Waiblingen

Salier-Theater-AG spielt "Ein Sommernachtstraum"

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Die Handwerkerinnen (von links): Ni Luh Lola Daryanto, Jana Daur, Xheraldina Bajraktari, Kim Wiedmann, Tabea Garbocz und Ellen Häfele. © Palmizi / ZVW
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Theater-Aufführung des Salier-Gym.
Lisbeth Gärtner in ihrer Rolle als Troll. © Palmizi / ZVW
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Theater-Aufführung des Salier-Gym.
Amina Maamri und Timo Nullmeier. © Palmizi / ZVW

Waiblingen. Schüler sprechen Shakespeare: Die Salier Gymnasium Actors haben am Mittwoch im Kulturhaus Schwanen „Ein Sommernachtstraum“ aufgeführt. Das Publikum war begeistert.

Volles Haus im Schwanen: Große Gefühle haben die Schüler der Salier-Theater-AG auf die Bühne gebracht. Helena (Ariane Wanke) liebt Demetrius, der liebt aber Hermia (Amina Maamri), welche wiederum Lysander liebt und mit ihm die Ehe eingehen will.

Das perfekte Chaos

Durch verschiedene Liebeszauber wird das Chaos perfekt. Besonders eindrücklich ist die Szene, als die beiden jungen Frauen streiten und die zwei Herren mit ihren Rüstungen eine Schutzwand zwischen ihnen bilden. Mit ihrer besonderen Bühnenpräsenz überzeugt Tabea Garbocz in ihrer Rolle als Margret Zettel, beziehungsweise Pyramus.

Eingebaut wird sehr zur Freude der Zuschauer auch eine Musikeinlage, als sich Titania, Königin der Elfen (Melissa Heinz) ein Schlaflied wünscht und ihre Elfen sogleich Gitarre und Rassel holen und kräftig drauflossingen. Für Witz sorgt auch gekonnt übertrieben Lisbeth Gärtner als Troll.

Viele Sprechproben in der Vorbereitung

Den jungen Menschen die alte Sprache beizubringen, war die größte Herausforderung gewesen, erzählt der Leiter und Regisseur Christopher Mischke. Die Schüler hätten zu Beginn die Sätze oft falsch betont, da sie ihre Bedeutung nicht richtig verstanden.

Um die Satzmelodie zu üben, gab es in der Vorbereitung viele Sprechproben. Ziel war es, den Text natürlich zu betonen, so als wäre er in der Sprache der Schüler geschrieben worden. Es sei schön gewesen zu sehen, wie die Schüler an ihren Texten wachsen, sagt Mischke. Die Gruppe hätte sich wahnsinnig gut entwickelt.

Schüler malten das Bühnenbild

William Shakespeare arbeitet auf vielen Ebenen, erklärt Mischke, das Stück habe sowohl Humor als auch Tiefgang. Schon länger habe er überlegt, den Sommernachtstraum mit seinen Schülern einzustudieren, in diesem Jahr setzte er es nun in die Tat um.

Zudem war die Auswahl an Stücken zu Beginn des Schuljahres begrenzt, da es nur vier männliche Schauspieler gab. Diese waren auch schnell ihren Rollen zugeteilt. Die zwei älteren Jungs spielten die Rolle des Theseus, Herzog von Athen (Lukas Nullmeier) und Oberon, König der Elfen (Jannik Priem).

Kostüme aus professionellem Verleih

Die beiden jüngeren Mitschüler übernahmen die Rollen der beiden Liebhaber von Hermia, Lysander (Timo Nullmeier) und Demetrius (Jonathan Mischke). Bei den Mädchen sei die Verteilung der Rollen schwieriger gewesen. Christopher Mischke versuchte, die Wünsche der Schülerinnen zu berücksichtigen und gleichzeitig ihr Potenzial richtig einzusetzen.

Die Kostüme stammen aus einem professionellen Verleih und werden durch die Einnahmen und über die Schule finanziert. Das Bühnenbild hingegen stammt aus eigener Hand und wurde über mehrere Tage von der Kunstlehrerin Janine Imhoff und einer Gruppe Schülern gemalt.

„Die Zuschauer sollen sich nicht langweilen"

Gegründet vor 17 Jahren, leitet Christopher Mischke die Theatergruppe am Salier Gymnasium bis heute. Mit der Premiere zeigte er sich sehr zufrieden. Es ist wichtig, dass die Schüler immer in ihren Rollen bleiben, auch wenn sie sich verhaspeln, sagt er.

Dem Publikum gegenüber hätten sie in gewissem Maße auch eine Verpflichtung: „Die Zuschauer sollen sich nicht langweilen, sondern gut unterhalten fühlen.“ Da sei es auch nicht so schlimm, wenn mal ein kleiner Teil der Kulisse einfach umfällt.

Lauter Applaus und Jubelrufe zeigen: Dem Publikum hat es gefallen. Nach der Aufführung gibt es für Christopher Mischke und Janine Imhoff jeweils einen Blumenstrauß und eine Flasche Wein – mit dem passenden Namen „Sommernachtstraum“.

Weitere Aufführungen:

  • Am Freitag, 7. Juli, und Samstag, 8. Juli, von 19 Uhr an sind zwei weitere Aufführungen im Kulturhaus Schwanen in Waiblingen. Der Eintritt an der Abendkasse kostet acht Euro für Erwachsene (ermäßigt fünf Euro).
  • In den Rollen: Xheraldina Bajraktari, Semanur Ceylan, Sevde Ceylan, Ni Luh Lola Daryanto, Jana Daur, Rooya Faghfouri, Lisbeth Gärtner, Tabea Garbocz, Ellen Häfele, Melissa Heinz, Amina Maamri, Jonathan Mischke, Dorothee Neller, Lukas Nullmeier, Timo Nullmeier, Jannik Priem, Ariane Wanke, Helen Weiss, Kim Wiedmann.
  • Leitung und Regie: Christopher Mischke; Bühnenbild: Janine Imhoff, Petra Kikel; Maske: Janine Imhoff, Lola Daryanto; Licht: Hanno Schupp; Ton: Bertold Becker