Waiblingen

Schlemmen in den Weinbergen trotz Schmuddelwetter

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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin
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Kulinarischer Weinweg in den Stettener Weinbergen. © Benjamin Beytekin

Kernen-Stetten. Es war wohl eher Rotwein-Wetter. Aber auch die Weißen gingen gut beim Kulinarischen Weinweg in den Stettener Weinbergen. Zehn Wengerter und fünf Gastronomen luden ein zum Genießen rund um die Yburg. Bei Wind und Wetter und einer Aussicht auf das Remstal, das sich im Anorak genauso schön anschauen ließ wie immer.

Am Pfingstsonntag schieben sie sich in wetterfester Kleidung, das Probierglas in der Hand, in Massen durch die Weinberge, Leute aus der ganzen Region, die sich auch vom angekündigten Regen nicht abhalten lassen, Stettener Speis und Trank zu probieren. Von Station zu Station, mit den weißen Pagodenzelten und der Yburg als Orientierung, und beobachtet von ein paar Buben, die in einer Ritze des Erinnerungssteins an die Rebflurbereinigung 1971 bis 1975 hocken und die Weinnasen beobachten, wie sie die Berge rauf- und runterkraxeln, in Erwartung des nächsten süffigen Tröpfles.

„Wenn man langsam läuft, geht’s“

Auch Ulrich (68) und Margret (65) Stegmaier aus Kornwestheim laufen schon seit etlichen Jahren den Weinweg ab. Nicht ohne ins Schnaufen zu kommen bei den Steigungsgraden und Stäffeles, „aber wenn man langsam läuft, geht’s“, so der Senior. Runter etwas schwerer als rauf, wegen der Knie. Ein Genuss sei der Kulinarische Weinweg allemal, auch wenn das Wetter nicht ganz passe. Er hat oben bei der Yburg gerade einen Weißburgunder probiert, sie einen etwas lieblicheren Rosé. Beide lassen auf die Stettener Weine nichts kommen, immerhin zieht es sie Jahr für Jahr hierher. Und die Aussicht? „Wie gemalt!“

Barbara Medinger-Schmid vom Weingut Medinger ist derweil ganz einfach „froh, dass es nicht regnet. Unsere tapferen Stammkunden kommen heute halt im Anorak.“ Einen Laufkunden aus den USA klärt sie gerade auf, dass die vielen Parzellen in den Weinbergen durchaus nicht nur einem Wengerter gehören, sondern vielen. Und dass Konkurrenz in Stetten durchaus das Geschäft belebe. „Alle sitzen in einem Boot, ziehen am selben Strang.“ Auch und gerade beim Weinweg. „Die Region muss beworben werden!“ Am Morgen hat sie noch eher Sekt und Weißwein ausgeschenkt, gegen Abend vermehrt Roten, etwa einen Cabernet Cubin Auslese Trocken, Barbara Medinger-Schmids Empfehlung nicht nur dieses Tages.

Windige Tage sind immer noch besser als heiße

Wengerter Jochen Beurer verkauft „zu 80 Prozent Weißen, wie immer“, vor allem Stettener Pulvermächer, den auch die Medingers besonders hervorhoben. Wenngleich sein Mönchberg Spätburgunder Großes Gewächs oder ein Lindhälder, 1. Lage, ebenfalls nicht zu verachten sind. Beurer beantwortet gerade die Frage eines Kunden, wie lange sich Sekt aufheben lasse. Woraufhin der Wengerter empfiehlt, einen lange auf der Hefe verbliebenen 13er nicht zu lange zu lagern. Solche Gespräche führe er heute immer wieder, das Weinwegpublikum sei „sehr interessiert. Die Leute probieren viel, auch mal die Großen Gewächse“. Und das windige Wetter sei immer noch besser als zu heiße Tage.

Beim Kollegen Dieter Konzmann gehen, neben einem frischen, spritzigen Sauvignon Blanc, insgesamt die Roten am besten, wegen des Wetters. Auch die schweren, etwa eine Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Solche einst exotischen Trauben baut er seit 2001 an, und zwar problemlos, vom Ausbau her auch nicht anders als die einheimischen, wenn auch womöglich „mit etwas mehr Arbeit, aber das ist ja unsere Aufgabe“.

Die Mühe lohnt sich, findet Ute Scherer aus Calw, die extra wegen Konzmann kam, den sie vom Weihnachtsmarkt ihrer Heimatstadt kennt. Noch zehn andere Calwer habe sie beim Weinweg getroffen und alle schätzten „die Idee des Schlenderns und Probierens bei schönster Aussicht“. Derweil spricht Moritz Haidle vom renommierten Stettener Weingut seines Vaters Karl auch von den Mühen im Weinberg. Der heiße 15er-Jahrgang, den auch alle seine Kollegen als einen außergewöhnlichen loben, habe zu mehr Alkoholgehalt geführt. Und er musste „gegen zu schwere, zu fette Weine arbeiten, für eine ausgewogene, elegante Mischung“. Was unter anderem bedeutet habe, früher zu ernten. Die Anbaumethoden und -termine also dem Klima des Jahres anzupassen.

Aber so sind sie ohnehin, die Stettener Wengerter: flexibel und anpassungsfähig. Egal ob bei Wind oder bei Hitze. So wie ihre Kunden, die auch den Kulinarischen Weinweg 2016 trotz durchwachsenen Wetters zum Erfolg machten.