Waiblingen

Neues Landratsamt in Waiblingen: Nach Kostenexplosion eine kleine Finanzspritze

lrapostplatz
So soll die Erweiterung des Landratsamts aussehen. © AR Architekten

Nachdem der Förderstopp bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durch die Presse ging, hatte der Rems-Murr-Kreis nicht mehr mit einer Förderung für den Erweiterungsbau des Landratsamts am Alten Postplatz gerechnet. Nun hat das Landratsamt wider Erwarten doch einen Bescheid über eine KfW-Förderung in Höhe von 1,72 Millionen Euro erhalten. Beantragt waren zwar 2,8 Millionen Euro, aber dennoch ist man im Landratsamt froh über die finanzielle Unterstützung für dieses wichtige Projekt.

Sigel: "Klimaschutz-Musterprojekt"

Landrat Dr. Richard Sigel sagte dazu in der Sitzung des Verwaltungs-, Schul- und Kulturausschusses des Kreistags: „Die Zusage der KfW zeigt, dass wir mit unserer Gesamtimmobilienkonzeption der Kreisverwaltung am Standort Waiblingen auf dem richtigen Weg sind. Unser Musterprojekt in Sachen Klimaschutz hat die Experten überzeugt.“ Das neue Landratsamt soll den Anforderungen an ein klimaneutrales Gebäude entsprechen und nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Gold zertifiziert werden. Das sei für ein Verwaltungsgebäude ungewöhnlich – aber für den Rems-Murr-Kreis ein Baustein für eine klimaneutrale Kreisverwaltung bis 2030.

Zuvor schon drastisch verteuert

Die Finanzspritze aus Berlin entlastet nun den Kreishaushalt ein wenig, nachdem der Neubau sich schon vor Baubeginn mehrfach um Millionen verteuert hatte. Von 34,5 Millionen war der Kreistag bei seinem Beschluss 2018 ausgegangen. Inzwischen kann auch die zwischenzeitlich angepeilte 55-Millionen-Marke nicht mehr gehalten werden.

Sanierungsstau am Westflügel

Während auf dem Gelände an der AOK-Kreuzung gerade die Tiefgarage des Landratsamts für den Erweiterungsbau abgerissen wird, ist parallel die Modernisierung des Westflügels des Altbaus entlang der Mayenner Straße im Gange. Dieser Gebäudeteil stammt noch aus den 50er Jahren. Hier ist nach Angaben der Kreisbehörde nach Jahrzehnten ein Sanierungsrückstau entstanden, der jetzt in Angriff genommen werde.

Krisenstab-Räume nicht mehr zeitgemäß

Neben der energetischen Sanierung entstünden zeitgemäße und multifunktionale Sitzungs- und Besprechungsräume, die auch vom Bereich Katastrophenschutz genutzt werden sollen. „Die bisherigen Räume für den Krisenstab entsprechen weder technisch noch medial den heutigen Standards.“ Gleiches gelte für den Sitzungssaal, der vor der Corona-Pandemie für die Ausschusssitzungen des Kreistags genutzt wurde. Im ganzen Gebäudetrakt werden zudem der Brandschutz und die Barrierefreiheit deutlich verbessert. Insgesamt kostet die Sanierung des Westflügels des Landratsamts rund 7,8 Millionen Euro.

„Mit dieser Maßnahme beheben wir den hohen Sanierungsstau der letzten Jahre, rüsten uns für weitere Krisen und leisten im Rahmen unseres Klimaschutzhandlungsprogramms einen Beitrag für den klimaneutralen Betrieb der Kreisliegenschaften bis 2030“, betont Rems-Murr-Landrat Dr. Richard Sigel.

Nachdem der Förderstopp bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durch die Presse ging, hatte der Rems-Murr-Kreis nicht mehr mit einer Förderung für den Erweiterungsbau des Landratsamts am Alten Postplatz gerechnet. Nun hat das Landratsamt wider Erwarten doch einen Bescheid über eine KfW-Förderung in Höhe von 1,72 Millionen Euro erhalten. Beantragt waren zwar 2,8 Millionen Euro, aber dennoch ist man im Landratsamt froh über die finanzielle Unterstützung für dieses wichtige

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