Waiblingen

Nur zwei Familien pro Spielplatz - ist Waiblingen bei Corona-Regeln zu streng?

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Spielplatz beim Wasserturm: Mehr als zwei Familien dürfen ihn laut diesem Hinweis nicht gleichzeitig benutzen. © Gaby Schneider

Wer fragt sich in Corona-Zeiten nicht dauernd, was eigentlich erlaubt ist und was verboten? Irritationen gibt’s in Waiblingen unter anderem um die Spielplätze. Fakt ist: Der Besuch von Spielplätzen ist nicht verboten. Ein Neustädter Vater ärgert sich aber über Schilder der Stadt, laut denen die Besucherzahl auf zehn Personen und zwei Familien begrenzt ist. Eine Regelung, die zumindest strenger erscheint als die aktuelle Corona-Verordnung des Landes.

Die Pandemie entwickelt sich dynamisch – und entsprechend wird die Corona-Verordnung laufend aktualisiert. Seit November gilt bekanntlich eine verschärfte Fassung. An Spielplätzen in Waiblingen hat die Stadt nunmehr Schilder aufhängen lassen, die nicht nur an das grundsätzliche Ansammlungsverbot erinnern, wonach sich nur maximal zehn Personen aus zwei Familien treffen sollen. Der Wortlaut auf dem Schild: „Der Spielplatz darf gleichzeitig nur von maximal zehn Personen, die aus maximal zwei Haushalten kommen, genutzt werden!“ Die Nutzung ist also für eine dritte Familie, egal bei welchen Abständen, pauschal untersagt.

Ungerecht? Am Marktplatz gibt es solche Schilder nicht

Das bringt besagten Vater auf die Palme, denn er sieht darin eine Ungerechtigkeit. Auf dem Waiblinger Marktplatz dürften sich sonntags auch mehr als zwei Haushalte aufhalten, sofern sie die gebotenen Abstände einhalten. „Dass dort identische Schilder sonntags aufgestellt werden, habe ich bisher nicht beobachten können.“ Auch auf Straßen und Spazierwegen, die nicht der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes dienen, gebe es keine derartigen Hinweise.

Von Seiten des Landes gibt es, anders als im Frühjahr, keine generelle Quadratmeter-Vorgabe, wie viele Menschen sich auf einem Spielplatz aufhalten dürfen. „Allerdings setzen wir auf die Vernunft und auf das Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen, die darauf achten müssen, den Abstand zu anderen Familien bestmöglich einzuhalten“, teilt das Sozialministerium mit. Im Kindergarten oder in der Grundschule seien die Kinder auch zusammen, das lasse sich auch auf einem Spielplatz nicht komplett vermeiden. Wichtig sei, dass die Eltern untereinander den Abstand einhalten und „nicht im Pulk zusammenstehen“. Es gelte das generelle Ansammlungsverbot für mehr als zehn Personen und mehr als zwei Haushalte.

In diesem Sinne verfährt neben Fellbach auch die Stadt Weinstadt: Sie hat auf Corona-Hinweisschilder an den Spielplätzen verzichtet und verweist auf Anfrage der Redaktion auf die aktuellen Regeln für den öffentlichen Raum. Würden die Einschränkungen verschärft, werde auch Weinstadt mit entsprechenden Schildern nachrüsten.

Wer fragt sich in Corona-Zeiten nicht dauernd, was eigentlich erlaubt ist und was verboten? Irritationen gibt’s in Waiblingen unter anderem um die Spielplätze. Fakt ist: Der Besuch von Spielplätzen ist nicht verboten. Ein Neustädter Vater ärgert sich aber über Schilder der Stadt, laut denen die Besucherzahl auf zehn Personen und zwei Familien begrenzt ist. Eine Regelung, die zumindest strenger erscheint als die aktuelle Corona-Verordnung des Landes.

Die Pandemie entwickelt sich

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