Mitleidenschaft gezogen. © Eduard Firus

Nach der Fällaktion im Staatswald von Remseck-Hochdorf, der auch von Spaziergängern aus dem angrenzenden Bittenfeld gerne genutzt wird, hat Forst BW wie angekündigt einen Teil der beschädigten Fahrwege gerichtet. Das berichtet Eduard Firus aus Bittenfeld, der sich in der zweiten Februarhälfte an unsere Redaktion wandte, um zu erfahren, warum genau eigentlich in dem Waldgebiet eine so große Fläche gerodet wurde.

Abgeholzt wurde viele Eschen, die wegen eines Pilzbefalls abgestorben sind

Sein erster Eindruck, dass aus Gewinnoptimierungsgründen die Ökologie auf der Strecke geblieben ist, bestätigte sich allerdings nicht. Samuel Ziegler, der bei Forst BW für den Forstbezirk Unterland zuständig ist, erläuterte damals, dass der schlechte Zustand des Waldes der Grund für die Fällaktion war. Aufgrund von Pilzbefall mit dem „Falschen Weißen Stängelbecherchen“, einer aus Südostasien eingeschleppten Pilzart, seien die Eschen abgestorben – und diese seien teilweise umgefallen, in Nachbarbäumen hängengeblieben oder hätten diese beim Umfallen beschädigt.

Gerodet wurde nach Samuel Zieglers Angaben, um wieder junge gesunde Bäume zu pflanzen. Zugleich versprach der Mitarbeiter von Forst BW eine bessere Öffentlichkeitsarbeit bei Fällaktionen. Auch sagte er zu, dass die Waldwege im Laufe des Frühjahrs bei trockener Witterung instand gesetzt werden.

Samuel Ziegler von Forst BW bittet um Geduld

Ein Teil der Wege wurde nun bereits gerichtet, allerdings fehlt laut Eduard Firus noch das Richten des beschädigten Laufweges zwischen der Senke im Löhle und dem Fahrweg. Er hofft nun, dass die fehlenden 100 bis 150 Meter Laufweg zügig in Ordnung gebracht werden. Samuel Ziegler bittet hier allerdings noch um Geduld. „Wann die Wege wieder gerichtet werden, können wir derzeit noch nicht genau sagen.“

Einen Vorschlag des Bittenfelders, Kinder bei der Neuanpflanzung mit einzubeziehen, nimmt Forst BW hingegen gerne auf, wie Samuel Ziegler mitteilt. „Der örtlich zuständige Revierleiter steht hierzu bereits mit einer Schule in Kontakt.“ Sobald die Pflanzaktion terminiert sei, will Forst BW Eduard Firus informieren und zu dem Termin einladen. Um die Bürger über die Fällaktion von Forst BW vor Ort aufzuklären, wurden übrigens zwei laminierte Blätter im Staatswald angebracht. Hier regte Eduard Firus an, noch eine richtige Info-Tafel zu installieren, die man mit laufenden Information bestücken könnte.

Nach der Fällaktion im Staatswald von Remseck-Hochdorf, der auch von Spaziergängern aus dem angrenzenden Bittenfeld gerne genutzt wird, hat Forst BW wie angekündigt einen Teil der beschädigten Fahrwege gerichtet. Das berichtet Eduard Firus aus Bittenfeld, der sich in der zweiten Februarhälfte an unsere Redaktion wandte, um zu erfahren, warum genau eigentlich in dem Waldgebiet eine so große Fläche gerodet wurde.

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Abgeholzt wurde viele Eschen, die wegen eines Pilzbefalls

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