Waiblingen

Raub-Prozess gegen 24-Jährigen verzögert sich

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Ein Kernener Winzer musste sich vor dem Amtsgericht verantworten. © Schneider / ZVW

Waiblingen.
Ein vielfach vorbestrafter zweite Verhandlung wurde nach einem Streit der Verteidigung mit dem Richter Kärcher unterbrochen. Der Auslöser war ein Gutachten gewesen, das zu dem Schluss kam, der Angeklagte zeige zwar ein „auffälliges Unbeteiligtsein gegenüber den Gefühlen anderer“, seine Schuldfähigkeit sei aber zum Tatzeitpunkt nicht vermindert gewesen.

Befangenheitsantrag gegen Sachverständigen gestellt

Gegen den Sachverständigen, der das Gutachten erstellt hatte, stellte die Verteidigung am dritten Verhandlungstag schließlich einen Befangenheitsantrag. Über diesen wurde nun entschieden: Das Gericht sah weder formale noch inhaltliche Gründe, das Gutachten abzulehnen, und wies den Befangenheitsantrag als unbegründet zurück. Nach einer kurzen Diskussion stellte der Verteidiger einen Antrag auf Akteneinsicht und schob einen zweiten Antrag hinterher. Im Sinne einer „transparenten Verteidigung“ wolle die Verteidigung demnach weitere Zeugen laden lassen, welche die Aussage einer der beiden jungen Frauen vor Gericht widerlegen sollen.

Über diesen Antrag sowie über die Frage, ob ein weiterer Sachverständiger hinzugezogen werden soll, wird das Gericht in der kommenden öffentlichen Verhandlung am Montag, 22. Oktober, von 14 Uhr an verhandeln.