Waiblingen

Schub für Tourismus im Remstal

Himmelreich Schlemmer Menü
Das Schlemmermenü in den Gasthäusern im Remstal zählt zu den Klassikern der Fremdenverkehrs-Vermarktung. Die Remstal-Route hat zahlreiche Events geschaffen, die man im Remstal nicht mehr missen möchte: So den Weintreff in der Alten Kelter in Fellbach, der am Wochenende zum 24. Mal stattgefunden hat. Archivfoto: Remstal-Route © siehe Bildtext

Der Verein „Remstal-Tourismus“, vormals Touristikverein Remstal-Route, will an den Erfolg der interkommunalen Remstal-Gartenschau im vergangenen Jahr anknüpfen und den Fremdenverkehr im Remstal auf Touren halten. Das kostet Geld, weshalb die 20 Mitgliedskommunen bereits ihren Beitrag verdoppelt haben. Nicht alle Gemeinderäte waren übrigens begeistert. Auch der Rems-Murr-Kreis hat mit seinem Ja gezögert und im April 2019 die Entscheidung vertagt. Am Montag stimmte der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags der Erhöhung des Beitrags von 21 000 auf 42 000 Euro zu. Einstimmig und ohne Diskussion.

Der Kreis möchte die touristische Vermarktung des Remstals unterstützen, sagte Landrat Dr. Richard Sigel und macht den Kreisräten den höheren Beitrag etwas schmackhafter. Er verwies darauf, dass der Kreis künftig in den Gremien des „Remstal- Tourismus“ mit Sitz und Stimme vertreten sei. So soll der Vorstand von heute 13 auf zehn Mitglieder verkleinert werden. Die Städte und Gemeinden werden vier Mitglieder und zusammen mit der Stimme des Landkreises die Mehrheit im Gremium stellen. Weinbau und Gastronomie haben jeweils zwei Vertreter im Vorstand. Der Geschäftsführer soll zwar einen Sitz im Vorstand haben, aber keine Stimme.

Wie Landrat Richard Sigel sagt, soll mit der Erhöhung des Budgets die sehr erfolgreiche touristische Vermarktung des Remstals und der Marke „Remstal“ fortgesetzt werden. Dazu zählt, dass der Rems-Murr-Kreis enger mit dem Verein verzahnt wird. Schon heute hat beispielsweise die Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald ihren Sitz im Landratsamt in Waiblingen. Sigel kann sich wohl auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Remstal und Schwäbischem Wald in Sachen Fremdenverkehr vorstellen.

Mit der deutlichen Erhöhung der Beiträge seitens der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises nimmt der kommunale Einfluss im Touristikverein zu. Das gefällt nicht allen. Denn der Charme der einstigen Remstal-Route war, dass die Fremdenverkehrsgemeinschaft traditionell vom Engagement der Wengerter und Gastwirte im Remstal getragen wurde. Im Gegensatz zu vielen touristischen Kopfgeburten, die in Rathäusern und Landratsämtern ersonnen wurden, aber nie mit Leben gefüllt werden konnten. Daran hat immer wieder Jürgen Hofer erinnert, der als Weinstädter Oberbürgermeister einer der Väter der Remstal-Route war. Die war 1994 aus Trotz und Ärger gegründet worden, weil die Württemberger Weinstraße das Remstal schnöde links liegengelassen hatte. Bei der Geburtsfeier zum 25-jährigen Bestehen hatte sich Hofer gewünscht, dass auch nach der Umbenennung in „Remstal-Tourismus“ die gute alte „Remstal-Route“ nicht in Vergessenheit gerät. Er appellierte bei der Geburtsfeier, das Besondere an diesem Tourismusverband zu erhalten. Nämlich das Dreigestirn aus engagierten privaten Mitgliedern, den Gastronomen und Wengertern, mit den 20 Kommunen, das seinesgleichen suche.

Der Verein „Remstal-Tourismus“, vormals Touristikverein Remstal-Route, will an den Erfolg der interkommunalen Remstal-Gartenschau im vergangenen Jahr anknüpfen und den Fremdenverkehr im Remstal auf Touren halten. Das kostet Geld, weshalb die 20 Mitgliedskommunen bereits ihren Beitrag verdoppelt haben. Nicht alle Gemeinderäte waren übrigens begeistert. Auch der Rems-Murr-Kreis hat mit seinem Ja gezögert und im April 2019 die Entscheidung vertagt. Am Montag stimmte der Umwelt- und

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper