Waiblingen

Spiel- und Spaßmobil hat sich auf Corona eingestellt und ist wieder in Waiblingen unterwegs

Spiel- und Spaßmobil
Holzschlange „Clemens“ ist 1,5 Meter lang: Wie der Corona-Abstand. Alexander Vetter (2. v. l.) und die FSJler Marvin Otto und Francesca Böck. © Keziban Bitek

Das Spiel- und Spaßmobil der Kinder- und Jugendförderung ist nach der Corona-Pause wieder am Start. Seit zwei Wochen fährt das Mobil wieder bestimmte Standorte in Waiblingen und den Teilorten an, um Kinder mit Bastel- und Unterhaltungstipps zu versorgen. Das Team besteht aus Sozialpädagoge Alexander Vetter sowie Marvin Otto und Francesca Böck, die sich im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) einbringen.

Anderthalb Meter lange Schlange 

Corona ist natürlich auch hier Thema: Damit jedes Kind sich vorstellen kann, wie viel Abstand man zueinander einhalten soll, hat Marvin Otto eine anderthalb Meter lange kunterbunte Schlange aus Holz gebastelt. „Clemens“, auf diesen Namen hat sie der Sozialpädagoge Alexander Vetter getauft. In einem Bereich, der mindestens 100 Quadratmeter groß ist, bietet das Team die Aktivitäten an.

Händewaschen an der Holz-Spülstation

Und noch etwas hat das Team wegen Corona gebaut: eine eigene Waschstation aus Holz. Reichlich Flüssighandseife und Papiertücher zum Händeabtrocknen stehen bereit. Das Händewaschen ist in Zeiten von Corona das A und O. Jedes Kind muss nun auch beim Spielmobil erst mal seine Hände waschen. Dann kann es sich aussuchen, was es basteln möchte.

Während Marvin Otto und Francesca Böck die Materialien vorbereiten, erfasst Alexander Vetter die Kontaktdaten. Das mag für viele Bereiche in der Corona-Zeit neu gewesen sein – doch nicht für das Spiel- und Spaßmobil. Auch vor der Pandemie hätten sie sich die Namen und Adressen der Kinder für die eigene Statistik aufgeschrieben.

Seit der neuen Verordnung dürfen 20 Kinder kommen

Und wie wird das Angebot nach der Pause angenommen? „Es läuft eigentlich gut“, sagt Sozialpädagoge Vetter. Zu Anfang der Woche sei es in Hegnach so gut besucht gewesen, dass er viele Kinder zurückschicken musste. Denn: Bis Ende Juni durfte das Team nur acht Kinder beschäftigen. Das hat sich mit der neuen Verordnung geändert, nun dürfen 20 Kinder gleichzeitig zum Mobil kommen.

Die Nachfrage ist an jedem Ort unterschiedlich

Die Nachfrage unterscheide sich an jedem Standort. Während in Bittenfeld in den vergangenen Tagen das schöne Wetter und das Freibad die meisten Kinder angezogen und damit vom Spielmobil ferngehalten haben, hat in Hohenacker das regnerische Wetter einen Strich durch die Rechnung des Teams gemacht. „Was machen die da?“, fragt ein Mädchen beim Vorlaufen in Hohenacker ihren Opa. Sie bleibt für eine kurze Weile stehen, schützt sich mit ihrem bunten Regenschirm vor der Nässe und begutachtet das Spiel- und Spaßmobil. Doch fürs Ausprobieren habe sie keine Zeit, so der Opa, nachdem Alexander Vetter sie einlädt, denn das Geschwisterchen müsse vom „Kindi“ abgeholt werden.

Sehr gut sei es auf dem Spielplatz unterhalb des Marienheims gelaufen, erzählt Vetter. Dort kämen viele Kinder, die in der Anschlussunterbringung für Flüchtlinge leben – aber nicht nur. „Die warten schon immer auf uns.“ „Die Kinder stehen Schlange und helfen beim Aufbauen.“

Bälle und Fahrgeräte noch nicht erlaubt

Was dem Pädagogen aktuell sofort ins Auge fällt: dass viele Kinder durch die Corona-Einschränkungen ein Bewegungsdefizit haben. Normalerweise biete das Team neben Basteleien auch Bewegungsangebote an, etwa Bälle und verschiedene Fahrgeräte wie Dreiräder. Das ist jetzt allerdings noch nicht erlaubt.

Hygiene: Uno-Karten einlaminiert

Damit die Besucher des Spiel- und Spaßmobils weiterhin „Uno“ spielen können, haben die Mitarbeiter die Karten einlaminiert. So können die Karten nach jedem Spiel desinfiziert werden.

Basteltüten für die Kinder

Alexander Vetter sind in den zwei Wochen neue Ideen eingefallen. Jedoch müsse er zuerst überprüfen, welche von diesen sich mit den neuesten Verordnungen vereinbaren lassen. „Wir haben viel Büroarbeit gemacht – gerade in der Corona-Zeit“, sagt die FSJlerin Francesca Böck. Mit ihrem Kollegen hat sie für die Kinder aber auch Basteltüten gestaltet und schließlich von Tür zu Tür verteilt, für die Beschäftigung während der langen Zeit zu Hause.

Auch für das Mobil-Team sei die Corona-Zeit zunächst frustrierend gewesen. Sie hatten schon Programme und Ferienangebote für die Oster- und Pfingstferien geplant, die schließlich nicht stattfinden durften. Auch für seine beiden FSJler findet Sozialpädagoge Vetter es schade, denn seit ihrem Start im Oktober hätten die beiden hauptsächlich die Arbeit im Winter und in geschlossenen Räumen miterlebt. Noch im Februar habe das Team sich über den Gedanken gefreut, wieder die Außenstandorte anfahren zu können. Doch dann war wegen Corona erst mal alles anders.

Das Spiel- und Spaßmobil der Kinder- und Jugendförderung ist nach der Corona-Pause wieder am Start. Seit zwei Wochen fährt das Mobil wieder bestimmte Standorte in Waiblingen und den Teilorten an, um Kinder mit Bastel- und Unterhaltungstipps zu versorgen. Das Team besteht aus Sozialpädagoge Alexander Vetter sowie Marvin Otto und Francesca Böck, die sich im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) einbringen.

Anderthalb Meter lange Schlange 

Corona ist natürlich auch

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