Waiblingen

Rekordjahr für Waiblinger Eva-Mayr-Stihl-Stiftung

Bosch Schnelltester auf Corona
Die Eva-Mayr-Stihl-Stiftung hat die Anschaffung von Corona-Testgeräten der Firma Bosch für das Rems-Murr-Klinikum gefördert. © Gottfried Stoppel

Fast 10 Millionen Euro für 64 Projekte hat die Eva-Mayr-Stihl-Stiftung im vergangenen Jahr ausgeschüttet - so viel wie noch nie. Ein Großteil davon waren Corona-Soforthilfen für Kliniken vor allem in der Region Stuttgart. Das geht aus dem neuen Jahresbericht hervor.

2,5 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen flossen an das Städtische Klinikum, das Marienhospital und das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart sowie an die Rems-Murr-Kliniken und die Kliniken Südostbayern. „Alle Häuser investierten in den Aufbau von Testkapazitäten“, heißt es im Jahresbericht. „Die Stuttgarter Häuser verwendeten die Mittel zudem für Schutzausrüstung, räumliche Veränderungen und Hilfen für Alten- und Pflegeheime in der Umgebung. Auch die Rems-Murr-Kliniken bauten ihre Kapazitäten für Corona-Schnelltests aus und beschafften mit der Förderung der Stiftung Diagnosegeräte.“

„In Kunst und Kultur hinterließ Covid-19 zahlreiche schmerzliche Spuren“, schreiben Eva Mayr-Stihl und Robert Mayr, die Vorstände der Stiftung. „Um sie ein wenig abzufedern, unterstützten wir den Klangspektrum-Wettbewerb“ von Baden-Württemberg-Stiftung und SWR. Dabei konnten 1000 Musiker Videos ihrer neusten Stücke auf eine Online-Plattform laden. Der Lohn: Honorare im Gesamtumfang von 1,5 Millionen Euro.

In Waiblingen unterstützt die Stiftung Vereine und Kultur

Auch Waiblingen hat wieder von der Stiftungsarbeit profitiert. Stadt und Stiftung schrieben gemeinsam eine „Corona-Förderinitiative für Vereine“ aus. Diese Hilfe wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Die Vereine melden ihren Bedarf an, die Gelder werden nach einem Schlüssel verteilt, der sich nach Mitgliederzahl und Art des Vereins richtet. Auch 2021 stellt die Stiftung 100.000 Euro zur Verfügung, die Stadt gibt den gleichen Betrag dazu.

Ebenfalls 100.000 Euro gibt es für den Waiblinger Kultursommer, der Anfang September geplant ist. Bis zu 2000 Besucher sollen dann auf die Brühlwiese am Bürgerzentrum kommen können.

38,5 Millionen Euro hat die Stiftung, deren Sitz direkt neben der Galerie Stihl in Waiblingen zu finden ist, bisher ausgeschüttet. 1986 wurde sie von Eva Mayr-Stihl und ihrem Mann Robert Mayr gegründet. Eva Mayr-Stihl ist die Tochter des Firmengründers Andreas Stihl. Bis 2002 war sie stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Firma. Sie ist - wie ihr Bruder Hans Peter - Ehrenbürger der Stadt Waiblingen. Die Stiftung verfügt über ein Vermögen von 150 Millionen Euro und gehört damit zu den Großen im Land.

Wie können wir in Zukunft klimaneutral und ressourcenschonend leben und arbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die sogenannte Nachhaltigkeitsforschung. Die Eva-Mayr-Stihl-Stiftung fördert seit Jahren diesen Zweig der Forschung. Einer der großen Partner ist dabei die Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.

Während in der Vergangenheit vor allem die klassischen Forstwissenschaftler unterstützt wurden, stärkt die Stiftung nunmehr die Nachhaltigkeitsforschung fakultätsübergreifend. Dazu wurden zahlreiche Formate entwickelt, um Wissenschaftler auf unterschiedlichen Stufen ihrer Karriere zu fördern.

Personalisierte Medizin für Krebspatienten

So werden Forschungsgruppen unterstützt, Forschungsstipendien finanziert oder Stiftungsprofessuren gefördert. Außerdem wurden zwei Juniorprofessuren für künstliche Intelligenz mit Finanzmitteln ausgestattet.

Ein weiteres wichtiges und langjähriges Stiftungsprojekt ist die Unterstützung des „Stuttgart Cancer Center - Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl“. Dort soll ein Zentrum für personalisierte Medizin entstehen.

Das bedeutet: Es werden „genetische, molekulare und zelluläre Besonderheiten eines Tumors“ identifiziert und die passenden Therapien darauf abgestimmt. Damit sollen der Behandlungserfolg verbessert und die Belastung der Patienten reduziert werden, heißt es im Jahresbericht.

Die Arbeit der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung geht auch in diesem Jahr weiter. „Für uns sind die körperliche und geistige Gesundheit sowie ein starker Sinn für nachhaltige Umweltverantwortung von größter Bedeutung“, schreiben Eva Mayr-Stihl und Robert Mayr.

Fast 10 Millionen Euro für 64 Projekte hat die Eva-Mayr-Stihl-Stiftung im vergangenen Jahr ausgeschüttet - so viel wie noch nie. Ein Großteil davon waren Corona-Soforthilfen für Kliniken vor allem in der Region Stuttgart. Das geht aus dem neuen Jahresbericht hervor.

2,5 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen flossen an das Städtische Klinikum, das Marienhospital und das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart sowie an die Rems-Murr-Kliniken und die Kliniken Südostbayern. „Alle Häuser

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