Waiblingen

Opernwerkstatt Waiblingen 2021: Unterricht bei Melanie Diener und Thomas Hampson

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Wie 2019 gibt es in Waiblingen wieder eine Opernwerkstatt mit Opernsängerin Melanie Diener und Bariton Thomas Hampson (Archiv). © ZVW/Benjamin Büttner

Eine Woche lang arbeiten zwölf Stipendiaten mit Melanie Diener und Thomas Hampson, die erst kürzlich beim Kultursommer in Waiblingen aufgetreten sind, bei der zweiten internationalen Opernwerkstatt an ihrer Gesangsstimme. Am Samstag, 25. September, präsentieren die jungen Sänger zusammen mit ihren Dozenten von 20 Uhr an beim Abschlusskonzert gemeinsam mit den Stuttgarter Philharmonikern unter der Leitung von Chefdirigent Dan Ettinger ihre musikalischen Früchte im Waiblinger Bürgerzentrum dem Publikum.

Kunst und Kultur sind gerade in diesen Zeiten von großer Bedeutung, darin sind sich die Akteure und Waiblinger Organisatoren einig, heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb freuen sie sich, dass nach 2019 nun die zweite Ausgabe der Internationalen Opernwerkstatt vom 20. bis 25. September in Waiblingen stattfinden kann.

Sänger kommen aus Asien, Afrika, Amerika und Europa

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben hierbei Gelegenheit, eine Woche lang mit Melanie Diener und Thomas Hampson Arien und Duette zu erarbeiten. Im Mittelpunkt steht diesmal Musik von Wolfgang Amadeus Mozart aus „Die Zauberflöte“ und „Così fan tutte“. Die Sängerinnen und Sänger, die aus allen Teilen der Welt, etwa aus Ostasien, den USA, Südamerika, Afrika, aus ganz Europa sowie auch aus Deutschland, zur Opernwerkstatt anreisen, arbeiten in überwiegend öffentlichen Meisterklassen täglich mit Melanie Diener und Thomas Hampson. Technik, Ausdruck und Präsentation stehen dabei im Vordergrund, um die künstlerische Entwicklung im Hinblick auf eine professionelle Karriere zu fördern. Nach dieser intensiven Arbeitswoche mit täglich mehrstündigem Unterricht treten die Nachwuchstalente vor das Publikum im Waiblinger Bürgerzentrum.

Restkarten für Konzertabend noch bei Vorverkaufsstellen verfügbar

Die Besucherzahl für das Konzert ist beschränkt. Restkarten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen, etwa beim i-Punkt, Scheuerngasse 4, 07151/50018321. Tickets kosten 38 Euro.

Es gilt ein eingeschränkter Sitzplan. Die Eintrittskarten werden personalisiert und sind nicht übertragbar. Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuell vorgeschriebenen pandemiebedingten Hygienebestimmungen und Besucherregelungen der Landesverordnung Baden-Württemberg.

Open-Air-Konzert auf dem Elsbeth-und-Hermann-Zeller-Platz

Vorab präsentieren sich die jungen Sängerinnen und Sänger der Opernwerkstatt am Donnerstag, 23. September, erstmals der Waiblinger Öffentlichkeit. Von 18.30 Uhr an verwandeln die zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten aus elf Ländern den Elsbeth-und-Hermann-Zeller-Platz in einen musikalischen Ort der Begegnung, heißt es in einer Ankündigung.

Das Repertoire ist bunt gemischt, von stimmungsvollen Liedern aus den Heimatländern der Sängerinnen und Sänger bis zu Opernarien. Dieses Open-Air-Konzert soll die erste Bewährungsprobe für das finale Abschlusskonzert am Samstag, 25. September, im Bürgerzentrum Waiblingen sein.

Der Eintritt zum Open-Air-Konzert ist frei, Anmeldung und Kontaktdatenerfassung übers Internet im Webshop. Einlass ist von 17.30 Uhr an. 

Folgende Sänger erhalten bei Melanie Diener und Thomas Hampson Unterricht:

  • Jurica Jurasic Kapun (Bariton) wurde 1994 im kroatischen Cakovec geboren. Studiert hat Kapun Gesang sowie Musikpädagogik und Germanistik. 2019 belegte er den ersten Platz bei einem nationalen Musikwettbewerb in Kroatien sowie den zweiten Platz bei einem internationalen Gesangswettbewerb in der Slowakei. Ebenfalls 2019 nahm er in Rumänien bei Marius Vlad International Opera Singing Masterclass teil. Zu seinen bisherigen Rollen zählt etwa Don Giovanni (W.A.Mozart: Don Giovanni), Belcore (G. Donizetti: L’elisir d’amore), Guglielmo (W. A. Mozart: Così fan tutte) oder Figaro (G. Rossini: Der Barbier aus Sevilla).

