Waiblingen

Remstal-Klassik Waiblingen: 109 Oldtimer sind unterwegs

Remstal Klassik 2022
Dorethea und Ulrich Meeh im 1940er Alvis warten auf die Startfreigabe durch OB Sebastian Wolf. © Nagy

Rund um die Galerie Stihl und die Kunstschule gibt es am Samstagmorgen, 24. Juli, einige alte Autos zu bewundern: Hier startete die 18. Auflage des Remstal-Klassiks, einer Oldtimer-Rallye des Waiblinger Motorsportclubs.

109 Fahrer mit besonderen Fahrzeugen aus sieben Jahrzehnten des zurückliegenden Jahrhunderts haben an der rund 125 Kilometer langen Ausfahrt mit Sonderaufgaben quer durch den Rems-Murr-Kreis teilgenommen. Die Anfahrtswege fielen dieses Jahr aber etwas kürzer aus als sonst.

Schrecken die hohen Spritpreise Teilnehmer ab?

2019, im letzten Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, sei ein Teilnehmer 600 Kilometer weit zur Waiblinger Oldtimer-Rallye angefahren, sagt Andreas Becker, erster Vorstand beim Waiblinger Motorsportclub. Insgesamt seien es dieses Jahr einige Starter weniger als vor Corona. Vielleicht liege das auch an den stark gestiegenen Spritpreisen, vermutet Andreas Becker.

Für die Teilnehmer geht es, der mit Symbolen ausgewiesenen Wegbeschreibung in einem Bordbuch folgend, quer durch den Rems-Murr-Kreis bis zum Schwabenpark. Hier ist eine mindestens 90-minütige Mittagspause vorgeschrieben, der Eintritt ist für alle Teilnehmer frei. Danach geht es auf einer anderen Strecke zurück nach Waiblingen, wo die Autos dann feierlich ins Ziel einlaufen und angesagt werden. Auf der Strecke sind verschiedene Aufgaben zu bewältigen, die nicht nur Spaß machen, sondern auch die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr schulen sollen, so Andreas Becker.

Das jüngste Fahrzeug ist ein Honda

Oberbürgermeister Sebastian Wolf eröffnet die Rallye, indem er die Fahne hebt und das erste Fahrzeug in der Talaue zum Start freigibt. Jedes Fahrzeug bekommt eine Startnummer, los geht es im Minutentakt und gestaffelt in verschiedene Klassen: Die ganz alten Fahrzeuge machen den Anfang. Wer mit einem Youngtimer vor Ort ist, muss sich etwas gedulden. 2022 sind zwei Fahrzeuge aus der Vorkriegs- und Kriegszeit dabei, außerdem zwei Oldtimer-Motorräder, beide von BMW, eines davon mit Beiwagen. Aber auch sonst ist Autoliebhabern hier einiges geboten.

Wie immer sind viele alte Mercedes- und Porsche-Modelle vertreten, aber auch seltenere Gefährte wie zwei schmale Messerschmitts, bei denen der Beifahrer hinter dem Fahrer platziert ist, ein Janus-Kleinstwagen des Herstellers Zündapp aus den späten 1950er Jahren, bei dem man zweimal hinschauen muss, um zu sehen, wo vorne und hinten ist, ein alter Skoda oder auch ein Honda: mit Baujahr 1997 der Allerjüngste.

Auto in den Neuzigern aus Amerika mitgebracht

Auch einige amerikanische Modelle haben den Weg nach Waiblingen gefunden. Ein himmelblauer Plymouth gehört dem Stuttgarter Charly Klink. Er hat den inzwischen rund 68 Jahre alten Wagen Mitte der Neunzigerjahre selbst aus Amerika eingeführt. Eigentlich habe er nach etwas ganz anderem gesucht und den Plymouth gar nicht haben wollen.

Aber er habe sich gesagt: „Ohne ein Auto komsch net hoim.“ Seitdem hegt und pflegt er den Wagen, so dass dieser immer noch aussieht, als sei er gerade erst vom Band gelaufen. Alles, was an Reparaturen anfällt, macht er selbst – wie das unter Oldtimer-Liebhabern üblich ist. „An das Auto kommt keiner ran“, stellt er klar.

Den Kofferraum voll mit Werkzeug: Sicher ist sicher

Mit der Startnummer eins starten Ina und Matthias Maier aus Waiblingen mit ihrem 1936er-Riley – das älteste Auto dieses Jahr. Es wirkt, als sei es direkt einer Folge der britischen Serie „Downton Abbey“ entsprungen. Als leidenschaftlicher Autoschrauber besitze er inzwischen drei dieser Raritäten, sagt Matthias Maier.

Mit den anderen beiden ist er auch schon beim Remstal-Klassik gestartet. Obwohl das Auto so hochbetagt ist und er mehr Zeit darunter als auf dem Fahrersitz verbringe, hatte er bis jetzt noch keine Panne: „Wir haben den Kofferraum aber voller Werkzeug.“

Rund um die Galerie Stihl und die Kunstschule gibt es am Samstagmorgen, 24. Juli, einige alte Autos zu bewundern: Hier startete die 18. Auflage des Remstal-Klassiks, einer Oldtimer-Rallye des Waiblinger Motorsportclubs.

109 Fahrer mit besonderen Fahrzeugen aus sieben Jahrzehnten des zurückliegenden Jahrhunderts haben an der rund 125 Kilometer langen Ausfahrt mit Sonderaufgaben quer durch den Rems-Murr-Kreis teilgenommen. Die Anfahrtswege fielen dieses Jahr aber etwas kürzer aus als

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