Waiblingen

So soll zu Fuß gehen in Waiblingen sicherer werden

Fußgängercheck
Am Fußgängerüberweg beim Hochwachtturm haben Fußgänger eine eingeschränkte Sicht. © Gabriel Habermann

Wo Autos die Straße regieren, haben Fußgänger oft das Nachsehen. Mit Hilfe eines externen Fachbüros und von ortskundigen Bürgern hat die Stadt Waiblingen daher neuralgische Punkte unter die Lupe genommen, um mehr Sicherheit für Kinder und Erwachsene zu erreichen, die zu Fuß unterwegs sind.

Nach diesem Fußverkehrs-Check sind Veränderungen unter anderem in der Talstraße, am Alten Postplatz und am Stadtgraben vorgesehen.

Fußgänger und Autofahrer mit eingeschränkter Sicht

So fiel bei einer Begehung der Fußgängerüberweg beim Hochwachtturm auf. Wegen geparkter Fahrzeuge und der Steigung im Straßenverlauf haben Autofahrer und querende Fußgänger nur eine eingeschränkte Sicht. Eine Gefahrenquelle, denn beides führt dazu, dass die jeweils anderen Verkehrsteilnehmer spät gesehen werden.

Die Planersocietät Karlsruhe als im Rahmen des vom Land geförderten Check-Programms eingesetztes Fachbüro empfiehlt an der Stelle „vorgezogene Seitenräume“, mit denen sozusagen der Gehweg in die Straße hinein verbreitert wird. Das soll gewährleisten, dass Fahrzeuge, die wegen Begegnungsverkehr am Stadtgraben warten, nicht auf dem Fußgängerüberweg stehen. Die Wartezone wird dementsprechend wohl nach hinten versetzt.

Neues Konzept für den Alten Postplatz

Kinder auf dem Weg von und zur Wolfgang-Zacher-Schule fühlen sich auf den Verkehrsinseln auf der stark befahrenen Talstraße nicht sicher. Tatsächlich entsprechend die Inseln nicht mehr dem heutigen Standard – sie sind zu schmal. Ein Versuch mit einer improvisierten, breiteren Variante kam gut an.

Damit wird auch die Breite der Fahrbahn, die die Kinder überqueren müssen, reguliert. Dass die Stadt die Inseln im Zuge der anstehenden Neugestaltung verbreitern wird, kann schon als sicher gelten, obwohl die Verwaltung alle im Fußverkehrs-Check vorgeschlagenen Maßnahmen erst noch auf rechtliche und praktische Umsetzung prüfen will. Wegen der übrigen Schulwege wird die Stadt mit der Wolfgang-Zacher-Schule ein umfassendes Konzept erstellen.

Ampelphasen werden geprüft

Auch für den verkehrsberuhigten Bereich am Alten Postplatz soll „langfristig“ ein Konzept für ein besseres Miteinander von Autos, Radlern und Fußgängern kommen – mit Alternativen zu Steinquadern. Ampelphasen kommen auf den Prüfstand.

Verbesserungsvorschläge machen die Planer auch für die Kreuzung Fronackerstraße/Ludwigsburger Straße/Blumenstraße bei Foto Kienzle: Fußgängerüberwege sind dort so angeordnet, dass sie ignoriert werden. Parkende Autos in den Halteverbotszonen sind eher die Regel als die Ausnahme. Durch vorgezogene Seitenräume, neue Fußgängerüberwege und Beschilderung mit dem Verkehrszeichen 102 („Kreuzung oder Einmündung mit Vorfahrt von rechts“) soll die Vorfahrtslage klarer und der Knotenpunkt sicherer werden.

Wo Autos die Straße regieren, haben Fußgänger oft das Nachsehen. Mit Hilfe eines externen Fachbüros und von ortskundigen Bürgern hat die Stadt Waiblingen daher neuralgische Punkte unter die Lupe genommen, um mehr Sicherheit für Kinder und Erwachsene zu erreichen, die zu Fuß unterwegs sind.

Nach diesem Fußverkehrs-Check sind Veränderungen unter anderem in der Talstraße, am Alten Postplatz und am Stadtgraben vorgesehen.

Fußgänger und Autofahrer mit eingeschränkter

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