  • Melanie Spector (Sopran) wurde 1997 in New York geboren, wo sie auch an der Manhattan School of Music studierte. Sie ist mehrmals Preisträgerin bei verschiedenen Wettbewerben gewesen, zuletzt gewann sie den Metropolitan Opera National Council und war Halbfinalistin bei der Houston Saengerbund Awards Competition. Meisterkurse belegte sie etwa bei Diana Soviero, Sherrill Milnes oder Neil Shicoff. Zu ihren Rollen zählt die Zerlina (W. A. Mozart: Don Giovanni), Despina/Fiordiligi (W. A. Mozart: Cosi fan tutte) sowie Sophie (R. Strauss: Der Rosenkavalier).
  • Leonardo Sanchez (Tenor) ist in Mexiko geboren. Er absolvierte ein BA-Studium an der „Universidad De Las Américas Puebla“. 2016 belegte er den ersten Platz in der Rubrik ‚Youth Revelation’ beim Sinaloa- International-Gesangwettbewerb. Auch nahm er am Carlo-Morelli-National- Gesangwettbewerb teil. 2020/2021 hatte er sein Debüt an der Opera Giocosa in Savona und beim Rieti Opera Festival. Von 2018 bis 2020 war er jüngstes Mitglied des Internationalen Opern-Studios des Opernhauses Zürich. Repertoire: Alfredo Germont (La Traviata), Tamino (Mozarts Zauberflöte), Alberto (Bretón: Farinelli) und Conte Almaviva (Rossini: Barbier von Sevilla).
  • Makudu Senaoana (Tenor) ist am 2. September 1991 in Südafrika geboren. Von 2013 bis 2015 besuchte er die Universität Kapstadt, 2013 die Houston Grand Opera Young Artists Vocal Academy. 2020 ergatterte er den dritten Preis bei der Giovanni Consiglio International Competition. Im November 2021 ist er in der Premiere von Anansi (Neo Muyanga) in Kooperation mit der Niederländischen Nationaloper zu hören. Als freier Opernsänger war er in den vergangenen Jahren bei mehreren großen Opernhäusern tätig (unter anderem dem Theater Real Madrid, ACC-Asia Cultural Centre South Korea, Aalto-Musiktheater Essen, Pfalztheater Kaiserslautern, Theater Aachen).
  • Daniel Sauer (Bariton) ist am 12. August 1999 in München auf die Welt gekommen. Seit 2018 studiert er Gesang in der Klasse von Professor Dominik Wortig. Von 2016 bis 2018 absolvierte er das Jungstudium am Leopold-Mozart-Zentrum Augsburg, ebenfalls bei Professor Dominik Wortig. Von 2007 bis 2016 erhielt er eine Gesangsausbildung beim Tölzer Knabenchor. Er bekam den Goldenen Vogel des Papageno Awards (Internationaler Jugendtheaterpreis) und 2021 den Kulturförderpreis der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm. Sein Repertoire: Aeneas (H. Purcell: Dido and Aeneas) sowie diverse Lieder, Oratorien und Messen (etwa die Matthäuspassion von H. Schütz).

  • Viktorija Durdek (Sopran) wurde 1991 in Zagreb in Kroatien geboren. Sie studierte unter anderem an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Liedgestaltung bei Professor Cornelis Witthoefft und Gesangstechnik bei Frederique Friess. Meisterkurse belegte sie unter anderem bei Giorgio Surian, Vitomir Marof, Ulrike Hofbauer, Claudia Visca sowie Kunstliedmeisterkurse bei Cornelis Witthoefft und Gerhard Zeller. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationalen und internationalen Wettbewerbe. Zu ihren Rollen zählen etwa Agrippina (G.F. Händel), Königin der Nacht (W.A. Mozart: Die Zauberflöte) oder Rosina (G. Rossini: Barbier von Sevilla).
  • Shira Cohen (Sopran) ist am 29. Mai 1991 in Israel geboren. Von 2018 bis 2020 besuchte sie das Meitar-Opernstudio (The Israeli Opera’s Young Artist Program), von 2014 bis 2018 studierte sie klassischen Gesang an der Jerusalem Academy of Music and Dance. 2021 wurde sie beim Ada Sari Internationalen Festival und Wettbewerb für Vokalartistik ausgezeichnet, 2018 holte sie den ersten Preis beim Ada-Brodsky-Gesangswettbewerb in Jerusalem. Ihr Repertoire: Laetitia (G.C. Menotti: Die alte Jungfer und der Dieb), Donna Anna (W.A. Mozart: Die Zauberflöte), Fiordiligi (W.A. Mozart: Cosi fan tutte) und Schwester Angelica (G. Puccini: Schwester Angelica).
  • Youngkug Jin (Bass) wurde 1987 in Gwangju in Südkorea geboren. Aktuell studiert er an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Von 2012 bis 2018 war er an der Myongji-Universität. 2020 erreichte er das Finale des Internationalen Gesangswettbewerbs Les Nuits Lyriques de Marmande in Frankreich. 2017 holte er den zweiten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Südkorea, 2016 den ersten Preis beim Glovil-Musikwettbewerb. Er singt unter anderem den Pietro (Verdi: Simon Boccanegra), Sarastro (Mozarts Zauberflöte), Marchese d’Obigny (Verdi: La Traviata) oder Alfonso (Mozart: Cosi fan tutte). Seit der Spielzeit 2020/2021 ist er Mitglied des Lübecker Opernstudios.

