Waiblingen

Schüler bauen Holzhaus für die Ganztagesbetreuung

Schüler bauen Holzhaus_0
David Martinko, Kristina Kolgega, Kristina Tovkac und Özge Murat (v. l. n. r.) haben als Teil ihrer Hauptschulabschlussprüfung ein Waldhaus für die Kinder der Ganztagesbetreuung gebaut. © Jansen / ZVW

Waiblingen. Etwas für andere tun – das wollten vier Neuntklässler in ihrer Projektprüfung. Schnell war die passende Idee gefunden: Ein Holzhaus für die Grundschüler der Salier-Ganztagesbetreuung sollte es werden. Nun ist das Häuschen aufgestellt worden.

Eine Woche lang haben Özge Murat, Kristina Kolgega, David Martinko und Kristina Tovkac gesägt, gebohrt, gehämmert und geschraubt: Nun steht ihr Holzhaus in dem kleinen Wäldchen neben der Ganztagesbetreuung der Salier-Gemeinschaftsschule. Es ist als Waldspielhaus für die Erst- und Zweitklässler der Betreuung gedacht. Noch müssen die Kinder sich aber gedulden, bis sie darin spielen dürfen: „Wir können das Haus erst im Frühjahr freigeben, wenn der Boden einigermaßen trocken ist“, erklärt Sibylle Obergfäll, die Leiterin der Einrichtung. Bis dahin könnten sich die Grundschüler schon mal überlegen, wie sie das Haus gestalten möchten – denn der weiße Anstrich soll neben dem Wetterschutz als Leinwand für die Kreativität der Kinder dienen.

„Wir wollten was für andere machen“

Entstanden ist das Holzhaus als Teil der Hauptschulabschlussprüfung, in der sogenannten Projektprüfung. „Dabei können die Schüler frei wählen, was sie machen möchten. Es kann etwas Theoretisches sein oder eben etwas Praktisches“, erklärt der Lehrer Kai Singer, der den Holzhüttenbau betreut hat. Die vier Neuntklässler, die das Haus gezimmert haben, hatten sich aus einem bestimmten Grund für ein Praxisprojekt entschieden: „Wir wollten von Anfang an etwas für andere machen“, berichtet Kristina Tovkac.

Schnell war auch ein passender Anlass gefunden, denn die Ganztagesbetreuung wünschte sich bereits seit einigen Jahren ein Waldhaus, wie Obergfäll berichtet. Dann ging es an die Planung: „Wir haben Baupläne und Maße von Spielgeräten im Internet recherchiert und daraus einen eigenen Plan gemacht“, sagt David Martenko. Um die Vorbereitung kümmerten sich die Schüler komplett selbst. Das Material haben die Schüler selbst bestellt, die Werkzeuge hat die Schule gestellt, beim Bauen waren dann wieder die Schüler gefragt – unter der Aufsicht ihres Lehrers Singer.

„Wir haben erst mal die Balken zugesägt und dann nach und nach im Werkraum alles aufgebaut“, erzählt Kristina Kolgega. Die letzte Wand kam allerdings erst im Wald ans Haus, sonst hätte es nicht mehr durch die Tür gepasst. Für ihr Haus haben die Schüler am Ende nicht nur gute Noten in der Prüfung bekommen, ein bisschen stolz sind sie auch: „Es ist schon toll, wenn man hier vorbeiläuft und sieht, was man geschafft hat“, schwärmt Özge Murat.


Die Prüfung

In der Projektprüfung mussten die vier Schüler ihr Holzhaus präsentieren, erklären, wie sie es geplant, vorbereitet und gebaut haben – und ihre Zusammenarbeit in der Gruppe reflektieren.