Waiblingen

Schlagerfans feiern mit Alena

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Mit Talent, Glamour und Glitzer-Mikrofon: Alena aus Hohenacker. © ZVW/Benjamin Büttner

Waiblingen. Die Nacht auf Samstag gehörte Alena, dem Schlagersternchen aus Hohenacker, ihren Angehörigen, Freunden und Fans, und natürlich Hans Derer, dem Chef des Winnender Plattenlabels „Herz 7“. Sie alle waren im Waiblinger Schlosskeller zusammengekommen, um miteinander eine „Große Schlagernacht“ zu feiern.

Sie hatten auch einen guten Grund, um es miteinander ordentlich krachen zu lassen: die Präsentation von Alenas neuer CD mit dem Lied „Im siebten Kleid“. Im kleinen Schwarzen trug die 21-jährige Sängerin, mit bürgerlichem Namen Anna Lena Wiedmann, die fröhliche Ballade um die Seelenqualen bei der Auswahl des richtigen Outfits für das erste Date vor. Geschrieben hatte es kein Geringerer als der in München heimische Willy Klüter. Die Sängerin selbst hatte den jugendlich-frischen Song aus 50 angebotenen Titeln ausgewählt, und dabei ganz offensichtlich eine glückliche Hand bewiesen. Das Publikum im Schlosskeller jedenfalls war begeistert und spendete stürmischen Beifall.

Ein Liedermacher mit nur 14 Jahren

Das Lied ist ab 7. November im Handel und dürfte alle Voraussetzungen mit sich bringen, um den Erfolg von Alenas erster Single „Ein Teil von deinem Herzen“, die aus der Feder des Stuttgarter Allrounders Torsten Bader stammt, noch in den Schatten zu stellen. Und bereits damit ersang sich Alena eine beachtliche Fangemeinde.

Doch nicht nur Alena stieg an diesem Abend auf die Bühne des Schlosskellers. Den Abend eröffnete der ebenfalls vom Winnender Hans Derer betreute 14-jährige Singer-Songwriter Nils Vandeven. Der Finalist bei „Voice Kids“, Gewinner des letztjährigen Sonderpreises beim „Welcome to Europe“ in Rust und Finalist des deutschen Troubadour-Festivals in Stuttgart, brachte mit dem seiner Mutter gewidmeten „Schön, dass es dich gibt“ die Herzen reihenweise zum Schmelzen. Selbstbewusst und routiniert trug er auch seine Titel „Ich mag mich so, wie ich bin“ und „Sternenzelt“ vor. Bei dem im Duett mit Alena vorgetragenen Andrea-Berg-Lied „Einmal Himmel und zurück“ wusste er sich tapfer zu behaupten. Wenn ihm der Stimmbruch nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, wird sein Traum von einer Bühnenkarriere wohl nicht ungelebt bleiben.

Trotz schwarzem Dreiteiler, Fliege und breitestem Schwäbisch von der Münsinger Alb hatte der Auftritt von Michael Gierk keine Spur von hausbackener Behäbigkeit. Im Gegenteil. Mit seinen Eigenschöpfungen „Du bist der blanke Wahnsinn“ und „Top oder Flop“ sowie dem „Griechischen Wein“ von Altmeister Udo Jürgens trieb er das Stimmungsbarometer im Schlosskeller steil nach oben. Dies galt auch für seine Burladinger Landsfrau Lorena, die zunächst ihr eigenes neues Album „Schwerelos“ vorstellte, dann allerdings im Duett mit Alena nicht nur mit „Regenbogenfarben“ in den Fußstapfen von Helene Fischer und Kerstin Ott wandelte, sondern auch die Herzen des Publikums berührte.

Nahtlos fügten sich die Stimmungskanone Mike von Hyke und Bruno Zarella in den Programmablauf. Während der eine Urlaubserinnerungen an Ballermann und Playa del Inglés beim Zuhörer weckte, verlockte der andere zum Träumen von Rimini, Capri und Jesolo. Einen Kontrapunkt setzte John Martin, der auf den Spuren von Elvis und Johnny Cash und Kris Kristofferson in die Ferne schweifte.