Waiblingen

Neues Restaurant auf der Korber Höhe

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Selma Köker und ihr Sohn Ferhat in ihrem neuen türkischen Restaurant auf der Korber Höhe. © ZVW/Alexandra Palmizi

Waiblingen. Im Freundes- und Familienkreis war man sich einig: „Mama kann super kochen“, sagt Ferhat Köker. Nun macht seine Mutter Selma ihre Leidenschaft fürs Kochen zum Beruf: Im Mikrozentrum auf der Korber Höhe hat die Familie nach einer dreimonatigen Umbauzeit ihr türkisches Lokal „Goldene Schürze“ eröffnet.

37 Jahre lang hatten Charly und Brigitte Herrmann das Restaurant Staufer-Kastell auf der Korber Höhe geführt. Er kochte und sie backte und leitete den Service. Nach ihrem Rückzug in den Ruhestand folgte ein kurzes Zwischenspiel: Die neuen Pächter fanden wenig Freunde auf der Korber Höhe und warfen bald das Handtuch. Nun hat die „Goldene Schürze“ eröffnet, ein Familienrestaurant, in dem die Mutter kocht und das von Sohn Ferhat geleitet wird. Dass Kökers wissen, was auf sie zukommt und was von ihnen erwartet wird, darf angenommen werden: Vor 30 Jahren zogen Selma Köker und ihr Mann auf die Korber Höhe und fühlen sich, wie sie sagt, dort sehr wohl. Sohn Ferhat wohnt mittlerweile mit seiner Frau in Neustadt. Erfahrungen in der Gastronomie hat die Familie vor allem mit Hochzeitshallen gesammelt: Vor knapp 20 Jahren eröffnete Selmas Mann Adigüzel Köker im Endersbacher Birkel-Areal den türkischen Hochzeitssaal Mavi und später den Hochzeitssaal Laila in Ilsfeld.

Ab September Buffet

Ganz so groß wie in einem Hochzeitssaal mit mehreren Hundert Plätzen kann in der „Goldenen Schürze“ nicht gefeiert werden. Mit 82 Plätzen im Innenbereich, 20 auf der Terrasse und einem Nebenraum mit 25 weiteren Plätzen ist es aber gewiss nicht klein. Dazu kommt ein Extra-Spielzimmer mit Bällebad und Spieltunnel: „Die Eltern sollen in Ruhe essen können“, sagt Ferhat Köker. Drei Monate lang wurde das Lokal vor der Neueröffnung umgebaut: Ein Imbiss-Bereich für Döner und Pommes wurde abgeteilt, der große Teil des Restaurants aber mit Tischen mit weißen gestärkten Tischtüchern ausgestattet. „Wir wollten es edel und mit einem Buffet“, erklärt Ferhat Köker. Ab September soll es in der „Goldenen Schürze“ zusätzlich zur Speisekarte mittags und abends ein Buffet geben, außerdem gibt es täglich ab 9.30 Uhr ein Frühstücksbuffet.

Viele Reservierungen im Kalender

Wenige Wochen nach der Eröffnung ist die Familie sehr zufrieden. „Wir sind angenehm überrascht, wie gut es läuft“, sagt Köker. Im Nebenzimmer hat ein Stammtisch einen festen Tisch gebucht, Vorbestellungen für einen Geburtstag und eine Hochzeit stehen bereits im Kalender. Schüler holen sich nach der Schule einen Döner, Pizza oder Pide. Schon sind aus Gästen die ersten Stammkunden geworden.

Dass sich alle wohlfühlen, ist Selma Köker besonders wichtig. In ihrer Heimat in der Türkei hat sie kochen gelernt, zum Einkaufen geht sie nun auf den Großmarkt und in die Mega – „jeden Tag frisch“.

Vieles serviert sie selbst, um mit ihren Gästen ins Gespräch zu kommen. „Ich will Kontakt aufnehmen und fragen, was gut war“, erklärt sie. Schließlich sollen ihre Gäste für sie keine Fremde sein. „Man muss sie als Freunde und Familie betrachten und sich um die kümmern, damit sie sich wohlfühlen“, sagt sie. Das sei das Geheimnis eines guten Restaurants.


Täglich geöffnet

Geöffnet ist das Restaurant in der Salierstraße 5/1 täglich von 8 bis 24 Uhr. Einen Ruhetag gibt es nicht. „Mama ist eine Powerfrau“, erklärt Ferhat Köker.

Er selbst arbeitet „fürs Erste“, wie er sagt, noch als Lagerist bei einem Fellbacher Unternehmen. Mit der Frühschicht sei die Arbeit im Restaurant gut zu verbinden.

Im Restaurant arbeitet auch seine Schwester, außerdem vier angestellte Kellner.