Waiblingen

Neue „Coffreez“-Bar in Waiblingen trotzt der Corona-Krise

Coffreez
Franchisenehmer Ervin Kmetas (39) und Coffreez-Manager Stefan Gauß (57). © ALEXANDRA PALMIZI

Lange musste sich Ervin Kmetas gedulden, doch das Warten hat sich gelohnt: Seit gut einer Woche hat der 39-Jährige die neue „Coffreez“-Bar in den alten „Foto Saur“-Räumen geöffnet – und sieht trotz der Corona-Krise seine Erwartungen übertroffen. Die fruchtigen, sorbetartigen „Frozen Shakes“ kommen gut an bei der jungen, meist weiblichen Kundschaft. Weil „Coffreez“ schon immer auf „to go“, also aufs Mitnehmen, setzt, expandiert die Kette auch mitten in der Pandemie.

Der Franchisenehmer strahlt sichtlich durch die Maske. In Stuttgart hat er über viele Jahre Gastronomie-Erfahrung gesammelt, unter anderem als Barkeeper. Seinen alten Job hat er gekündigt, um sich selbstständig zu machen – dann kam erst einmal Corona. Lange hing am verbarrikadierten Fenster das blau-weiß-rote Logo. Jetzt nach der Eröffnung aber waren die Kundinnen gleich zur Stelle, die Nachricht von der Neueröffnung hat sich offenbar schon herumgesprochen.

Besonders beliebt bei der Instagram-Generation

Laut Statistik der sozialen Medien sind die meisten zwischen 14 und 34 Jahre alt, innerhalb dieser Altersgruppe wiederum ist die jüngere Hälfte stärker vertreten. Mindestens zwei Drittel der „Frozen Coffee“-Kundschaft sind weiblich. Online posten die Fans Selfies mit den Getränken. „Wir sind für die Instagram-Generation das, was Starbucks für die Facebook-Generation ist“, sagt „Coffreez“-Erfinder Stefan Gauß.

Kaffee im Pappbecher? Doch nicht in Stuttgart!

Nach Beobachtung von Ervin Kmetas nutzen viele, die in der Innenstadt arbeiten, ihre Pause, um bei der neuen Bar vorbeizuschauen, die sich mit ihrer Kombination aus Shakes, Crêpes und Kaffee zum Mitnehmen abhebt von Cafés und Eisdielen. Muss sie auch, denn gleich schräg gegenüber erfreut sich in den Räumen des ehemaligen „Bellini“ die „Gelobar“ einiger Beliebtheit, betrieben von Francesco Iannuzzi sowie von Giuseppe Principe von der gleichnamigen Kaffeerösterei in Untertürkheim.

1999 gründete Stefan Gauß die erste reine „Coffee to go“-Bar in Stuttgart. Zweifel gab es damals einige, nach dem Motto: „Kaffee zum Mitnehmen im Pappbecher – das geht vielleicht in Amerika, aber doch nicht in Stuttgart.“ Heute ist unübersehbar, die Bedenkenträger lagen falsch. Die „14U Coffeebar“ des langjährigen Betreibers vom „Café Le Théâtre“ lief eben doch und wurde die Keimzelle der „Coffreez“-Kette, die seit 2008 so heißt. Im Franchisesystem werden nunmehr 13 Filialen betrieben – und diese Zahl wird wohl noch in diesem Jahr auf 20 anwachsen. Die Gastronomie generell leidet wie kaum eine andere Branche, doch beim Mitnehm-Spezialisten, der in Normalzeiten auch Sitzplätze bietet, ist von Krise wenig zu spüren. „Andere Wirte schließen, Coffreez behauptet sich“, heißt’s in einer Pressemitteilung.

Eigentlich waschechter Stuttgarter, hat der 57-Jährige seinen Wohn- und Geschäftssitz nach Waiblingen verlegt und preist die hiesige Lebensqualität.

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben. Nach Bekunden von Stefan Gauß stammen Schokoladen und Bio-Kaffee aus fairem Handel. Die Mitnehmbecher sind plastikfrei auf Maisstärke basierend, auf Wunsch gibt’s Mehrweg.

Was nach Beobachtung von Ervin Kmetas besonders gut ankommt, sind die alternativen Milchsorten wie Soja- und Hafermilch.

Lange musste sich Ervin Kmetas gedulden, doch das Warten hat sich gelohnt: Seit gut einer Woche hat der 39-Jährige die neue „Coffreez“-Bar in den alten „Foto Saur“-Räumen geöffnet – und sieht trotz der Corona-Krise seine Erwartungen übertroffen. Die fruchtigen, sorbetartigen „Frozen Shakes“ kommen gut an bei der jungen, meist weiblichen Kundschaft. Weil „Coffreez“ schon immer auf „to go“, also aufs Mitnehmen, setzt, expandiert die Kette auch mitten in der Pandemie.

Der Franchisenehmer

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