Waiblingen

Schulsachen teurer: Emilia Abouqora, Mutter aus Waiblingen, gibt Spar-Tipps

Schulmaterialien
Bei Hess im Waiblinger Gewerbegebiet Eisental gibt es neben Büromöbeln und Büromaterial auch Schulsachen zu kaufen. © ZVW/Alexandra Palmizi

Für Schulsachen bezahlen Eltern in diesem Jahr besonders viel. Schulhefte und Zeichenblöcke haben im Juli laut Statistischem Bundesamt 13,6 Prozent mehr gekostet als noch im Juni. Für Schulranzen müssen in diesem Jahr 4,7 Prozent mehr ausgegeben werden als noch 2021. Emilia Abouqora aus Waiblingen-Neustadt ist Mutter schulpflichtiger Kinder und weiß, dass es gar nicht so leicht ist, bei Schulsachen Geld zu sparen.

Vor Schulbeginn einkaufen kann sie wie viele andere Eltern nicht. „Meine Kinder sind beide jetzt schon im Gymnasium und dort bekommen wir die Liste am ersten Schultag oder kurz davor, deswegen müssen wir mit den Besorgungen noch warten.“ Zum Thema Spartipps kann die Mutter aus Neustadt nur sagen, dass man darauf hoffen sollte, dass etwas von größeren Geschwistern „dageblieben ist“. Schließlich kaufen Eltern oft mehrere Schulhefte, und zum Schluss werden doch nicht alle benötigt. Aber selbst das ist aus Sicht von Emilia Abouqora schwer, weil die Schulen respektive die einzelnen Klassen unterschiedliche Materialien und Hefte auf die Liste schreiben. Sprich: Zu Hause sind zwar Hefte auf Vorrat da, aber eben nicht jene, welche laut Liste verlangt werden.

Materialien mit dem Namen des Kindes beschriften

Was auch hilft, etwas Geld zu sparen, sind Tipps, die gegen das Verlieren von Schulsachen helfen. Emilia Abouqora rät dazu, alle Materialien von den Kindern mit ihrem Namen versehen zu lassen – wie etwa Pinsel, den Farbkasten oder Scheren. Dann weiß der Finder sofort, wem die Dinge gehören – und die Sachen müssen nicht neu gekauft werden.

Einbinden von Büchern mit Plastikumschlägen

Manche Anforderungen der Schule führen indes dazu, dass Eltern zu Schulbeginn mehr Arbeit haben. Das Bücherbinden kann immer ein Aufreger sein, weil nicht wenige Lehrer Plastikumschläge wollen, die aber nicht zu heftig geklebt werden dürfen, weil das wieder die Bücher beschädigt. Und dann müssen die Plastikumschläge ja auch gekauft werden, was wieder für Zusatzausgaben sorgt. Emilia Abouqora kann dem nur beipflichten. „Ich habe das Gefühl, dass ich das nie richtig machen konnte, weil jeder Lehrer etwas anderes erwartet.“

Was die Mutter aus Neustadt auch ärgert, ist der Umstand, dass es zu Schuljahresbeginn so viele unterschiedliche Hefte sind. Kariert mit Rand, ohne Rand, groß kariert, klein und so weiter. Für ein Schuljahr erhält sie eine Liste mit circa 20 Heften (immer mehrere pro Fach), „die man aber bis Ende des Schuljahres nicht verwendet und somit wahrscheinlich auch gar nicht mehr braucht“. Schließlich gibt es im nächsten Jahr wieder eine andere Liste. Emilia Abouqoras Lösung besteht nun darin, einfach nur eines oder höchstens zwei dieser Hefte zu kaufen und eventuell während des Schuljahres nachzukaufen, eben je nach Bedarf. So kann sie auch Geld sparen.

