Waiblingen

Sozialer Wohnungsbau beim Waiblinger Freibad: Stihl-Stiftung spendet vier Millionen

Sportkindergarten
Auf dieser Fläche beim Freibad sollen 25 geförderte Sozialwohnungen gebaut werden. © ALEXANDRA PALMIZI

Während der Corona-Pandemie ist die Wohnungsnot in der Region Stuttgart nicht geringer geworden – eher im Gegenteil. Bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bekommt die Stadt Waiblingen nun finanzstarke Hilfe von der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung: Satte vier Millionen Euro spendet sie für den Bau von 25 geförderten Wohnungen an der Schorndorfer Straße. Die Gebäude sollen zwischen dem Freibad und dem neuen Sport-Kindergarten entstehen.

Schon seit einigen Jahren stellt die Stadt Überlegungen an, das Grundstück für dringend gebrauchten günstigen Wohnraum zu nutzen. Um die Spende rasch investieren zu können, soll das Projekt nun konkret angepackt werden. Erste Planungen für die Häuser sollen die Ratsgremien im Herbst zu sehen bekommen. Den Bau einer benachbarten, viergruppigen Kindertagesstätte, die mit Sport-Schwerpunkt in Kooperation mit dem VfL Waiblingen betrieben werden soll, hatte der Gemeinderat im Mai beschlossen.

Stadt Waiblingen zahlt deutlich kleineren Anteil

Neben dem Freibad sind 25 geförderte Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 1500 Quadratmetern sowie eine Tiefgarage vorgesehen. Auf der Basis von vergleichbaren Projekten geht die Verwaltung davon aus, dass die Kosten sich auf 3500 bis 4000 Euro für den Quadratmeter belaufen werden. Daraus ergäben sich zu erwartende Gesamtkosten von 5,3 bis sechs Millionen Euro. Einen städtischen Beitrag wird es also höchstwahrscheinlich geben, der Löwenanteil jedoch kommt von der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung. Zumal sich durch das Landeswohnraumförderprogramm der städtische Beitrag wohl noch reduziert, wird der Wohnungsbau an der Schorndorfer Straße für die Stadt zum Schnäppchen.

Im unwahrscheinlichen Fall, dass der Bau günstiger werden sollte, würde sich die Spende entsprechend reduzieren. Damit rechnet niemand. Rein rechtlich gilt die Spende Stand jetzt als „in Aussicht gestellt“. Verwirklicht wird sie nach weitere Planung und Kostenschätzung durch einen Vertrag zwischen Stadt und Stiftung.

Größte Spende bisher

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon einmal eine derart hohe Spende bekommen hätten“, sagt Oberbürgermeister Andreas Hesky. Die immer wieder großzügigen Förderungen im kulturellen, künstlerischen oder sozialen Bereich hätten in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, das Profil der Stadt zu schärfen. Nun also dieser hohe Betrag für eine Problematik, die im Fokus der Politik stehe – den Wohnungsbau. Passend zum Resultat einer Umfrage baden-württembergischer Tageszeitungen: „Bezahlbarer Wohnraum ist die größte Sorge im Südwesten.“ Der Rathauschef und der Gemeinderat drückten ihren Dank aus.

Kunst und Kultur gefördert

Die wohl sichtbarsten Zuwendungen der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung an die Stadt sind der Beitrag zur Galerie Stihl sowie Stephan Balkenhols Kunstwerke wie der „Mann auf Seepferdchen“ und der Mann am Kreisel Neustädter Straße. Die Initiative zur Förderung der Vereine in Zeiten von Corona haben Stadt und Stiftung 2021 neu aufgelegt. Vereine können unbürokratisch Hilfen beantragen. Der Waiblinger Kultursommer vom 3. bis 12. September 2021 mit den „Fantastischen Vier“ und anderen Künstlern geht auf einen Impuls der Stiftung zurück. „Die Aussicht auf eine substanzielle Förderung ermöglichte es der Stadt, groß zu denken“, teilt diese neulich mit.

Die auf dem ehemaligen Grundstück der Stadtwerke mit Beschäftigten-Unterkunft einmal geplante Interims-Kita wurde nicht weiter verfolgt, nachdem sich die Kosten für ein Provisorium als ungebührlich hoch erwiesen hatten. Erschlossen werden die Wohngebäude über die Straße, die um die Kita herumführt und an einem Kreisverkehr in die Tiefgarage mündet.

Während der Corona-Pandemie ist die Wohnungsnot in der Region Stuttgart nicht geringer geworden – eher im Gegenteil. Bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bekommt die Stadt Waiblingen nun finanzstarke Hilfe von der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung: Satte vier Millionen Euro spendet sie für den Bau von 25 geförderten Wohnungen an der Schorndorfer Straße. Die Gebäude sollen zwischen dem Freibad und dem neuen Sport-Kindergarten entstehen.

Schon seit einigen Jahren stellt die Stadt

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