  • Ámbar Arias (Sopran) wurde in Venezuela geboren und studiert auf Master Oper an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Carola Höhn. Sie schloss ihren Bachelor in Gesang an der Uni Caracas in Venezuela ab. Ihre Ausbildung begann Arias in El Sistema bei Professor Margot Parés-Reyna. Es folgten Meisterkurse unter anderem bei Gerald Wirth, Bernhard Kerres, Susana Frangi, Reneé Morloc, Markus Marquardt, Michael Pinkerton und Vittorio Terranova. Im Juli 2021 nahm sie am Bühnenprojekt der Universität der Künste („Georgia Bottoms“ von Gregory Vajda) teil. Ihr Rollen-Debüt feierte Arias mit 19 Jahren als Fanny (G. Rossini: La Cambiale di Matrimonio).
  • Sara Setar (Mezzosopran) ist am 26. Februar 1998 in der Stadt Maribor in Slowenien auf die Welt gekommen. Von 2013 bis 2019 war sie am Konservatorium in Maribor, auch besuchte sie die Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. 2016 holte Sara Setar den ersten Preis beim TEMSIG-Wettbewerb. Von 2018 bis 2021 hat sie vom Ministerium für Kultur ein Stipendium für ein Auslandsstudium erhalten. Auch bekam sie das Schlossstraße-Stipendium von Thomas Hampson. Ihr Rollenrepertoire: Soeur Mathilde (F. Poulenc: Dialogues des Carmelites), Ganymed (F. Suppé: Die schöne Galathee) und Cherubino (W.A. Mozart: Die Hochzeit des Figaro).
  • Victoria Randem (Sopran) ist am 9. April 1995 in Norwegen geboren und wuchs in Oslo auf. Sie studierte an der Kunsthochschule Oslo sowie am Konservatorium Barratt Due Norwegen. Sie war Mitglied des Kinderchors bei Den Norske Opera & Ballett, 2020 wirkte sie bei den Osterfestspielen in Salzburg in „La piccola Cubana“ mit. 2020 bekam sie die Goldmedaille mit Auszeichnung beim Internationalen Musikwettbewerb Manhattan. Sie singt unter anderem die Papagena und Pamina (Mozarts Zauberflöte) sowie die Gretel (Humperdinck: Hänsel und Gretel). Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden.
  • Verena Tönjes (Mezzosopran) ist in Nordenham geboren und studierte Oper an der Universität der Künste Berlin bei Professor Albert Pesendorfer. 2020 trat sie bei Young Euro Classics im Konzerthaus Berlin auf, 2019 erhielt sie den Förderpreis beim Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerb „Das Lied“ in Berlin. 2018 war sie Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg, im selben Jahr gewann sie die fünfte „Talente Campus“ des Philharmonischen Chores Berlin. Seit der Spielzeit 20/21 ist sie Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz und wird hier in der kommenden Spielzeit unter anderem als Hänsel und Ramiro zu erleben sein.

Eine Woche lang arbeiten zwölf Stipendiaten mit Melanie Diener und Thomas Hampson, die erst kürzlich beim Kultursommer in Waiblingen aufgetreten sind, bei der zweiten internationalen Opernwerkstatt an ihrer Gesangsstimme. Am Samstag, 25. September, präsentieren die jungen Sänger zusammen mit ihren Dozenten von 20 Uhr an beim Abschlusskonzert gemeinsam mit den Stuttgarter Philharmonikern unter der Leitung von Chefdirigent Dan Ettinger ihre musikalischen Früchte im Waiblinger Bürgerzentrum dem

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