Waiblingen

Sperrungen und Baustellen auf der B14

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Symbolbild. © Mathias Ellwanger
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Belagsarbeiten auf der B 14. © Mathias Ellwanger
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Belagsarbeiten auf der B 14. © Mathias Ellwanger
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Belagsarbeiten auf der B 14. © Mathias Ellwanger
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Baustelle_2sp_NEU © ZVW

Waiblingen/Stuttgart. Dieses Wochenende kommt es für Staugeplagte ganz dicke. Wem es einfallen sollte, etwa von Winnenden aus nach Stuttgart in die Innenstadt fahren zu wollen, der wird gleich zweimal kräftig abgebremst. Am besten, er schleicht sich auf alten Wegen gen Landeshauptstadt.

Quelle: Gabriel Habermann / www.eisenbahn.tv

Noch besser freilich ist, er nimmt gleich Bus und S-Bahn. Die Stuttgarter werden es ihm danken, sie haben eh dicke Luft – der Feinstaub. Die erste Verkehrsverdickung ist die Folge der Belagssanierung der B 14 zwischen Ausfahrt Schwaikheim und Anschlussstelle Waiblingen-Mitte. Wie schon bei der Sanierung der B 29 wird der Verkehr jetzt am Freitag und an den kommenden beiden Wochenenden einspurig auf die Gegenfahrbahn geleitet.

War die Fahrbahndecke wirklich schon so schlecht?

Die gleiche Diskussion wie bei der Sanierung der B 29. Auch da schien oberflächlich alles in Ordnung. Die Zyklen aber werden kürzer. RP-Sprecher Matthias Kreuzinger verweist auf die Zahlen. Die B 14 werde durch „sehr hohen Verkehr“ belastet, dabei sei auch viel Schwerverkehr. Folge sind Netzrisse, zum Teil auch Durchbrüche. Die Straßenbautechniker verlassen sich dabei nicht auf ihren Augenschein, sondern bohren zudem Kerne aus der Fahrbahn.

Rücksichtnahme? Warum wird an den Wochenenden gearbeitet?

Noch in schlechter Erinnerung ist die wochenlange Staulage im Remstal, bei der B- 29-Sanierung. In starken Verkehrszeiten ging wochein, wochaus eine halbe Stunde verloren. Egal, ob man einen Schleichweg wählte oder sich auf der einen verbliebenen Spur durchquälte. Jetzt werden die Arbeiten auf zwei Freitage und Wochenenden konzentriert. Wie übrigens letztes Jahr schon bei der Sanierung der B-14-Gegenfahrbahn. Die Abschnitte sind freilich kürzer. Reagierte das Regierungspräsidium als Auftraggeber auf das Ächzen und Stöhnen, das mit der B-29-Sanierung laut vernehmlich war? „Wir haben draus gelernt“, sagt der RP-Sprecher Matthias Kreuzinger. In letzter Zeit wurden viele Sanierungsvorhaben so gestückelt, dass die Arbeiten auf die Wochenenden konzentriert werden konnten. Der planerische Aufwand ist nicht gering.

Ist die Bauweise übers Wochenende nicht viel teurer?

Müsste man meinen, weil rund um die Uhr gearbeitet wird und damit womöglich Nacht- und Wochenendzuschläge hinzukommen. Der RP-Sprecher sagt, „das hebt sich kostenmäßig fast auf“ durch die Konzentration auf kleinere Abschnitte. Freilich müssten dann die Arbeiten eng verzahnt werden, etwa auch mit dem Richten der Auffahrten selbst. Kompaktbauweise wird das genannt, es geschieht in einem Mehrschichtbetrieb, bei dem Personal wie Material doppelt vorgehalten werden. Und das rund um die Uhr. Plagt dann der Lärm die Anwohner der Korber Höhe? „Das kann sein“, spricht der Pressesprecher.

Kommt Flüsterasphalt zum Einsatz?

Verbaut wird nicht Flüsterasphalt, sondern ein hochwertiges Splitt-Mastix-Material, das deutlich leiser sei als der alte Belag. Das Lauteste bei heutigen Autos ist mittlerweile das Abrollgeräusch, nicht mehr der Motorenlärm. Da zeige sich Splitt-Mastix „leicht lärmschluckend“.