Waiblingen

Online bewerben fürs berufliche Gymnasium

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Berufsschulen
Mehrfach-Bewerber werden erkannt und blockieren keine Plätze mehr. © Büttner / ZVW
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Berufsschulen
Schulleiter Hans-Jürgen Bucher und Abteilungsleiter Marcel Fritschle erwarten vom Online-Bewerbungsverfahren für die Berufskollegs und berufliche Gymnasien weniger Papierkram. © Büttner / ZVW

Waiblingen/Schorndorf. Erstmals werden in der Region Stuttgart Mehrfach-Bewerber an beruflichen Gymnasien erkannt und aussortiert. Vor allem für schlechtere Realschüler wächst durch die zentrale Online-Bewerbung die Chance, frühzeitiger eine Zusage aufs TG, WG, EG oder SG zu bekommen. Denn Schulplätze werden nicht mehr von den guten Schülern mit mehreren Zusagen blockiert.

Den drei Berufsschulzentren im Rems-Murr-Kreis erleichtert die Online-Bewerbung die Arbeit, sagt Hans-Jürgen Bucher, Schulleiter der Gewerblichen Schule Waiblingen. Er spricht auch für seine sechs Schulleiter-Kollegen der Beruflichen Schulen. In Waiblingen, Schorndorf und Backnang hatten Mehrfach-Bewerber schon bisher wenig Chancen. Einmal im Jahr hockten sich die Vertreter der Schulen an einen Tisch und sortierten die Mehrfach-Bewerber aus. Viele Realschüler bewerben sich nicht nur fürs Wirtschaftsgymnasium in Schorndorf, sondern auch gleich für die WGs in Backnang und Waiblingen. Wer aufs Technische Gymnasium wollte, ging auf Nummer sicher und schickte eine Bewerbung nicht nur nach Backnang, sondern auch nach Waiblingen und Schorndorf.

Schüler haben bereits Ende Juli Sicherheit

Wer sich jedoch bisher auch jenseits der Kreisgrenzen beworben hat, der hatte im Sommer oft mehrere Zusagen in der Tasche und die Qual der Wahl, welche Schule er im Herbst besuchen soll ... Der eine oder die andere machte es sich einfach und wartete einfach die Sommerferien ab und entschied sich erst in letzter Minute, sagt Marcel Fritschle, Abteilungsleiter für das TG und die Berufskollegs an der Gewerblichen Schule in Waiblingen, aus Erfahrung. „Manche Schüler tauchten am ersten Schultag nicht auf.“ Beim Anruf zu Hause lautete die verblüffte Antwort der Mutter: „Der geht doch in Stuttgart zur Schule!“

Die Plätze blieben zwar nicht leer, doch potenzielle Nachrücker hatten sich nach der Absage vor den Ferien oft bereits anderweitig orientiert. Dank des neuen Online-Verfahrens haben Schüler in diesem Jahr bereits Ende Juli Sicherheit, in welche Schule sie gehen. Am Montag, 24. Juli, werden zwischen 12 und 16 Uhr die Zu- und Absagen verschickt. Tags drauf müssen die künftigen Schüler persönlich bei ihrer künftigen Schule antanzen. Wer nicht kommt, hat seinen Platz verloren. Punkt. Die Nachrücker sind am Mittwoch, 26. Juli, am Zug. Sie werden von der Schule informiert.

Wie viele Abiturienten ihre Hochschulreife an einem beruflichen Gymnasium erhalten, können Sie in der Mittwochsausgabe und im ePaper lesen.