Waiblingen

Rundsporthalle: Sanierung verzögert sich

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Die Zuschauerränge in der Rundsporthalle bleiben vorerst leer. Die Sanierung dauert länger als geplant. © Habermann / ZVW

Waiblingen. Die Wiedereröffnung der Rundsporthalle lässt auf sich warten. Weil die Verglasungsarbeiten nur zögerlich vorangehen, ist der ganze Bauzeitenplan ins Stocken gekommen, sagt Michael Gunser, Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudemanagement, auf Anfrage. Derzeit werden rechtliche Schnitte gegen die Firma geprüft. „Wir tun, was wir können“, versichert Gunser. Bis Ende Juni schließt er den Spielbetrieb indes mindestens aus.

„Wir arbeiten daran, Lösungen zu finden“, sagt Michael Gunser. Dass ein Teil der Rundsporthalle noch nicht verglast ist, hat laut Gunser allerdings Auswirkungen auf die anderen Arbeiten. Inzwischen ist der Bauzeitenplan gehörig ins Stocken gekommen. Derzeit prüft die Stadt Waiblingen rechtliche Schritte gegen die Firma: „Wir können eine Kündigung nicht ausschließen“, so Gunser. Möglicherweise müsse ein anderes Unternehmen mit den Arbeiten beauftragt werden.

VfL hatte Spielbetrieb bereits im September wieder aufnehmen wollen

Allerdings sei ein derartiges Kündigungsverfahren nicht einfach, weil es dabei auch um Schadensersatzansprüche und Gewährleistungen gehe. „Die Kündigung ist deshalb Ultima Ratio. Das kann man nicht leichtfertig machen.“

Die Enttäuschung bei den Handballern des VfL Waiblingen ist verständlicherweise groß: Bereits im September 2017 hatte der VfL den Spielbetrieb in der Rundsporthalle wieder aufnehmen wollen, doch schon damals hatte die Sanierung länger gedauert als erhofft. Frühestens Ende Oktober, Anfang November wurde „eine eingeschränkte Nutzung der Halle“ in Aussicht gestellt, weil sich die Arbeiten bei der Schadstoffbeseitigung als umfangreicher rausstellten als gedacht. Außerdem musste die Statik der Fassade teilweise ertüchtigt werden.

Im März sollte die Halle fertig sein

Zu Beginn der Sanierung war die Stadt von einer Sanierungsdauer von März 2017 bis März 2018 ausgegangen. Den Vereinen hatte die Stadt allerdings optimistisch in Aussicht gestellt, dass die Halle im besten Fall bereits zu Saisonbeginn im September wieder bespielt werden kann. Erarbeitet wurde dazu ein gestufter Plan, der einen vorgezogenen Schul- und Trainingssport ab Mitte September noch während der laufenden Bauarbeiten erlauben sollte. Im allerbesten Fall, so die Hoffnung, hätte dann auch schon der Spielbetrieb stattfinden und die Zuschauer hätten auf den renovierten Tribünen die Heimspiele verfolgen können.

Geklappt hat das bekanntermaßen nicht. Nun musste die Wiedereröffnung nochmals verschoben werden, der VfL muss noch länger in der Stauferhalle spielen. „Das ist uns überhaupt nicht recht“, sagt Michael Gunser. Ein Spielbetrieb sei im Moment aber definitiv nicht möglich.

Sanierung oder Neubau waren lange Thema im Gemeinderat

Jahrelang war die in die Jahre gekommene Rundsporthalle ein Thema im Gemeinderat. Immer wieder wurden Planungsraten in den Etat eingestellt, geschehen ist aber lange nichts. Neubau oder Sanierung, das war lange die Gretchenfrage. Mit der umfangreichen Sanierung soll die Halle für die nächsten 30 Jahre wieder fitgemacht werden.