Mutter beklagt, dass sie die Liste mit den Schulsachen spät erhält

In der weiterführenden Schule von ihren Kindern kommt die Liste mit den Schulsachen nach ihrer Auskunft sehr spät, „das ist auch ein Nachteil für mich“. Emilia Abouqora hätte sich gewünscht, dass der Bedarf für das Schuljahr früher bekannt ist, damit sie wirklich in aller Ruhe mit Preisvergleich der Angebote einkaufen kann. „Das wäre mein Verbesserungsvorschlag.“

Die Firma Hess im Gewerbegebiet Eisental in Waiblingen weiß indes aus Erfahrung, dass bei weiterführenden Schulen die Lehrer in der Regel erst zu Beginn des neuen Schuljahres den Schülern mitteilen, welche Materialien sie brauchen. Bei den Grundschulen kann es schon vorkommen, dass vor Beginn der Sommerferien die Bestellung eingeht. Dann gibt es Schulen, die kaufen klassenweise ein – und die werden von Hess direkt beliefert.

Schullistenservice sorgt dafür, dass Eltern nicht zweimal ins Geschäft fahren müssen

Für die Eltern gibt es zu Schuljahresbeginn einen Schullistenservice, mit dem sie vorbestellen und so nur einmal vor Ort vorbeikommen müssen. Dazu fotografieren sie eine Materialliste von der Schule ab, geben Vornamen und Namen sowie die Telefonnummer an und schicken alles per Mail. Die Artikel können dann am nächsten Tag von 10 Uhr an abgeholt werden, insgesamt werden sie für drei Tage zurückgelegt.

Die Firma Hess weiß natürlich, dass Familien durch die allgemeinen Preissteigerungen in diesem Jahr stark belastet sind. Wer in den Laden kommt und sagt, dass er beim Kauf der Schulsachen sparen möchte, erhält auch ein entsprechendes Angebot. Ein Klebestift kann zum Beispiel 1,79 Euro kosten oder 69 Cent, je nach Hersteller. Beim Thema Schulranzen-Verkauf hat Hess früher die Erfahrung gemacht, dass Kunden sich im Geschäft oder auf der eigenen Hausmesse zu Beginn des Jahres beraten lassen, um dann nachher doch das vermeintliche Schnäppchen im Internet zu machen. Hess belohnt deshalb Kunden, die im Geschäft kaufen, mit dem Schulranzenpass, der im Fall der Fälle zu einem kostenlosen Ersatzranzen berechtigt und auch Rabatte für weitere Einkäufe beinhaltet.

Zeit nehmen und so einen Fehlkauf vermeiden

Nicht vermeiden lässt sich aus Sicht des Waiblinger Unternehmens der Ansturm der Eltern und Schüler zu Schuljahresbeginn. In der ersten Schulwoche von Montag, 12. September, bis Freitag, 16. September, hat der Laden deshalb länger geöffnet, nämlich von 9 bis 19 Uhr. Allgemein hat Hess die Erfahrung gemacht, dass es auch zum Nachteil sein kann, wenn Eltern Schulsachen ausschließlich möglichst preiswert einkaufen wollen. Wer zum Beispiel für den Nachwuchs einen neuen Füller braucht, der sollte sich Zeit nehmen und sein Kind mit verschiedenen Modellen schreiben lassen. Erst dann kann man sehen, was wirklich passt – und einen Fehlkauf vermeiden.

Für Schulsachen bezahlen Eltern in diesem Jahr besonders viel. Schulhefte und Zeichenblöcke haben im Juli laut Statistischem Bundesamt 13,6 Prozent mehr gekostet als noch im Juni. Für Schulranzen müssen in diesem Jahr 4,7 Prozent mehr ausgegeben werden als noch 2021. Emilia Abouqora aus Waiblingen-Neustadt ist Mutter schulpflichtiger Kinder und weiß, dass es gar nicht so leicht ist, bei Schulsachen Geld zu sparen.

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Vor Schulbeginn einkaufen kann sie wie viele andere Eltern

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