Waiblingen

Stadt Waiblingen gibt bekannt: Diese Einrichtungen bleiben ab Montag (02.11.) geschlossen

Bücherei  Waiblingen Stadtbücherei, Kurze Straße 24.Die Stadtbücherei veröffentlicht ihre Jahresbilanz.
Gilt die Stadtbibliothek als Bildungseinrichtung und darf geöffnet bleiben? (Archivfoto) © Benjamin Buettner

Am Montag schon soll der „Lockdown light“ in Kraft treten: Die Gastronomie und Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, so viel ist bereits bekannt. Doch welche Einrichtungen in Waiblingen fallen konkret unter diese Begrifflichkeiten, und was darf vielleicht doch noch geöffnet bleiben? Wir haben bei der Stadt Waiblingen nachgefragt, wie viel bis jetzt bekannt ist (Stand Freitagabend).

Ab Montag, 2. November, sollen laut der Landesregierung folgende Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen schließen müssen: Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, außerdem Museen, Messen, Kinos und Freizeitparks. Betroffen werden demnach auch Anbieter von Freizeitaktivitäten drinnen und draußen sein, etwa Indoor-Spielplätze, Escape-Rooms und Ähnliches.

Auch Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen sollen schließen, Prostitutionsstätten oder Swinger-Clubs ebenfalls. Auch im Freizeit- und Amateursportbetrieb ist mit starken Einschränkungen zu rechnen: Schwimm- und Spaßbäder, Thermen und Saunen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen darf vorübergehend kein Betrieb stattfinden, darunter fallen demnach auch Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

Noch keine endgültige Schließungsliste

Vom Sportverbot ausgenommen ist der Sport alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand. Profisportveranstaltungen sollen weiterhin stattfinden können – allerdings ohne Zuschauer vor Ort. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden demnach generell untersagt. „Von Büchereien und Jugendeinrichtungen ist dort nicht die Rede“, schreibt Gabriele Simmerdinger vom Büro des Oberbürgermeisters auf Anfrage unserer Redaktion. Allerdings handle es sich bei dieser vorläufigen Liste sicherlich noch um keine abschließende Aufzählung. „Maßgeblich wird sein, was in der neuen Corona-Verordnung des Landes steht“ – und die ist noch nicht da.

Im Moment wisse man im Rathaus Waiblingen auch nicht mehr als das, was bisher von Bund und Land in den Medien veröffentlicht worden sei, so die Rathaussprecherin. „Die Bundesländer sind derzeit dabei, das am Mittwoch in Berlin Vereinbarte in Landesrecht, also in Landesverordnungen, zu fassen.“

Erst wenn diese Verordnungen erlassen und notbekanntgemacht seien, werde die Stadtverwaltung genau wissen, welche Einrichtungen schließen und welche offenbleiben können – und welche Bedingungen für diese Öffnungen erfüllt werden müssen. „Aus der Erfahrung der letzten Monate muss man wirklich abwarten, was in der Verordnung steht, da öfter schon in den Pressestatements etwas anderes genannt wurde, als später tatsächlich in der Verordnung stand“, führt Gabriele Simmerdinger aus. „Manchmal sind es nur Nuancen – aber die können entscheidend sein.“ Die neue Corona-Verordnung könne nun jederzeit bekanntgegeben werden – erfahrungsgemäß könne es aber auch durchaus passieren, dass sie erst am späten Sonntagabend auf einer Internetseite des Landes veröffentlicht wird. „Rein rechtlich ist das ausreichend, damit sie am Tag nach der Verkündung, also am Montag, in Kraft treten können.“ Derartig kurzfristig am Abend davor war zum Beispiel auch Anfang Mai die Verordnung zur Wiedereröffnung der Spielplätze veröffentlicht worden, wodurch der städtische Betriebshof ziemlich unter Zeitdruck geriet.

Chancen gut für Bibliotheken und Jugendtreffs

Die Rathaussprecherin glaubt, dass die Chancen ganz gut stehen, dass die Einrichtungen der offenen Jugendarbeit – also Jugendtreffs und ähnliches – offenbleiben können. Immerhin sollen ja im sogenannten „Lockdown light“ im Gegensatz zum noch umfassenderen Lockdown im März Schulen und Kitas geöffnet bleiben. Als Bildungseinrichtungen könnten ihrer Meinung nach vielleicht auch die Büchereien gelten: „Aber das ist im Moment reine Spekulation.“

Am Freitagabend hat die Stadt Waiblingen nun eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie bekannt gibt, welche Einrichtungen am Montag bereits vorsorglich schließen werden: Nach aktuellem Stand – vorbehaltlich weiterer oder anderer Regelungen in den neuen Coronaverordnungen des Landes – sind demnach zunächst das Hallenbad Waiblingen sowie die Hallenbäder in den Ortschaften ab Montag, 2. November, für den öffentlichen Badebetrieb und den Vereinssport geschlossen.

Das Haus der Stadtgeschichte bleibt noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, dann wird es geschlossen, ebenso die Außenstelle im Beinsteiner Torturm. Das Stadtarchiv ist für Recherchen weiterhin per Mail und Telefon erreichbar.

Veranstaltungen in Bürgerzentrum und Schwanen entfallen vorerst

Die Begegnungsstätten Forum Nord, Forum Mitte und Forum Süd sind laut Mitteilung im November für Veranstaltungen und Gruppenangebote geschlossen. In allen Foren werden aber Telefonsprechstunden zu den bekannten Sprechstundenzeiten abgehalten. Im Forum Mitte wird zudem die Cafeteria geschlossen, das Tagesmenü kann jedoch dort abgeholt beziehungsweise nach Absprache geliefert werden.

Im Bürgerzentrum Waiblingen entfallen die für den November geplanten Veranstaltungen der Konzert- und Theaterreihe zunächst. Auch im Kulturhaus Schwanen fallen die für den November geplanten Veranstaltungen aus oder werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das Offene Singen am 10. November findet statt. Zwar kann das Publikum nicht vor Ort im Schwanen dabei sein, aber zu Hause am Livestream ist Mitsingen möglich und erwünscht. Die Ausstellung „Follow M.E.“ in der Galerie Stihl ging vor kurzem zu Ende, derzeit ist die Galerie wegen der Umbaupause ohnehin für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Eröffnung der nächsten Ausstellung „Im Rausch der Zeit. Expressionismus von Kollwitz bis Klee“ ist weiterhin für Freitag, 4. Dezember, geplant.