Waiblingen

SSV Hohenacker: Diese Corona-Regeln gelten beim Training im Verein

Sportverein
Seit kurzem wieder möglich: Handballerinnen beim Training in der Halle. © ALEXANDRA PALMIZI

Dank niedriger Inzidenzzahlen dürfen Sportanlagen und Sportstätten wieder genutzt werden. „Die Freude ist riesig, ganz besonders unter den Jugendlichen“, sagt Uli Nefzer, Vorsitzender des SSV Hohenacker. Kleinere Vereine wie den SSV, der derzeit rund 850 Mitglieder zählt, darunter circa 400 aktive Sportler, stellen die aktuellen und sich häufig ändernden Regeln zum Infektionsschutz beim Trainingsbetrieb aber vor große organisatorische Herausforderungen.

Am Montag, 7. Juni, haben die Handballer des Vereins sowie zwei Gruppen der Abteilung Turnen das Training wieder aufgenommen, zunächst im Freien. „Die ersten drei Tage galt auch für das Training draußen noch die Testpflicht“, sagt Nezfer. Das bedeutet: Wer sporteln wollte, musste ein negatives Schnelltestergebnis vorweisen, nicht älter als 24 Stunden. Große Vereine haben teilweise eigene Testzentren eingerichtet, wie zum Beispiel der VfL Waiblingen zusammen mit dem FSV Waiblingen. In Hohenacker dagegen ist es nicht so einfach, denn die dortige Teststelle ist nur donnerstags und samstags geöffnet. „An anderen Tagen müssen die Mitglieder nach Waiblingen oder in eine andere Ortschaft fahren, um sich testen zu lassen. Viele sind dazu bereit, doch es gibt auch einige, denen dieser Aufwand für eine Stunde Training am Abend zu groß ist“, sagt Nefzer.

Training in der Sporthalle ist wieder möglich

Im Freien gilt die Testpflicht inzwischen nicht mehr, doch für das Training in der Halle, das die Sportler des SSV Hohenacker am Montag, 14. Juni, wieder aufgenommen haben, ist ein negatives Testergebnis nach wie vor Voraussetzung für alle Sportler ab sechs Jahren.

Außerdem gelten weitere Regeln für das Training in der Sporthalle: So dürfen maximal 20 Erwachsene inklusive Trainer gleichzeitig gemeinsam trainieren, vollständig Geimpfte zählen dabei nicht mit. „Wir sind deshalb gerade dabei, die geimpften Mitglieder zentral in der Geschäftsstelle zu erfassen, doch auch das ist ein verwaltungstechnischer Aufwand“, sagt der Vereinsvorsitzende. Dennoch kann es bei großen Gruppen nötig sein, diese zu teilen, erklärt Nefzer. Die Obergrenze von 20 Teilnehmern gilt auch für das Training der Kinder, allerdings zählen in diesem Fall die Trainer nicht mit.

Auch beim Training selbst müssen Hygienevorschriften eingehalten werden. So müssen etwa Matten und Geräte nach jeder Benutzung mit einem seifenhaltigen Reinigungsmittel sauber gemacht werden. „Idealerweise sollten die Mitglieder deshalb ihre eigenen Matten mitbringen und möglichst wenig Geräte verwendet werden.“ Vor allem beim Turnen sei das aber schwierig.

Verein verzeichnet einige Austritte

Während alle Handballmannschaften inzwischen wieder trainieren, sind es nur rund 60 Prozent der Turngruppen, sagt Nefzer. „Manchen Trainern, die noch nicht geimpft sind, ist das Risiko im Moment noch zu hoch.“ Das sei verständlich, führe jedoch auch zu Unmut: „Nachdem wir lange stabile Mitgliederzahlen hatten, gibt es zurzeit leider einige Austritte.“ Er hoffe, dass sich die Zahl in einem niedrigen Prozentsatz halte, dennoch tue ihm und dem Verein jedes Mitglied weniger weh.

Insgesamt aber überwiege das positive Feedback die negativen Reaktionen bei weitem, die meisten freuten sich, endlich wieder trainieren zu können und dadurch etwas Normalität zurückzubekommen. Ein Wermutstropfen ist für Nefzer, dass der neue Spielplatz noch nicht voll genutzt werden kann: „Da im privaten Bereich nach wie vor einige Kontaktbeschränkungen gelten, können die Mitglieder einer Mannschaft zum Beispiel nicht nach dem Training alle gemeinsam mit ihren Familien auf den Spielplatz gehen.“

Dank niedriger Inzidenzzahlen dürfen Sportanlagen und Sportstätten wieder genutzt werden. „Die Freude ist riesig, ganz besonders unter den Jugendlichen“, sagt Uli Nefzer, Vorsitzender des SSV Hohenacker. Kleinere Vereine wie den SSV, der derzeit rund 850 Mitglieder zählt, darunter circa 400 aktive Sportler, stellen die aktuellen und sich häufig ändernden Regeln zum Infektionsschutz beim Trainingsbetrieb aber vor große organisatorische Herausforderungen.

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Am Montag, 7. Juni,

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