Waiblingen

Parkplatz-Rückbau: Der Umbau der Fronackerstraße in Waiblingen läuft

Fronackerumgestaltung
Arbeiter des Betriebshofs bringen die neuen Fahrradbügel an. © Gaby Schneider

Es tut sich was in der vielfach als „Sorgenkind“ titulierten Fronackerstraße: Der städtische Betriebshof hat dieser Tage begonnen, die vom Waiblinger Gemeinderat nach der Bürgerbeteiligung beschlossenen Sofortmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen.

Indem Pflanzkübel aufgestellt wurden, verwandelten sich Schrägparkplätze in Längsparker. Am Donnerstag bohrten die Arbeiter Löcher für die neuen Fahrradbügel. Und große Schilder erinnern Autofahrer und Radler daran, anderthalb Meter Abstand zu halten – was in diesem Fall nichts mit dem Coronavirus, sondern mit Verkehrssicherheit zu tun hat.

Sofortmaßnahmen führen nicht zum "Endzustand"

Bis Ende des Monats folgen an mehreren Stellen als wesentlicher Baustein die Verengungen der Fahrbahn, die den in der Fronackerstraße öfter als anderswo auftretenden Autoposern den Spaß am Durchfahren verderben sollen. Durch die provisorischen Maßnahmen entstehen sogenannte „Pop up Spaces“, also temporäre Freiräume, deren Nutzung mit Sitzmöbeln oder durch die ansässige Gastronomie derzeit noch nicht geklärt ist. Fakt ist: Der Rückbau von Parkplätzen gefällt nicht allen. Zwölf von 41 Stellplätzen entfallen. Das Thema Fronackerstraße bleibt konfliktträchtig.

Mit den Sofortmaßnahmen, die sich aus der Bürgerbeteiligung ableiten, wird „kein Endzustand“ erreicht, betont Stadtplaner Patrick Henschel. Die Stadt werde im Auge behalten, wie sich die Veränderungen auswirken – und gegebenenfalls werde nachgebessert. Nicht zuletzt gelte es, im Hinblick auf die anstehenden Bauprojekte entlang der Straße – etwa auf dem früheren Avia-Areal oder auf Höhe der bisherigen Eisdiele – umfassender über eine Neugestaltung des Straßenraums nachzudenken.

250 Menschen haben bei der Bürgerbeteiligung mitgemacht

Dazu seien Verkehrszählungen erforderlich und Erkenntnisse des Fußgängerchecks, der im Oktober beginnen soll, müssten dabei einfließen. Eine solche Planung für eine dauerhafte Umgestaltung müsse auch noch einmal auf geeignete Weise mit den Bürgern besprochen werden. Das Thema Fronackerstraße, genauer gesagt die Frage, ob beim Avia-Areal eine weitere Tiefgarage gebaut werden soll, stand für Donnerstagabend (16. September) auch auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

Von den Veränderungen betroffen ist der untere Bereich der Fronackerstraße auf einer Länge von 150 Metern. Die Sofortmaßnahmen sind Produkt der neuen „informellen Bürgerbeteiligung“ in Waiblingen. Im Frühjahr 2020 hatten sich Stadt und Gemeinderat neue Regeln gegeben, bei wichtigen Entscheidungen die Bürger intensiver einzubeziehen als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. 230 Menschen beteiligten sich online oder per Postkarte.

Es tut sich was in der vielfach als „Sorgenkind“ titulierten Fronackerstraße: Der städtische Betriebshof hat dieser Tage begonnen, die vom Waiblinger Gemeinderat nach der Bürgerbeteiligung beschlossenen Sofortmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen.

Indem Pflanzkübel aufgestellt wurden, verwandelten sich Schrägparkplätze in Längsparker. Am Donnerstag bohrten die Arbeiter Löcher für die neuen Fahrradbügel. Und große Schilder erinnern Autofahrer und Radler daran, anderthalb Meter

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