Waiblingen

Powerbanks, Spiele und Fitnessgeräte zum Ausleihen für Jugendliche in Waiblingen

Villa Roller Verleih
Die Villa Roller verleiht Outdoor-Spiele, Powerbanks für Handys, Fitnessgeräte sowie Brett- und Kartenspiele. Die Gegenstände können von Montag bis Freitag abgeholt werden, etwa bei Elias Jakob (Bundesfreiwilligendienstleistender, links) oder dem Sozialpädagogen Michael Denzel. © ZVW/Benjamin Büttner

Wegen Corona hat die Waiblinger Kinder- und Jugendförderung neue Freizeitangebote entwickelt, die auch bei steigenden Infektionszahlen aufrechterhalten werden können. Abteilungsleiter Karl-Henning Reuter stellte sie in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) vor. Absoluter Renner bei den Kindern und Jugendlichen ist der Verleih von Powerbanks für Smartphones durch die Villa Roller. „Da haben wir 40 Stück angeschafft – die sind alle unterwegs“, freut sich Karl-Henning Reuter.

Villa Roller verleiht Brettspiele, Fitnessgeräte und Powerbanks fürs Handy

Neben den Powerbanks, mit denen Handys unterwegs wieder aufgeladen werden können, verleiht das Jugendzentrum Villa Roller noch Outdoor-Spiele, kleine Fitnessgeräte sowie Brett- und Kartenspiele – und zwar immer montags bis freitags von 14 bis 18.30 Uhr. Dafür müssen die Kinder und Jugendlichen nur den Ausleihwunsch und den Ausleihtag mitteilen. Sie kommen dann am vereinbarten Termin vorbei und müssen das Gerät oder das Spiel am selben Tag bis spätestens 18.30 Uhr wieder zurückbringen.

Basteltüte kommt per Post

Die Waiblinger Basteltüte, ein weiteres neues Angebot, richtet sich vor allem an die Sechs- bis Zwölfjährigen. Sie ist gefüllt mit Bastelmaterialien und kann bei der städtischen Kinder- und Jugendförderung bestellt werden. Geschickt wird sie dann per Post. „Actionbound – der Spiegel des Stadtbaumeisters“ ist ein Spiel, bei dem sich Kinder, aber auch ganze Familien mit ihren Smartphones durch die Stadt bewegen und dort QR-Codes abscannen, die ihnen Hinweise geben. Etwas Ähnliches gibt es mit der Geschichte um den Fürst Ötzi auf der Korber Höhe. Zudem können Jugendliche ab 14 Jahren bei der Stadt ein mobiles Tonstudio mit Laptop, Software, Stativ und Mikrofon ausleihen – und zwar für maximal drei Tage, gegen Herausgabe eines Pfands.

In Hegnach und Bittenfeld bietet die Kinder- und Jugendförderung eine Rallye an

Für Acht- bis 13-Jährige verleiht das Spiel- und Spaßmobil Kisten zu den Themen Entspannung, Kochen und Kreativität. In Hegnach und Bittenfeld bietet die Kinder- und Jugendförderung zudem eine Rallye an, auf einer Strecke von rund 2,5 Kilometern. Dort gibt es Schilder mit Aufgaben, für jede Lösung gibt es einen Buchstaben, aus dem ein Lösungswort gebildet wird. Der Aktivspielplatz wiederum erstellt regelmäßig Koch- und Bastelvideos, die auf Youtube hochgeladen werden. Und die Jugendfarm verleiht an Sechs- bis Zwölfjährige sogenannte Entdeckertaschen zu den Themen Pflanzen, Insekten und Vögel.

Im Moment dürfen Jugendliche wieder ohne Anmeldung in die Villa Roller

Dank der geltenden Corona-Verordnung dürfen nun Einrichtungen der Kinder- und Jugendförderung wie etwa die Villa Roller wieder regulär öffnen, ohne dass Besucher sich anmelden und einen Schnelltest vorlegen müssen. Allerdings ist Abteilungsleiter Karl-Henning Reuter auch bewusst, dass diese Phase mit niedrigen Infektionszahlen schon im Herbst wieder vorbei sein könnte. Und dann werden all die neuen Angebote, die jetzt in den kommenden Wochen vielleicht nicht mehr so stark nachgefragt werden, wieder eine größere Rolle spielen.

Beratungsgespräche mit Schülern per Videotelefonat

Karl-Henning Reuter betonte in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung, dass in den vergangenen Monaten der Pandemie Einrichtungen wie die Villa Roller viele Jugendliche gar nicht mehr erreichen konnten. Natürlich haben die Sozialarbeiter vieles versucht. So wurden an den Waiblinger Schulen sogar Beratungsgespräche mit Schülern per Videotelefonat geführt – und es fanden auch soziale Kompetenztrainings statt. Diese neuen digitalen Angebote ersetzen laut Karl-Henning Reuter aber keine persönlichen Begegnungen.

Vorgesehen ist noch, dass Familien die Jugendfarm in Waiblingen für zwei Stunden für sich buchen können. Damit es keine Probleme gibt, soll eine Mitarbeiterin alle einweisen. Zudem soll es Fitnessangebote geben – und zwar im Jugendtreff Bittenfeld sowie bei der Mobilen Jugendarbeit. Vom Kreisjugendamt gibt es dafür 2000 Euro.

Kinder- und Jugendförderung braucht nur 6500 Euro für neue Angebote

Insgesamt 30.000 Euro hatte die Kinder- und Jugendförderung für dieses Jahr erhalten, um all die neuen Angebote umzusetzen. Benötigt wurden bislang nur 6500 Euro. Dass mit so einer kleinen Summe so viel möglich ist, beeindruckte CDU-Stadtrat Hermann Schöllkopf. „Meine Hochachtung, machen Sie bitte weiter so“, sagte er an die Adresse von Karl-Henning Reuter. Lob für die vielen Ideen gab es auch von Stadträtin Andrea Rieger (FDP): „Es war eine wahre Freude für uns.“ Iris Förster (Grünt/Tierschutzpartei) gefiel es, dass „aus einer Notsituation etwas Gutes entstanden“ ist. Und Siegfried Bubeck (FW-DFB) freute es als Bittenfelder, dass die Kinder- und Jugendförderung bei ihren neuen Angeboten auch an die Ortschaften gedacht hat. „Das ist ganz arg wichtig.“

Dagmar Metzger (ALi) wollte noch wissen, ob die Stadt weitere mobile Tonstudios erwerben könnte. Das vorhandene wurde nämlich in den vergangenen Wochen stark nachgefragt. Karl-Henning Reuter möchte indes erst mal abwarten, wie sich die Pandemie entwickelt – zumal es ja auch noch das stationäre Tonstudio in der Villa Roller gibt.

Wegen Corona hat die Waiblinger Kinder- und Jugendförderung neue Freizeitangebote entwickelt, die auch bei steigenden Infektionszahlen aufrechterhalten werden können. Abteilungsleiter Karl-Henning Reuter stellte sie in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) vor. Absoluter Renner bei den Kindern und Jugendlichen ist der Verleih von Powerbanks für Smartphones durch die Villa Roller. „Da haben wir 40 Stück angeschafft – die sind alle unterwegs“, freut sich

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