Waiblingen

Schüsse in Waiblingen? Falscher Notruf löst Einsatz der Polizei aus

Polizei
Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Ein offenbar vorsätzlich falscher Notruf hat in der Nacht auf Freitag einen größeren Polizeieinsatz in Waiblingen ausgelöst. Ein Anrufer hatte dem Polizeirevier Waiblingen gemeldet, dass ein Mann aus einem Gebäude in der Friedrich-Schofer-Straße mehrere Schüsse abgefeuert habe. Das war eine Fehlinformation. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den Anrufer – und prüft, ob ihm die Kosten des Einsatzes auferlegt werden können.

Es war gegen 23.30 Uhr, als der Anrufer den Polizisten von den Schüssen in Waiblingen berichtete. Die zentrale Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Aalen reagierte sofort und zog alle in der Nähe verfügbaren Einsatzkräfte zusammen. Insgesamt trafen laut Polizeisprecher Rudolf Biehlmaier kurz darauf sieben Polizei-Fahrzeuge am vermeintlichen Tatort ein.

Polizistinnen und Polizisten sind für solche Lagen geschult

Die Beamten hatten schwere Schutzausrüstung angelegt. „Die Kollegen sind geschult. Solche Lagen zu trainieren ist ihr täglich Brot“, sagt Biehlmaier unserer Redaktion am Freitagmorgen. Im Zweifel hätten auch noch Kräfte der umliegenden Polizeipräsidien Ludwigsburg, Stuttgart oder Esslingen herangezogen werden können. Das sei aber nicht notwendig gewesen.

Vor Ort habe sich ohnehin schnell herausgestellt: Hier hat niemand Schüsse abgegeben, es habe zu keinem Zeitpunkt eine entsprechende Gefahr bestanden.

Ein Missverständnis oder mutwillige Fehlinformation?

Hat es sich um ein Missverständnis gehandelt oder um eine mutwillige Fehlinformation? Biehlmaier sagt: „Unserer Information nach war der Anrufer gar nicht dort vor Ort. Das war kein Missverständnis, sondern ein komplett vorsätzlicher falscher Anruf. Deshalb haben wir auch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.“

Immer wieder kommt es aus unterschiedlichen Beweggründen vor, dass der Notruf missbräuchlich verwendet wird. Zur Motivation des Anrufers aus der vergangenen Nacht kann die Polizei aber noch keine Auskunft geben. „Wir wissen noch zu wenig über die Hintergründe“, sagt Rudolf Biehlmaier.

Ärgerlich: Die Einsatzkräfte fehlen an anderer Stelle

Fakt ist: Werden alle verfügbaren Streifen in der Umgebung zusammengetrommelt, kommen andere Einsätze zu kurz oder werden aufgeschoben. „Da herrscht eine zeitliche Dringlichkeit, einen Blechunfall müssen wir dann mal warten lassen. Wir können nicht überall gleichzeitig sein“, sagt der Polizeisprecher.

Ein offenbar vorsätzlich falscher Notruf hat in der Nacht auf Freitag einen größeren Polizeieinsatz in Waiblingen ausgelöst. Ein Anrufer hatte dem Polizeirevier Waiblingen gemeldet, dass ein Mann aus einem Gebäude in der Friedrich-Schofer-Straße mehrere Schüsse abgefeuert habe. Das war eine Fehlinformation. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den Anrufer – und prüft, ob ihm die Kosten des Einsatzes auferlegt werden können.

Es war gegen 23.30 Uhr, als der Anrufer den Polizisten von den

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