Waiblingen

So machen Sie Ihr Auto winterfit

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Der Kfz-Mechaniker Fred Meyer prüft regelmäßig Autos für den ADAC und weiß, worauf es im Winter ankommt. © Palmizi / ZVW
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Die Bremsen werden durchgecheckt. © Palmizi / ZVW
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Bevor die Scheibe nicht komplett frei ist, sollte man nicht losfahren.
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Das Profil der Reifen wird gemessen. © Alexandra Palmizi
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Auch die Ladung der Batterie sollte vor dem Winter überprüft werden. © Alexandra Palmizi
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Die Scheinwerfer werden kontrolliert. © Alexandra Palmizi

Waiblingen. Die Blätter fallen, der Winter naht. Die Tage werden kürzer und auf den Straßen wird es rutschig. Wie Autofahrer ihr Auto jetzt für die kalte Jahreszeit rüsten können, erklärt der Kfz-Mechaniker und ADAC-Prüfdienstleiter Fred Meyer. Mit diesen fünf Tipps fahren Sie sorgenfrei durch den Winter.

Fünf Tipps für den Winter? „Ganz einfach“, sagt Fred Meyer. „Wolke.“ Dann erklärt der Kfz-Mechaniker: „W steht für Wasser, O für Öl, L für Luft, K für Kühlmittel und E für Elektrik.“ Diesen kleinen Merksatz sollte laut dem Fachmann jeder beherrschen, der mit einem Auto unterwegs ist – egal zu welcher Jahreszeit. Natürlich gebe es aber für den Winter Punkte, die besonders zu beachten seien. Hier eine Checkliste:

Für klare Sicht sorgen

Wer auch bei Schnee, gefrorenen Scheiben oder Graupel immer den Durchblick haben will, sollte auf jeden Fall die Scheiben putzen, bevor der Winter richtig da ist. Und zwar von außen und innen, rät der Fachmann. „Staub aus der Klimaanlage setzt sich dort ab und kann Schlieren bilden“, erklärt Meyer. Außerdem sollte das Scheibenwischwasser jetzt mit frostsicherem Scheibenklar aufgefüllt werden. Auch die Wischerblätter sollten dem Auto-Experten zufolge vor dem Winter überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. „Wichtig ist es auch, dass die Wischerblätter im Winter nicht anfrieren“, betont Meyer. Entweder sollte die Scheibe daher mit einer Decke oder Matte abgedeckt werden, oder die Scheibenwischer von der Scheibe gelöst werden, bevor der Frost kommt.

Kühlmittel auffüllen

„Das wird am besten in einer Fachwerkstatt erledigt“, sagt Meyer. Denn ist nicht genügend Kühlmittel vorhanden, kann das Kühlsystem in sehr kalten Wintern einfrieren; Schläuche oder Dichtungen können platzen. Im schlimmsten Fall verursacht dies einen Motorschaden. Normalerweise wird der Kühlerfrostschutz beim Service kontrolliert. Wer sein Auto also ohnehin regelmäßig zum Kundendienst bringt, ist auf der sicheren Seite. Allen anderen rät Meyer vor dem Winter zu einem Besuch in einer Werkstatt.

Mit den richtigen Reifen fahren

Spätestens im November sollten die Reifen gewechselt werden. Sommerreifen sollten in den Keller oder die Garage verschwinden – auf die Straße gehören sie dann jedenfalls nicht mehr. „Mindestens vier Millimeter Profil sollten Winterreifen haben“, betont der Prüfdienstleiter. Sonst hätten sie auf Schnee, Graupel oder Eis keinerlei Nutzen. Wer nicht selbst die Reifen wechseln möchte, sollte frühzeitig einen Termin in einer Werkstatt vereinbaren: Wenn das Wetter schlechter wird und der Andrang größer, steigen natürlich auch die Wartezeiten.

Die Batterie überprüfen

„Im Winter benötigt das Auto mehr Strom als im Sommer“, erläutert Meyer. Elektrische Anlagen, die Heizung, das Licht oder eine eventuelle Zusatzheizung verbrauchten zusätzliche Energie. Wer sein Auto vor dem Winter ohnehin in der Werkstatt hat, sollte daher die Batterie gleich mit überprüfen lassen. Dort kann sie auch nachgeladen werden. „Wer zu Hause ein Ladegerät hat und ein bisschen technisches Verständnis hat, kann das natürlich auch selbst machen“, sagt der Mechaniker. Extra deswegen eine Werkstatt aufzusuchen sei aber nicht notwendig.

Die Beleuchtung kontrollieren

Im Herbst und Winter wird es morgens später hell und abends früher dunkel. Wir fahren also häufiger mit Licht. Deshalb sollte die Elektrik überprüft werden, rät Meyer. Insbesondere sollten Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten getestet werden. „Auch die Einstellung der Scheinwerfer sollte gecheckt werden“, sagt der Experte. Wer jetzt schnell ist, kann noch bis zum 31. Oktober in einer Fachwerkstatt einen kostenlosen Beleuchtungscheck machen lassen. Und wer wirklich ganz sichergehen will, dass sein Auto fit für den Winter ist, der lässt auch gleich noch einen kompletten Winter-Check machen – der ist dann allerdings nicht kostenlos.


Der Experte

Fred Meyer ist Prüfdienstleiter im Auftrag des ADAC. Er ist gelernter Kfz-Mechaniker.

Seit 17 Jahren überprüft er für den ADAC Autos und weiß, worauf es zu jeder Jahreszeit ankommt..

Der mobile ADAC-Prüfstand gastiert noch bis Freitag, 27. Oktober, in Waiblingen, auf dem Parkplatz an der Rundsporthalle.

Dort können Autofahrer von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr die Beleuchtung, die Batterie, die Stoßdämpfer und die Bremsen ihrer Fahrzeuge kostenlos testen lassen.

Wenn die Auto-Experten feststellen, dass etwas nicht funktioniert, verweisen sie an eine Werkstatt. Repariert wird vor Ort nicht.