Waiblingen

Stadt Waiblingen erhält Bewerbungen nach Kita-Kampagne

Kitapersonal Plakatkampagne
Eines der Plakate, mit denen die Stadt in der ersten Kampagnenphase im Frühsommer Kita-Personal gewinnen wollte (Archivfoto). © Hertwig

Ab Ende August werden in Waiblingen, sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortschaften, erneut Plakate zu sehen sein, mit denen die Stadt nach neuem Kita-Personal sucht. Erzieherinnen und Erzieher werden dringend gebraucht. Doch was bringt die Werbekampagne, die noch weitere Maßnahmen umfasst, und für die schon Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich aufgelaufen sind? Die Stadt teilt nun auf Anfrage mit: Ja, man habe bereits Bewerbungen „in Bezug auf die Kampagne erhalten“.

Eine vollständige Auswertung gibt es noch nicht. Immerhin läuft die Kampagne noch. Neben den Plakaten, die ursprünglich im Juli zum zweiten Mal angebracht werden sollten und nun ab Ende dieses Monats wieder für die Waiblinger Kitas und die Stadt als Arbeitgeberin werben werden, soll die Kampagne „im nächsten Schritt in sozialen Medien ausgespielt werden“, so Carolin Buchen, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Bildung und Erziehung bei der Stadt Waiblingen. „Danach soll die Wirksamkeit ausgewertet werden.“

Noch kein Ergebnis für Anwerbung an Hochschulen

Zur Personal-Kampagne gehören neben den Plakaten, die im Frühsommer unter anderem am Bahnhof zu sehen waren, unter anderem Brückenbanner. Außerdem sollen Anwerbemaßnahmen an Hochschulen im Großraum Stuttgart stattfinden, um Studierende auf die Waiblinger Kitas aufmerksam zu machen. Hat das schon gefruchtet? Carolin Buchen teilt dazu mit: „Die Stadt Waiblingen steht hier weiter im Austausch mit den jeweiligen Hochschulen. Aktuell konnte hierzu noch kein nennenswertes Ergebnis ausgewertet werden.“

Kosten: Bislang 40.000 Euro, finanziert vom Land

Die Kampagne, die die Stadt mit der Agentur „Urban Propaganda“ aus Stuttgart entwickelt hat, hat laut Buchen bislang rund 40.000 Euro gekostet. Sie werde aber über eine Landesförderung gegenfinanziert, so die stellvertretende Fachbereichsleiterin. Seit Herbst 2021 ist die Stadt Waiblingen nämlich beim „Trägerspezifischen innovativen Projekt“ (TiP) des Landes Baden-Württemberg dabei - als eine von mehreren Kommunen im Südwesten, darunter aus der näheren Umgebung Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg und Schwäbisch Gmünd. Waiblingen kann hier - wie die anderen Projektstandorte auch - laut einer Seite des Kultusministeriums pro Jahr bis zu 400.000 Euro erhalten.

Die Personalkampagne ist laut Carolin Buchen eine Säule davon. In einer Projektbeschreibung für Waiblingen heißt es: „Zur Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Personal sollen Weiterqualifizierungen, Teamentwicklungsmaßnahmen, gesundheitsfördernde Maßnahmen u. a. stattfinden. Durch den Aufbau von multiprofessionellen Teams wird ergänzendes Personal einbezogen, welches schult und unterstützt. Über öffentliche Werbekampagnen werden weitere Personen angeworben.“ Die Laufzeit des ursprünglich auf 2021 und 2022 angelegten Projekts wurde laut Buchen bis 31. Mai 2023 verlängert.

Stadt Stuttgart wirbt mit Plakat am Waiblinger Bahnhof um Erzieher

Auch in den sozialen Medien wirbt die Stadtverwaltung im August für Jobs in ihren Kitas. „Aktuell wurde hierzu eine Landing Page erstellt, die demnächst online gehen wird“, so Buchen. Also eine eigene Internetpräsenz. „Außerdem soll weiter Werbung via Printmedien und Plakaten gemacht werden.“

Allerdings: Auch andere Kommunen schlafen nicht bei dem Thema. Am Bahnhof in Waiblingen hängt gerade ein großes Werbeplakat der Landeshauptstadt Stuttgart - auch sie sucht auf diese Weise neues Kita-Personal.

Wie viele Kita-Ausbildungsplätze aktuell besetzt sind, lesen Sie hier.

Ab Ende August werden in Waiblingen, sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortschaften, erneut Plakate zu sehen sein, mit denen die Stadt nach neuem Kita-Personal sucht. Erzieherinnen und Erzieher werden dringend gebraucht. Doch was bringt die Werbekampagne, die noch weitere Maßnahmen umfasst, und für die schon Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich aufgelaufen sind? Die Stadt teilt nun auf Anfrage mit: Ja, man habe bereits Bewerbungen „in Bezug auf die Kampagne erhalten“.

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