Waiblingen

Radhaus am Bahnhof fast fertig

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Der blaue Würfel des Biketowers überragt die E-Bike-Station am Bahnhof. © ZVW/Alexandra Palmizi

Waiblingen.
Viel wurde gestritten über den Fahrradturm beim Waiblinger Bahnhof - über den Standort, über die Gebühren und überhaupt über seinen Sinn. Jetzt steht er da, ein blauer Würfel von rund zehn Metern Kantenlänge. Bis er in Betrieb gehen kann, wird aber noch etwas Zeit vergehen.

Von dieser Woche an werden die elektrischen Anlagen und die Steuerung eingebaut. Unter anderem wird der einst „Biketower“ genannte Turm, der jetzt offiziell und mit großem Schriftzug unter dem neckischen Namen „Radhaus“ firmiert, mit einer Kommunikations-Einheit ausgestattet. Falls die Anlage streikt und die Fahrräder nicht rausrückt, können die zukünftigen Nutzer einen Notruf absetzen, der bei der Leitstelle der städtischen Parkierungsgesellschaft in der Marktgarage eingeht. Von dort kann der Parkwächter die Eingänge des Biketowers optisch, sprich auf Bildschirmen, überwachen.

Neuer Standort für die alten Fahrradboxen

Das Radhaus wurde schon in mehreren anderen Städten, zum Beispiel Offenburg, erprobt. Die Waiblinger Ausführung entspricht dabei der neuesten Version. „Diverse Kinderkrankheiten, die aufgetreten waren, sind hier schon behoben“, sagt Michael Seeger, der Leiter des städtischen Fachbereichs Infrastruktur, der für die technische Abwicklung des Neubaus verantwortlich ist. Dennoch soll das Radhaus vor einer öffentlichen Inbetriebnahme auf Herz und Nieren getestet werden: So wurden Mieter der bestehenden Fahrradboxen aufgerufen, den Tower für einige Wochen kostenlos zu testen. Nur sechs meldeten sich, doch Werner Nußbaum als Geschäftsführer der Parkierungsgesellschaft glaubt: „Wenn das Radhaus erst einmal läuft, dann werden sich noch mehr melden, so dass wir sukzessive weitere Probebetriebler haben werden.“ Die Testphase soll nach Fertigstellung der Arbeiten Ende November beginnen und über den Jahreswechsel hinweg laufen. Für Januar ist derzeit der Normalbetrieb vorgesehen. Dann werden auch Gebühren erhoben (siehe Kasten). Ursprünglich hatte der Plan einmal gelautet, dass der Biketower bis zur Gartenschau fertig wird.

Bis zu 120 Fahrräder können in das vollautomatische Hochregallager eingestellt werden. Die bestehenden Fahrradboxen auf dem Bahnhofsvorplatz werden nach Inbetriebnahme entfernt, die am Ameisenbühl, die erst vor einigen Monaten an ihrem Standort errichtet wurden, bleiben. Überzählige Boxen kommen an den Bahnhof Neustadt-Hohenacker. Insgesamt über 100 Boxen verfügt die Parkierungsgesellschaft aktuell, die Frage nach der Auslastung beantwortet Werner Nußbaum nicht ohne gewissen Stolz: „100 Prozent.“ Ein Umstand, der nahelegt, dass auch das Radhaus, wenn es im Alltag wirklich funktioniert, ebenfalls seine Nutzer finden wird.


Waiblingen.
Viel wurde gestritten über den Fahrradturm beim Waiblinger Bahnhof - über den Standort, über die Gebühren und überhaupt über seinen Sinn. Jetzt steht er da, ein blauer Würfel von rund zehn Metern Kantenlänge. Bis er in Betrieb gehen kann, wird aber noch etwas Zeit vergehen.

Von dieser Woche an werden die elektrischen Anlagen und die Steuerung eingebaut. Unter anderem wird der einst „Biketower“ genannte Turm, der jetzt offiziell

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