Waiblingen

Rathaus Waiblingen-Neustadt: Grabungen schnell fertig - Abrissfirma wird gesucht

Grabung
Am Donnerstagmittag, 21. Juli 2022, stand der Bauzaun noch rund ums Rathaus von Neustadt. © ZVW/Benjamin Büttner

Die Befürchtungen mancher Bürger, dass sich der Abriss des Rathauses Neustadt und der Neubau des Pflegeheims wegen archäologischer Grabungen auf dem Rathaus-Vorplatz stark verzögern, haben sich nicht bestätigt. Das Landesamt für Denkmalpflege hat die am Montag, 18. Juli, begonnenen Arbeiten nach nur wenigen Tagen bereits wieder eingestellt. Das teilte das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) mit. Sprecherin Lisa Schmidt erläuterte, dass das Landesamt aufgrund des geringen Befundaufkommens keine vollständige Untersuchung des Areals zur Auflage machen wird.

Letzte Reste eines Keltergebäudes

Die drei Sondageschnitte haben laut dem Regierungspräsidium ergeben, dass hier an keiner Stelle der originale Nutzungshorizont mehr vorhanden sei, sondern das Gelände großflächige Abplanierungen erfahren habe. „Nur an einer Stelle konnte noch die unterste Fundamentlage eines Gebäudes aus Sandsteinmauern festgestellt werden, vermutlich die letzten Reste eines der Keltergebäude.“ Die Suche nach Spuren zweier alter Keltern auf dem Gelände des Rathaus-Vorplatzes war letztlich der Hauptgrund für die Arbeiten. Daniela Tiemann, Ortsvorsteherin von Neustadt, zeigte sich am Donnerstag über den raschen Abschluss der Untersuchung erleichtert. „Wir sind natürlich froh.“ Zum einen habe die Stadt ihre Pflicht erfüllt, zum anderen sei keine Verzögerung entstanden.

Die Grube wurde laut dem Regierungspräsidium mittlerweile wieder verfüllt. Ob der Bauzaun um den Rathausvorplatz nun ganz abgebaut wird oder teilweise erhalten bleibt, weiß Daniela Tiemann noch nicht. Am Donnerstagmittag stand er noch. Letztlich, sagt die Ortsvorsteherin, müsse man hier der Verkehrssicherungspflicht nachkommen, kümmern werde sich darum der Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement.

Abriss könnte frühestens im Oktober 2022 beginnen

In den Schulsommerferien sollen die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss abgewickelt werden. So müssen laut der Ortsvorsteherin etwa die Heizung und die Stromversorgung vom Gebäude getrennt werden. Parallel soll die Ausschreibung der Abrissarbeiten erfolgen, die frühestens dann von Oktober 2022 an starten könnten. Vorher geht es nicht, schließlich muss der Ortschaftsrat von Neustadt formal einen Beschluss fassen. Die nächste Sitzung findet laut Daniela Tiemann am Freitag, 30. September 2022, statt, entweder in der Gemeindehalle von Neustadt oder in anderen Räumlichkeiten.

Neustadter Hauptstraße nicht betroffen

Daniela Tiemann hofft, dass bis dahin auch Angebote von Abriss-Firmen vorliegen. Ist dies nicht der Fall, könnte sich der Zeitplan wieder ändern. Der reine Abriss an sich dauert eigentlich gar nicht so lange, aber laut der Ortsvorsteherin fallen sehr umfangreiche begleitende Arbeiten an. Insgesamt rechnet Daniela Tiemann daher mit rund drei Monaten Arbeit. So muss etwa das Material sortiert und abgetragen werden. Dafür werden Container aufgestellt, die Stand jetzt alle auf dem Grundstück rund ums Rathaus von Neustadt Platz haben sollen. Auch die Sortierarbeiten sollen auf dem Rathaus-Areal erfolgen. Dadurch ist es wie während der Grabungsarbeiten des Landesamts für Denkmalpflege nicht nötig, die Neustadter Hauptstraße zu sperren.

Die Befürchtungen mancher Bürger, dass sich der Abriss des Rathauses Neustadt und der Neubau des Pflegeheims wegen archäologischer Grabungen auf dem Rathaus-Vorplatz stark verzögern, haben sich nicht bestätigt. Das Landesamt für Denkmalpflege hat die am Montag, 18. Juli, begonnenen Arbeiten nach nur wenigen Tagen bereits wieder eingestellt. Das teilte das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) mit. Sprecherin Lisa Schmidt erläuterte, dass das Landesamt aufgrund des geringen Befundaufkommens

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