Waiblingen

SPD: Gegen Verkehrsprobleme hilft kein Nordostring

Stau
Stau in der Hegnacher Neckarstraße. © Schneider / ZVW / Archiv

Waiblingen.
„Es gibt immer noch Leute, die davon träumen, die Verkehrsprobleme mit einem Nordostring lösen zu können“: Kritisch reagiert hat die Waiblinger SPD-Fraktion auf die gemeinsame Forderung der Freie-Wähler-Gemeinderatsfraktionen von Stuttgart, Ludwigsburg, Waiblingen und Remseck, das Land möge in die Planung und Realisierung von Nordostring und Filderauffahrt einsteigen (wir berichteten). Drängender sei der Ausbau der B 14 in Richtung Backnang und anschließend des Zubringers Richtung Mundelsheim. Auch die Brückenkapazität über den Neckar in Remseck müsse dringend durch eine einfache weitere Brücke erhöht werden. „Wenn das in den nächsten zehn Jahren erledigt wäre, hätten wir auch in Waiblingen spürbare Erleichterungen“, so die SPD. Sie fordert: „Keine naiven Träumereien und weniger über Nebenkriegsschauplätze diskutieren.“ Gegen Staus und schlechte Luft seien mehr und bessere Bus- und Bahnverbindungen vonnöten, ebenso neue Konzepte zur Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse in einem Ballungsraum.

SPD: Erhoffte Verbesserungen "naiv" und "lächerlich"

Als „naiv“ und „lächerlich“ bezeichnet die SPD die erhofften Verbesserungen durch den Nordostring und die Filderauffahrt. „Man führe sich vor Augen, dass mit dem Ausbau der B 14 in den 70er Jahren begonnen wurde und an einer Vierspurigkeit bis Backnang immer noch geplant und gebaut wird“, schreibt die SPD. In Ludwigsburg sollten mit einem Nordostring sogar Fahrverbote vermieden werden. Bevor ein Nordostring gebaut wäre, wäre die gesamte Pkw-Flotte längst auf Elektroantrieb umgestellt. Die geforderte Verbindung zwischen A 8 und A 81 könne zwar zu einer Verkehrsentlastung in Stuttgart führen, doch sie würde Verkehr ins Remstal bringen. „Es scheint auch naiv, eine zwei- oder dreispurige untertunnelte Straße durchs Schmidener Feld zu fordern“, so die SPD: „Falls der Bund mitmachen sollte, wird er nur eine vierspurige Bundesstraße bauen und wohl kaum einen Tunnel auf ebenem Feld finanzieren.“