Waiblingen

Schulen sind gut aufgestellt

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Für die Waiblinger Schüler wird trotz steigender Zahlen auch in Zukunft genügend Platz sein. © Pixabay.com (CC0 Creative Common

Waiblingen. Die Entwicklung der Schülerzahlen, der Raumbestand an den Waiblinger Schulen und die künftige Gestaltung der Ganztagsschulen sind die Schwerpunkte des Schulentwicklungsplanes. Daraus geht hervor: Die Waiblinger Schulen sind in fast allen Punkten gut aufgestellt. Unklar ist weiterhin, ob es an der Friedensschule eine gymnasiale Oberstufe geben wird. Außerdem soll ein Pilotprojekt zur Digitalisierung entwickelt werden.

Bis mindestens Mitte der 2020er Jahre rechnet die Stadt Waiblingen mit einem Anstieg der Schülerzahlen. Das Statistische Landesamt prognostiziert sogar einen durchgängigen Anstieg bis zum Jahr 2035. Grund dafür sind die wieder angestiegene Geburtenrate und der allgemeine Bevölkerungszuwachs. Während die Voraussage für die Grundschulen recht belastbar ist, lässt sich die Verteilung der Schüler auf die weiterführenden Schulen nach Auskunft der Verwaltung nur schlecht abschätzen. Als sicher gilt demnach, dass die Gymnasien einen Zuwachs verzeichnen werden, Prognosen über die Zahl der Real- und Gemeinschaftsschüler hängen von zukünftigen politischen Entwicklungen ab und sind daher wenig aussagekräftig.

Schulen könnten in Zukunft zusammenarbeiten

Was die Stadt aber mit ziemlicher Sicherheit sagen kann: Zu eng wird es den Waiblinger Schülerinnen und Schülern nicht werden. An den Schulen sind genügend Klassenzimmer vorhanden, um die steigenden Zahlen aufzufangen und auf veränderte Schülerströme zu reagieren. In Einzelfällen, so die Verwaltung, könnten Kooperationen zwischen Schulen notwendig werden. Dies könnte beispielsweise nötig werden, wenn die Raumkapazitäten am Staufer-Gymnasium knapp werden. Dann könnte auf das Salier-Schulzentrum ausgewichen werden.

Sieben von neun Grundschulen sind Ganztagesgrundschulen

Auf Bundesebene wird derzeit diskutiert, analog zu Kita-Plätzen einen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung einzuführen. Darauf wäre Waiblingen laut Verwaltung gut vorbereitet: Sieben von neun Grundschulen sind bereits Ganztagesgrundschulen und sechs der sieben weiterführenden Schulen bieten ebenfalls eine Ganztagesbetreuung. Momentan nehmen etwa 60 Prozent der Waiblinger Grundschüler ein Betreuungsangebot wahr.

Oberstufe an Friedensschule weiter unklar

Ob es an der Friedensschule Neustadt eine gymnasiale Oberstufe geben wird, bleibt weiter unklar. Nach Ansicht der Stadt würde die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe die Gemeinschaftsschule insgesamt stabilisieren. Aus eigener Kraft allerdings kann die Friedensschule diesen Weg nicht bestreiten – dazu fehlen Schüler. Angestrebt werden daher Kooperationen mit Gemeinschaftsschulen aus dem Umland. Interesse bekundet hat bislang die Gemeinde Leutenbach; keine der Kommunen hat sich explizit gegen eine Sekundarstufe II in Neustadt ausgesprochen. Die Möglichkeiten werden weiter geprüft.

In Digitalisierung wird investiert

Investiert wird in den kommenden Jahren vor allem in die Digitalisierung der Schulen. Internetanschlüsse sollen verbessert, neue Schulserver eingebaut und Endgeräte in den Informatikräumen erneuert werden. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern der Schulen und der Stadt erarbeitet zurzeit ein Konzept, das einheitliche Standards für alle Waiblinger Schulen in den unterschiedlichen Schulformen vorgeben soll. Wenn bis zur Planung für den Haushalt 2019 keine Fördermittel in Sicht sind, sollen Pilotschulen bestimmt werden. Diese sollen dann exemplarisch ausgestattet werden.

Investiert wird auch in die Sanierung einiger Schulen. Fünf Millionen Euro sind hierfür in den Haushalt eingestellt. Förderanträge für die Sanierung der Friedensschule Neustadt und der Salier-Realschule sind bereits gestellt worden, weitere Projekte werden geprüft.


Inklusion

Auch die Inklusion bleibt ein wichtiges Thema in der Waiblinger Schullandschaft.

So sieht die Comeniusschule als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum die Notwendigkeit, sich zu einer verbindlichen Ganztagsschule weiterzuentwickeln. Dies soll geprüft werden, sobald die Gesetzgebung über die Ganztagsschulen überarbeitet worden ist.

Der Standort an der Christofstraße wird daher weiter benötigt und der Plan, die Comeniusschule an das Staufer-Schulzentrum zu verlegen, wird nicht weiter verfolgt.