Waiblingen

Real- und Hauptschulen in Waiblingen: Abschlussprüfung mit Abstand und Maske

Abschlussprüfungen
Realschul-Leiter Mario Comite und Jens Schaal zeigen Glückwunschplakate am Eingang. © ALEXANDRA PALMIZI

Für die Schüler der Abschlussklassen der Haupt-, Werkreal- und Realschulen haben die schriftlichen Abschlussprüfungen begonnen. Am Dienstag, 8. Juni, war Deutschprüfung, am Donnerstag, 10. Juni, ist Mathematik dran. Wegen der Corona-Pandemie finden die Prüfungen etwas später statt, ursprünglich sollten die ersten Klausuren noch vor Pfingsten geschrieben werden, sagt Mario Comite, Leiter der Salier-Realschule. Der spätere Zeitpunkt ist jedoch die kleinste Schwierigkeit: „Es ist eine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler, nach diesem besonderen Schuljahr ihren Abschluss zu machen.“

Seit Ende Dezember waren die Schulen nicht mehr regulär geöffnet, auch wenn die Prüflinge zumindest teilweise in der Schule waren: „Die Abschlussklassen hatten in den Haupt- und damit Prüfungsfächern Präsenzunterricht“, sagt Comite. Dennoch habe er etwas Bauchschmerzen, wie die Prüfungsergebnisse in diesem Jahr ausfallen werden und hofft, dass sich der Wechselunterricht nicht negativ auswirkt.

Verlängerung der Prüfungszeit

Die kleinen Boni, die die Prüflinge in diesem Jahr bekommen, seien deshalb gerechtfertigt. Dazu zählen unter anderem mehr Prüfungszeit: „In Mathe und Deutsch haben die Realschüler 30 Minuten mehr Zeit, in Englisch und den Wahlpflichtfächern 15 Minuten mehr“, erklärt Comite. Hauptschüler hatten im Fach Deutsch ebenfalls 30 Minuten zusätzliche Zeit, in Mathe und Englisch sind es dort 15 Minuten. Außerdem haben die Lehrer mehr Prüfungsaufgaben zur Auswahl, so sollen Unterrichts- und Prüfungsstoff bestmöglich zusammenpassen. Konkret bedeutet das zum Beispiel im Fach Mathematik, dass dem Lehrer im Wahlteil vier Aufgaben vorliegen, von denen er eine streichen kann. Die Schüler müssen in diesem Teil der Klausur dann zwei der drei vorliegenden Aufgaben bearbeiten. „Inhaltlich wird es dadurch aber nicht einfacher, die Schüler müssen liefern“, betont Comite.

Auch für Gabriele Gollnick, die Leiterin der Friedensschule Waiblingen-Neustadt, steht fest, dass das Niveau der Abschlussprüfungen gleich hoch ist und sein muss wie in den Vorjahren. Ein kleiner Bonus, wie etwa eine etwas engere Themenfestlegung, wäre in diesem Jahr aus ihrer Sicht aber wünschenswert gewesen, weil die Schülerinnen und Schüler durch die Corona-Pandemie eine deutlich schwierigere Prüfungsvorbereitung gehabt hätten. „Vor der Deutschprüfung am Dienstag waren die Schüler sehr nervös und auch die Stimmung unter den Lehrern war etwas gedrückt. Sie hätten sich gewünscht, dass etwas drankommt, das jeder bewältigen kann und ganz so war es nicht.“ Für die Realschüler komme in diesem Jahr erschwerend hinzu, dass erstmals auch im Wahlpflichtfach eine vierte schriftliche Prüfung geschrieben werden muss.

Klassen auf mehrere Räume verteilen

Eine Herausforderung ist auch die Durchführung der Prüfungen: „Wir brauchen mehr Ressourcen, sowohl was die Räume als auch die Zahl der Lehrkräfte angeht“, erklärt Mario Comite. Denn die Klassen müssen nicht nur wegen der Abstandsregeln auf verschiedene Räume aufgeteilt werden. Da der Corona-Schnelltest am Vortag der Prüfung freiwillig ist, dürfen zum Beispiel getestete und nicht getestete Schülerinnen und Schüler nicht im selben Raum sitzen. Aus diesem Grund bleiben an den Prüfungstagen alle anderen Klassen zu Hause, sie haben entweder Online-Unterricht oder lösen zuvor verteilte Aufgaben, falls der Lehrer als Aufsichtsperson bei den Prüfungen eingesetzt ist und deshalb nicht digital unterrichten kann. In den Klassenzimmern gilt auch während der Abschlussprüfungen eine Maskenpflicht, der Mund-Nasen-Schutz darf nur zum Essen oder Trinken abgenommen werden.

Die Herausforderungen werden mit den diesjährigen Abschlussprüfungen nicht enden, nimmt Mario Comite an. „Ich denke, wir werden noch einige Zeit damit beschäftigt sein, die Lernrückstände aufzuholen, die durch den langen Fern- und Wechselunterricht entstanden sind.“

Abschlussfeiern für Klassen geplant

Einen feierlichen Abschluss soll es aber für alle Schulabgänger geben – coronakonform und inzidenzabhängig natürlich. „Ursprünglich wollten wir eine Abschlussfeier in der Gemeindehalle ausrichten. Das geht nicht, weil dort inzwischen ein Impfzentrum eingerichtet ist. Aber es wird auf jeden Fall klassenweise Feiern geben, entweder im Bürgerzentrum oder im Gemeindehaus Neustadt“, sagt Gabriele Gollnick. Ihren Schulabschluss in der Tasche zu haben, sei etwas Besonderes für die jungen Menschen, und eine Leistung, die gefeiert werden müsse.

Für die Schüler der Abschlussklassen der Haupt-, Werkreal- und Realschulen haben die schriftlichen Abschlussprüfungen begonnen. Am Dienstag, 8. Juni, war Deutschprüfung, am Donnerstag, 10. Juni, ist Mathematik dran. Wegen der Corona-Pandemie finden die Prüfungen etwas später statt, ursprünglich sollten die ersten Klausuren noch vor Pfingsten geschrieben werden, sagt Mario Comite, Leiter der Salier-Realschule. Der spätere Zeitpunkt ist jedoch die kleinste Schwierigkeit: „Es ist eine

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