Waiblingen

Ortsmitte Beinstein: Bau der neuen Wohnungen verzögert sich

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Von links: Frieder Wahl (Bauleitung, Wahl Architekten aus Schwäbisch Gmünd), Michael Verheyen (Id Architekten, Gesellschafter der MSN Kerner Immobilien GmbH) und Frieder Kuhnle von der Baufirma Kuhnle aus Beinstein. © ZVW/Benjamin Büttner

Der Bau der neuen Wohnungen auf dem Hasenstall-Areal in der Ortsmitte Beinstein verzögert sich weiter. Michael Verheyen, Architekt beim zuständigen Büro Id Architekten, erklärt dies mit dem Boom der Baubranche und den Schwierigkeiten auf dem Markt für Baurohstoffe. Ursprünglich sollte der Rohbau in der Rathausstraße im Frühjahr starten, nun wird es erst im Oktober losgehen. Dieser Termin ist allerdings fix: Den Auftrag übernimmt die Berthold Kuhnle Bauunternehmung aus Beinstein. „Wir wollen bewusst mit örtlichen Firmen arbeiten“, sagt Michael Verheyen.

Noch sind mehrere Wohnungen nicht verkauft

Bauherr und Investor ist die MSN Kerner Immobilien GmbH, für die Vermarktung der Wohnungen ist die Kreissparkasse Waiblingen zuständig. „Ein Großteil ist jetzt verkauft“, sagt Michael Verheyen. Welche der 20 Wohnungen aktuell noch zu haben sind, ist im Immobilienportal Immonet zu sehen: Frei sind dort noch mehrere Dreizimmerwohnungen, zu Kaufpreisen zwischen 388 000 Euro und 685 000 Euro. Die teuerste noch verfügbare Wohnung ist eine 111 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung, die preiswerteste hat 68 Quadratmeter. Für einen Stellplatz sind in allen Fällen zusätzlich 25.000 Euro fällig. Insgesamt entstehen Zwei- bis Vierzimmerwohnungen, die zwischen 53 und 112 Quadratmetern groß sind und alle über einen Aufzug verfügen.

Wohnungen sollten ursprünglich im Januar 2023 bezogen werden können

Fertig sein sollten die Wohnungen eigentlich schon im Januar 2023. So sagte es Architekt Mustafa Yazici noch im März unserer Redaktion. Die Arbeiten an den Außenanlagen sollten, so Yazici damals, allerspätestens Mitte 2023 erledigt sein. Nun ist klar: Alles wird erst Mitte 2023 fertig. Laut Michael Verheyen ist es so mit den Käufern der Wohnungen notariell vereinbart worden. Den Leuten zu versprechen, dass alles früher fertig werde, sei Stand jetzt nicht mehr sinnvoll – und das begründet der Architekt mit der Lage in der Baubranche.

Baufirmen sind stark ausgelastet

Früher hat Michael Verheyen bei Ausschreibungen für bestimmte Leistungen immer einen Termin genannt, ab dem die Baufirmen mit den Bauarbeiten beginnen sollen. Inzwischen verzichtet er laut eigenem Bekunden darauf – und nun findet sich in den Ausschreibungen nur noch die Formel „Baubeginn nach Absprache“. Anders, sagt Michael Verheyen, gehe es nicht mehr. „Sonst kriege ich kein Angebot.“

Auch die Lage auf dem Markt für Baurohstoffe macht dem Büro Id Architekten zu schaffen. „Ganz schlimm ist es gerade mit dem Holzbau“, sagt Michael Verheyen. Die Preise für Dachstühle müssten deshalb neu kalkuliert werden.

Ziel ist, dass auch das neue Lokal 2023 eröffnet wird

Eine Bedingung für den Neubau war für die Kommune, dass auf dem Hasenstall-Areal wieder eine Gastronomie angesiedelt wird. Die Gaststätte ist laut Michael Verheyen bereits an einen Immobilieninvestor verkauft worden, der derzeit verschiedene Gastronomiekonzepte prüfe. Mit dem Investor arbeiteten die Id Architekten nach eigenen Angaben schon bei anderen Projekten zusammen. Noch steht nicht fest, welches Lokal in dem Neubau in der Beinsteiner Ortsmitte unterkommen wird. Die Gaststätte wird im Erdgeschoss im vorderen Gebäude einziehen, die beiden anderen Gebäude sollen hingegen reine Wohnhäuser werden. Ziel ist es, dass die Gastronomie 2023 eröffnet wird.

Keller der alten Häuser abreißen und gleichzeitig neu bauen

Die Rohbauarbeiten in der Beinsteiner Ortsmitte sind durchaus eine Herausforderung, da zugleich auch sogenannte Verbauarbeiten ausgeführt werden. Dabei handelt es sich um Arbeiten, die nach dem bereits vollzogenen Abriss der alten Häuser wegen des Neubaus zur Sicherung der Baugrube auf dem Hasenstall-Areal anstehen. Erklären lässt sich das an folgendem Beispiel: Ein alter Keller eines früheren Hauses auf dem Hasenstall-Areal sollte nur abgerissen werden, wenn zugleich der Keller für das neue Haus errichtet wird – sonst könnte zum Beispiel Wasser eindringen. Deshalb ist es laut den Architekten ein entscheidender Vorteil, dass die Berthold Kuhnle Bauunternehmung beides aus einer Hand anbietet – den Rohbau und den Verbau. Ansonsten müssten nämlich zwei verschiedene Firmen ständig Termine miteinander abstimmen.

Ortsvorsteher Thilo Schramm freut sich über Entscheidung für die Firma Kuhnle

Thilo Schramm, Ortsvorsteher von Beinstein, ist froh, dass angesichts der komplexen Aufgabe die Firma Kuhnle den Auftrag erhalten hat. „Lieber ein halbes Jahr warten, und der Kuhnle macht’s. Da weiß man, dass es funktioniert.“ Schließlich sei es wichtig, dass alles Hand in Hand gehe und auch eine Hangsicherung eingerichtet werde.

In Sachen Gastronomie gibt es noch keine Entscheidung, da bislang auch lange nicht ersichtlich gewesen sei, wann der Bau zu Ende ist. Klar sei, dass die Ortschaft hier den Investor bei der Suche nach einem Betreiber unterstützt. Was die Art der Küche angeht, gibt es keine feste Vorgabe. Das heißt aber nicht, dass Thilo Schramm keine Präferenz hätte. „Schwäbisch wäre uns am liebsten.“ Ein türkischer Imbiss soll in den Räumen eher nicht unterkommen, da es laut Thilo Schramm gegenüber dem Neubau bereits einen guten türkischen Imbiss gebe.

Entscheidend ist für Thilo Schramm aber, ob das Konzept des Betreibers stimmig ist. Dazu kommt, dass ein Pächter in dem Lokal auch damit klarkommen muss, dass es im Gastraum nicht besonders viel Platz gibt. Rund 50 Quadratmeter war der Gastraum im alten Hasenstall groß – und so ähnlich wird es auch im Neubau sein.

Der Bau der neuen Wohnungen auf dem Hasenstall-Areal in der Ortsmitte Beinstein verzögert sich weiter. Michael Verheyen, Architekt beim zuständigen Büro Id Architekten, erklärt dies mit dem Boom der Baubranche und den Schwierigkeiten auf dem Markt für Baurohstoffe. Ursprünglich sollte der Rohbau in der Rathausstraße im Frühjahr starten, nun wird es erst im Oktober losgehen. Dieser Termin ist allerdings fix: Den Auftrag übernimmt die Berthold Kuhnle Bauunternehmung aus Beinstein. „Wir wollen

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