Waiblingen

Noch mehr Corona-Schnelltests für Mitarbeiter von Firmen in Waiblingen

Schnelltests
Schnelltests sollen den Firmen helfen, eine Ausbreitung von Corona-Infektionen im Betrieb zu verhindern. © Alexandra Palmizi

Deutschland befindet sich mitten in einer dritten Welle – darum sind Corona-Schnelltests in den Unternehmen noch wichtiger geworden. Unsere Redaktion hatte bereits am 10. März darüber geschrieben, wie Firmen in Waiblingen die Tests einsetzen – und dabei zeigte sich: Noch gibt es diese nicht in jedem Unternehmen. Die Kreissparkasse Waiblingen etwa prüfte damals noch den Einsatz, Stihl und Bosch waren dagegen schon weiter. Bei allen drei Unternehmen hakten wir nun erneut nach – und dazu noch beim Waiblinger Bonbon-Hersteller Kaiser, der Ring-Textilservice GmbH aus Hohenacker und der Kreisbaugruppe Waiblingen.

Kreisbau setzt nun seit Ende März Corona-Schnelltests ein

Das Tochterunternehmen des Rems-Murr-Kreises setzt seit der letzten Märzwoche Corona-Schnelltests in Form von Selbsttests ein. Das teilt Martina Keck von der Pressestelle des Landratsamts mit. „Die Strategie sieht vor, allen Mitarbeitenden in der Verwaltung einen Test pro Woche zur Verfügung zu stellen, den Kollegen in den Flüchtlingsunterkünften zwei pro Woche.“ Darüber hinaus habe der Landkreis ein flächendeckendes Schnelltestangebot aufgebaut, das jeder Bürger kostenlos nutzen kann – und zwar unter www.rems-murr-kreis.de/schnelltest.

Landratsamt: Schnelltests bieten nur eine Momentaufnahme

Aus Sicht des Landkreises ist nach wie vor ein stimmiges Hygienekonzept entscheidend, vor allem angesichts der bis Ende März 2021 stark gestiegenen Zahlen und der hochansteckenden Virusvarianten. „Schnelltests können ein Baustein des Hygienekonzepts sein, bieten aber immer nur eine Momentaufnahme“, stellt Martina Keck klar. Deshalb werde bei der Kreisbau großer Wert auf die Einhaltung der AHA-Regeln gelegt. Diese Abkürzung steht für: Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag eine Maske tragen.

Mitarbeitende haben laut Martina Keck die Möglichkeit, mobiles Arbeiten zu nutzen – auch wenn es organisatorisch nicht möglich sei, alle Mitarbeitende ins mobile Arbeiten zu schicken. „Die Bürobelegung wurde überarbeitet und fast alle Besprechungen finden online statt. Wenn eine Besprechung im Haus stattfindet, dann nur mit FFP2-Maske.“

Kreissparkasse Waiblingen nutzt nun auch Corona-Schnelltests

Die Kreissparkasse Waiblingen wird nun nach eigenen Angaben beim Testen aufgrund ihrer dezentralen Struktur mit mehr als 50 Standorten auf Corona-Selbsttests setzen. Das teilte Rebecca Straub von der Pressestelle mit. „Wir stellen daher für unsere rund 1300 Mitarbeitenden entsprechende Selbsttests zur Verfügung.“ Die erste Lieferung, betont Rebecca Straub, sei für die Woche nach Ostern zugesagt. „Bei der Testfrequenz orientieren wir uns zunächst am jeweiligen Kontaktprofil des Mitarbeitenden.“

Parallel prüft die Sparkasse, wie sie als Arbeitgeber beim Thema Impfen konkret unterstützen kann. „Die Kreissparkasse bietet seit vielen Jahren kostenlose Grippeschutzimpfungen durch unsere Betriebsärztin an, welche von der Belegschaft stets gut angenommen wurden.“

Bonbon-Hersteller Kaiser ist derzeit dabei, Testkits zu besorgen

Der Waiblinger Bonbon-Hersteller Kaiser ist derzeit dabei, den Rahmen für Corona-Schnelltests festzulegen und die Testkits zu beschaffen. Das teilt Mitarbeiterin Tanja Pettirossi mit. „Die Selbsttests werden durch uns beschafft und kostenfrei an die Mitarbeiter ausgegeben.“ Angedacht sei, dass die Mitarbeiter den Test einmal wöchentlich montags vor Arbeitsbeginn zu Hause nutzen.

Ring-Textilservice GmbH aus Hohenacker hat noch keine Entscheidung getroffen

„Wir befinden uns aktuell im Austausch mit unserem Verband, um eine gemeinsame Vorgehensweise und eine sinnvolle Teststrategie auf den Weg zu bringen“, teilt Geschäftsführerin Andrea Reimann von der Ring-Textilservice GmbH mit. Daher möchte sie weitere Fragen zum Einsatz von Corona-Schnelltests im Moment nicht beantworten. Das Unternehmen aus Hohenacker stellt etwa bundesweit Mietwäsche für Hotels bereit, Schutzbekleidung für Industrie und Handwerk oder Mietberufskleidung fürs Gesundheitswesen.

Bosch bietet seinen Beschäftigten freiwillige Selbsttests an

Im Einklang mit der Empfehlung der Bundesregierung stellt Bosch Mitarbeitern, deren Tätigkeit eine Anwesenheit am Standort erfordert, regelmäßig Covid-19-Antigen-Selbsttests zur Verfügung. Das teilt Simon Schmitt von der Pressestelle des Konzerns mit.

Mitarbeitende an deutschen Standorten haben nach seinen Angaben mindestens einmal die Woche die Möglichkeit, einen freiwilligen Antigen-Selbsttest zu nutzen – je nach lokaler Situation öfter, teilweise sogar täglich. „Bereits seit Verfügbarkeit in Deutschland nutzen wir Antigentests gezielt bei Bedarf als Teil unseres Testkonzeptes, gemeinsam mit dem von uns entwickelten PCR-Schnelltest mit dem Analysegerät Vivalytic – dieses haben wir an mehr als 50 Standorten in Europa im Einsatz“, betont Simon Schmitt.

Stihl: Jederzeit sind Schnelltests im Werk 2 in Neustadt möglich

Motorsägenhersteller Stihl bietet weiterhin allen Mitarbeitern zusammen mit dem Malteser-Hilfsdienst Corona-Antigenschnelltests auf dem Werksgelände an. Ohne Anmeldung können Beschäftigte eine Teststation im Werk 2 in der Andreas-Stihl-Straße nutzen. „Das Angebot ist freiwillig und kostenlos“, betont Hien Nguyen, Referentin für externe Kommunikation.

Stihl-Beschäftigte können nach ihren Angaben jederzeit das Testangebot bei Bedarf wahrnehmen. Schnelltests, die Mitarbeiter selbst zu Hause anwenden können, hat Stihl bislang nicht gekauft. „Derzeit ist es nicht geplant, Schnelltests für Mitarbeitende zur eigenen Anwendung zur Verfügung zu stellen“, stellt Hien Nguyen klar.

Deutschland befindet sich mitten in einer dritten Welle – darum sind Corona-Schnelltests in den Unternehmen noch wichtiger geworden. Unsere Redaktion hatte bereits am 10. März darüber geschrieben, wie Firmen in Waiblingen die Tests einsetzen – und dabei zeigte sich: Noch gibt es diese nicht in jedem Unternehmen. Die Kreissparkasse Waiblingen etwa prüfte damals noch den Einsatz, Stihl und Bosch waren dagegen schon weiter. Bei allen drei Unternehmen hakten wir nun erneut nach – und dazu noch

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