Waiblingen

Seniorenzentrum Beinstein mit Feier eingeweiht - alle Wohnungen sind belegt

Seniorenzentrum
Das Deutsche Rote Kreuz Stuttgart (DRK) betreibt das Seniorenzentrum Beinstein in der Remsgartenstraße 10. © ZVW/Benjamin Büttner

Mit einer Feier in der Beinsteiner Halle ist das Seniorenzentrum Beinstein nun offiziell eröffnet worden. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz Stuttgart (DRK). Laut Hausleiter Marcel Falk sind alle 16 barrierefreien Wohnungen mittlerweile bewohnt, dort leben sechs, sieben Paare sowie Einzelpersonen. In den nächsten Wochen soll auch die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 22 auf 30 ansteigen. Dann wäre das Pflegeheim voll belegt.

Im Juni oder Juli will sich Marcel Falk um die Cafeteria kümmern, die zum Ort der Begegnung werden soll. Schon fest vereinbart ist, dass der Männerchor des TB Beinstein alle vier Wochen für die Bewohner singt – und auch sonst soll das neue Haus offen für den Austausch mit den Menschen in Beinstein sein. Viele der neuen Bewohner sind schließlich fest in der Ortschaft verwurzelt, weiß die evangelische Pfarrerin Anne Koch, die wie viele andere zur Eröffnungsfeier in der Beinsteiner Halle gekommen ist. Der Schritt, in ein Seniorenzentrum zu ziehen, fällt etwas leichter, wenn die Umgebung vertraut ist.

Männerchor des TB Beinstein singt bei der Feier in der Beinsteiner Halle

Es gibt an diesem Donnerstagabend in der Halle Häppchen, Orangensaft und Sekt, serviert vom Team der Brunnenstuben aus Beinstein. Zehn Herren vom Männerchor des TB Beinstein stehen mit ihrer neuen Chorleiterin Nele Gerhard auf der Bühne, alle in schwarzem Anzug mit roter Fliege, und überraschen das Publikum mit einem Lied aus dem Kongo, das sie auswendig in der ihnen völlig fremden Sprache singen – und am Ende bei der Zugabe erneut vortragen. 100 Jahre wird der Männerchor 2023 alt, im vergangenen Jahr hat ihn Nele Gerhard übernommen. Ihre Bedingung: Es wird auswendig gesungen – und auch in fremden Sprachen.

Fast alle Ortschaften haben jetzt ein Pflegeheim – bis auf Neustadt

Der Waiblinger OB Sebastian Wolf erinnerte daran, dass sich die Stadt bereits 2006 das Ziel gesetzt hat, in allen Ortschaften ein Pflegeheim zu eröffnen. Mit Beinstein steht nun bekanntlich das vierte, jetzt fehlt nur noch Neustadt. „Das fünfte geht bald in Bau.“ Sebastian Wolf ging auch darauf ein, dass bei einem Baugrundstück mitten im Ort wie in der Remsgartenstraße eben auch Rücksicht auf die Belange der Nachbarn genommen werden muss. „Dazu braucht’s auch viel Fingerspitzengefühl.“ Walter Sopp, Präsident des DRK-Kreisverbands Stuttgart, erwähnte den symbolischen Spatenstich, der am 12. Oktober 2020 erfolgt ist. Mittlerweile sei das Haus „im Vollbetrieb“. Für den Juli plant er noch einen Tag der offenen Tür für alle Bürger. „Ich freue mich darauf, im Juli wieder dabei zu sein.“

Bauherrin bei dem Projekt ist die GVS-Unternehmensgruppe aus Rottweil. Sascha Rizzo vom Vertrieb der Firma Mörk erzählte, wie die Firma GVS Consulting einst auf das Leonberger Unternehmen zukam und anbot, das Projekt in Kooperation mit der Beinsteiner Baufirma Berthold Kuhnle schlüsselfertig zu errichten. Kuhnle machte den Rohbau, danach übernahm Mörk. Unterzeichnet worden, sagt Sascha Rizzo, seien die Verträge im Frühjahr 2020, kurz nach Ausbruch der Pandemie.

Die Kosten für das Seniorenzentrum liegen bei 12,328 Millionen Euro

Thomas Grimm, geschäftsführender Gesellschafter der GVS Consulting, lobte mit Blick auf die Umsetzung des Seniorenzentrums nicht zuletzt den Beinsteiner Ortsvorsteher Thilo Schramm, dem er „größten Respekt“ zollt – und der ihm „nachts und am Wochenende“ mit Rat und Tat zur Seite gestanden sei. Auch die Firma Berthold Kuhnle habe während des Projekts durch ihre guten Kontakte in die Bevölkerung manche Wogen glätten können. So sei letztlich alles termingerecht und ohne Kostenüberschreitung fertig geworden. Inklusive Baunebenkosten liegt die Summe bei 12,328 Millionen Euro.

Planung im Überschwemmungsgebiet von Beinstein

Ursprünglich sollte der Bau des Seniorenzentrums Beinstein schon viel früher beginnen. Für das Bebauungsplanverfahren votierte der Ausschuss für Planung, Technik und Umwelt bereits im Sommer 2015 – doch letztlich dauerte alles dann doch Jahre länger. Eine Schwierigkeit bestand etwa darin, dass das Seniorenzentrum im Überschwemmungsgebiet liegt. Doch auch dafür fand sich letztlich eine Lösung.

In den kommenden Monaten wird es nun darum gehen, fürs Seniorenzentrum weitere Kooperationen mit Leben zu füllen. Einen engen Austausch soll es etwa mit dem evangelischen Kindergarten Arche Noah geben, der direkt neben dem Seniorenzentrum liegt. Und obwohl es laut Hausleiter Marcel Falk genug Personal gibt, freut er sich natürlich immer über neue Bewerbungen. In der Pflege, sagt er, gebe es schließlich immer Bedarf.

Mit einer Feier in der Beinsteiner Halle ist das Seniorenzentrum Beinstein nun offiziell eröffnet worden. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz Stuttgart (DRK). Laut Hausleiter Marcel Falk sind alle 16 barrierefreien Wohnungen mittlerweile bewohnt, dort leben sechs, sieben Paare sowie Einzelpersonen. In den nächsten Wochen soll auch die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 22 auf 30 ansteigen. Dann wäre das Pflegeheim voll belegt.

{element}

Im Juni oder Juli will sich Marcel Falk um

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper