Waiblingen

Schulen in Waiblingen: Kostenlose Mehrweg-Trinkflasche für alle Erstklässler abgelehnt

Trinkflasche Schule
Eine kostenlose Mehrweg-Trinkflasche als Einschulungsgeschenk für jeden Waiblinger Schüler fordert die ALi-Fraktion. Sie will so mithelfen, Müll durch Einwegflaschen zu vermeiden. © ZVW/Benjamin Büttner

Eine Mehrweg-Trinkflasche aus Edelstahl sollte aus Sicht der Alternativen Liste (ALi) jeder Waiblinger Erstklässler zur Einschulung erhalten. Die Fraktion hatte deshalb im Mai einen Antrag gestellt, der nun in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) diskutiert wurde. Die ALi-Fraktion will auf diese Weise den Einsatz von Einweg-Flaschen in Waiblingen weiter reduzieren und so Müll vermeiden.

Dagmar Metzger erinnerte daran, dass es nach ihrem Wissen nur im Waiblinger Salier-Schulzentrum Trinkwasserspender gebe. An allen anderen Schulen müssten die Kinder ihre Getränke selbst mitbringen. Wenn nun die Stadt für jeden Erstklässler etwa fünf bis sieben Euro in die Hand nehme, könne man für alle bei der Einschulung eine Flasche mit Waiblinger Logo anbieten. Dagmar Metzger findet, dass dies ein positives Zeichen wäre.

Stadtrat Siegfried Bubeck: Trinkflaschen sind Sache der Fördervereine der Schulen

Vertreter anderer Fraktionen sahen dies indes anders. Siegfried Bubeck (FW-DFB-Fraktion) sieht keinen Mangel an Mehrweg-Trinkflaschen bei den jüngeren Kindern. Im Kindergarten, sagt er, seien diese gang und gäbe – und auch an der Grundschule gebe es kein Problem mit Einweg-Getränken. Dies betreffe vielmehr die weiterführenden Schulen.

Den Ansatz, Mehrwegflaschen über die Stadtverwaltung allen Erstklässlern bereitzustellen, hält er für falsch. Er plädiert dafür, dass jede Schulgemeinschaft vor Ort selbst überlegt, welche Geschenke sie zur Einschulung finanzieren will. „Für mich ist das Sache der Fördervereine einer jeden Schule.“

Alternativ-Idee von Daniel Bok (Grünt): Gutscheine für Mehrweg-Trinkflaschen

SPD-Stadtrat Peter Beck sah es ähnlich und verwies darauf, dass jede Schule ein Budget habe, aus dem sie so etwas finanzieren könne. Daniel Bok (Grünt) fand es ebenfalls nicht richtig, pauschal an alle Erstklässler eine Trinkflasche auszugeben. Allenfalls kann er sich vorstellen, jedem Erstklässler einen Gutschein zu geben – und dann könnten alle Eltern, die wirklich Bedarf haben, solch eine Flasche umsonst holen. Die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr betonte indes, dass Beträge von fünf bis sieben Euro pro Flasche letztlich über das Schulbudget finanziert werden können, nach Rücksprache mit dem jeweiligen Förderverein.

Trinkwasserspender sollen in der Rinnenäckerschule und in der Burgschule errichtet werden

Silke Hernadi (FW-DFB) wies darauf hin, dass grundsätzlich jede Schule einen Trinkwasserspender haben könne, wenn sie das will. Grundlage dafür ist laut der Stadtverwaltung ein Beschluss des Schulbeirats vom 7. November 2018. Die Kosten für Kauf und Anschluss übernehmen die Stadt, die Stadtwerke Waiblingen sowie der jeweilige Förderverein der Schule respektive die Eltern. In dem Konzept steht auch, dass Trinkflaschen von den Eltern bereitgestellt werden sollen. Trinkwasserspender gibt es aktuell zwar nur im Salier-Schulzentrum, allerdings wird laut der Stadt die Installation in der Rinnenäckerschule in Waiblingen-Süd sowie in der Burgschule in Hegnach gerade vorbereitet.

Nur drei Stadträte stimmten für den Antrag der Alternativen Liste

Als Dagmar Metzger in der Sitzung des Ausschusses merkte, dass es keine Mehrheit für ihre ursprüngliche Idee gibt, nahm sie den Vorschlag von Stadtrat Daniel Bok auf und beantragte, dass die Stadt Gutscheine für Erstklässler bereitstellt. Dafür stimmten dann trotzdem nur drei Ausschussmitglieder, nämlich die Grünt-Stadträte Iris Förster und Daniel Bok sowie Dagmar Metzger selbst. Die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr versprach indes, das Thema Trinkflaschen in der nächsten Schulleiterkonferenz anzusprechen.

Eine Mehrweg-Trinkflasche aus Edelstahl sollte aus Sicht der Alternativen Liste (ALi) jeder Waiblinger Erstklässler zur Einschulung erhalten. Die Fraktion hatte deshalb im Mai einen Antrag gestellt, der nun in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) diskutiert wurde. Die ALi-Fraktion will auf diese Weise den Einsatz von Einweg-Flaschen in Waiblingen weiter reduzieren und so Müll vermeiden.

Dagmar Metzger erinnerte daran, dass es nach ihrem

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