Waiblingen

So viel kosten künftig Corona-Schnelltests in Waiblingen

Testbus
Der Testbus auf dem Areal unweit der Central-Apotheke bleibt vorerst stehen. © Gabriel Habermann

Definitiv werden Corona-Schnelltests von 11. Oktober an nicht mehr kostenlos sein. Dies legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest, die damit einen Bund-Länder-Beschluss umsetzt. Was passiert mit den vielen Testmöglichkeiten in Waiblingen? Und wie viel werden Antigen-Schnelltests künftig kosten? Die Lokalredaktion hat sich hierzu umgehört.

„Uns ist es wichtig, dass das Angebot weiterhin niederschwellig bleibt“, sagt Apotheker Patrick Pfeifer von der Central-Apotheke auf Nachfrage der Redaktion. Er betreibt mit seinen Brüdern, den Hautärzten Dr. Frederick Pfeifer und Dr. Sebastian Pfeifer, mehrere Testmöglichkeiten in der Stadt und im Umkreis – dazu zählen das Bürgerzentrum sowie Testbusse auf dem ehemaligen Gelände der Avia-Tankstelle unweit der Central-Apotheke sowie in Schorndorf auf dem Bantel-Parkplatz und in Fellbach unweit des Toom-Baumarkts. Die Corona-Schnellteststationen sollen auch nach dem 10. Oktober erhalten bleiben. Auch an den Zeiten soll sich vorerst nichts ändern. Aktuell können dort von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends Termine für einen Corona-Schnelltest gebucht werden – entweder online über die Terminbuchungsseite des Landkreises oder handschriftlich per Zettel und Papier, wer über keinen Internetzugang verfügt, betont Pfeifer.

PCR-Tests im Bürgerzentrum

Im Bürgerzentrum bietet Patrick Pfeifer und sein Team darüber hinaus PCR-Tests an. Hierzu besteht eine Kooperation mit der Stadt für Schüler und Kindergartenkinder, die sich nach einem positiven Schnelltestergebnis an der Schule dort erneut testen lassen können, um per PCR-Ergebnis Gewissheit zu haben. Insgesamt wurden laut Oberbürgermeister Andreas Hesky bisher 50 PCR-Tests zur Nachtestung positiver Antigen-Schnelltests oder Selbsttests vorgenommen. Davon seien 39 PCR-Tests an Kindern von Waiblinger Schulen und elf an Kindern, die in Kindertagesstätten betreut werden, durchgeführt worden.

Von den 39 PCR-Tests bei Schulkindern wurden 13 positive Schnelltests bestätigt, was bedeutet, dass sich diese Kinder tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Bei den Kita-Kindern waren alle positiven Schnelltests/Selbsttests in der PCR-Verifizierung negativ, so Hesky.

Die PCR-Tests stehen auch Ungeimpften (Selbstzahler) zur Verfügung, sobald die PCR-Testpflicht für bestimmte Bereiche in Kraft tritt, nachdem sich die Situation in den Krankenhäusern zuspitzt und eine entsprechende Warnstufe vom Land ausgerufen wird.

Das kosten die Tests künftig

Doch was werden die Antigen-Schnelltests künftig kosten, wenn diese nicht mehr durch Steuergelder finanziert werden? Genau kann das Apotheker Patrick Pfeifer noch nicht sagen, er geht aber von einem Betrag von zehn bis 15 Euro aus, sagt er im Gespräch mit der Lokalredaktion.

Die Testangebote werden nach wie vor gut genutzt, meint er. Auch Menschen, die vollständig geimpft sind, lassen sich immer wieder testen, um Gewissheit zu haben, dass sie nicht Überträger einer möglichen Corona-Infektion sind.

Diese Personengruppen zahlen nichts

Nicht für alle Menschen werden die Antigen-Schnelltests künftig kostenpflichtig sein. Personengruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und für die ein Arzt dies attestieren kann, bezahlen auch nach dem 10. Oktober weiterhin nichts für Antigen-Schnelltests. Hierzu zählen etwa auch Kinder bis zum Alter von elf Jahren, für die es bislang keine generelle Impfempfehlung durch die Stiko gibt.

Eine Übergangsfrist soll es laut Verordnung für Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren geben, die sich inzwischen impfen lassen können. Sie können sich bis 31. Dezember mindestens einmal pro Woche testen lassen. Dies gilt auch für Schwangere.

Demnach werden die Schnelltests für diejenigen kostenpflichtig, die sich theoretisch impfen lassen können, es aber nicht machen möchten.

Ende der Teststation bei Tanzschule?

Sicher ist es noch nicht, aber Fun-and-Dance-Tanzschulleiter Daniel Zambon geht davon aus, dass die Teststation an der Tanzschule in der Max-Eyth-Straße, die der Neckar Käpt’n betreibt, mit Ablauf der kostenlosen Teststrategie schließen wird. So hatte es zumindest der Betreiber vor einiger Zeit angekündigt. Aktuell habe dieser aber noch „kein offizielles Ende bekanntgegeben“, sagt Zambon auf Nachfrage der Lokalredaktion.

Definitiv werden Corona-Schnelltests von 11. Oktober an nicht mehr kostenlos sein. Dies legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest, die damit einen Bund-Länder-Beschluss umsetzt. Was passiert mit den vielen Testmöglichkeiten in Waiblingen? Und wie viel werden Antigen-Schnelltests künftig kosten? Die Lokalredaktion hat sich hierzu umgehört.

„Uns ist es wichtig, dass das Angebot weiterhin niederschwellig bleibt“, sagt Apotheker Patrick Pfeifer von der

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