Waiblingen

Pfeiffer: „Europa sollte die USA verklagen“

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Joachim Pfeiffer (CDU). © Benjamin Büttner

Waiblingen. US-Präsident Donald Trump hat das Dokument zur Verhängung von Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte unterzeichnet. „Jetzt gilt es kühlen Kopf zu bewahren“, meint der Waiblinger Bundestagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer.

„Das war kein guter Tag für die transatlantische Partnerschaft und für den weltweiten Freihandel. Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte gefährden amerikanische und europäische Jobs gleichermaßen“, so Dr. Joachim Pfeiffer. Das Gebot der Stunde laute dennoch, „einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht in eine drohende Protektionismus-Spirale hineinziehen zu lassen. Denn dies könnte am Ende in einen echten Handelskrieg ausarten, bei dem alle Seiten verlieren.“

Europäische Industrie muss geschützt werden

Europa sollte die USA zügig vor der Welthandelsorganisation verklagen, findet Joachim Pfeiffer. Gleichzeitig gelte es, den USA deutlich zu machen, dass die EU zu schmerzhaften Gegenmaßnahmen in der Lage sei. „Wichtig ist vor allem, umgehend Maßnahmen zum Schutz der europäischen Industrie vorzubereiten, damit Stahl und Aluminium aus anderen Regionen, die von den US-Zöllen betroffen sind, nicht in den europäischen Markt hineingedrückt werden.“

Im Übrigen werde man in der US-Administration schnell begreifen, dass Strafzölle am Ende auch die US-amerikanische Industrie schädigen, die dann für die Vorprodukte Stahl und Aluminium mehr bezahlen muss, sagt Pfeiffer. „Hier bauen wir auf die Stimmen der freihandelsfreundlichen Republikaner im US-Kongress.“

Joachim Pfeiffer.