Waiblingen

Stadtbühne aus Waiblingen soll trotz Corona Draußen-Events ermöglichen - los geht es in Stuttgart

Die Stadtbühne
Freuen sich auf Veranstaltungen: Marvin Denk und Paul Blanck. © Benjamin Büttner

Mitten in der Corona-Pandemie hat sich Marvin Denk aus Waiblingen selbstständig gemacht. Und das auch noch mit einer mobilen Bühne für Veranstaltungen. Was im ersten Moment ein wenig verrückt klingt, passt in die Zeit. Denn die Stadtbühne ist nicht für Großveranstaltungen konzipiert, sondern für kleinere, regionale Feste und Konzerte, die draußen stattfinden. Subkultur auf Rädern sozusagen.

Solche kleineren Veranstaltungen unter freiem Himmel sollen in den kommenden Wochen dank sinkender Inzidenzwerte trotz Corona wieder erlaubt sein. Das Waiblinger Start-up wird dann bei verschiedenen Veranstaltungen seine Bühne und das passende Equipment einsetzen.

Veranstaltungen im Freien

„Voraussichtlich im Juli soll in der Stuttgarter Innenstadt ein Projekt zur Belebung von Freiflächen starten, bei dem wir mit der Stadtbühne vertreten sein werden“, sagt Denk. Für das Projekt setzen sich das Popbüro der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und der Verein Club Kollektiv Stuttgart ein.

Da die letzten internen Absprachen innerhalb der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt noch laufen, darf der 26-Jährige noch keine Details verraten, wohl aber so viel: Geplant sind kleine aber feine kulturelle Veranstaltungen für ein junges Publikum, von Musikveranstaltungen bis hin zu Lesungen. Mit einem solchen kulturellen Angebot, davon ist Denk überzeugt, könne man nicht nur die Subkultur unterstützen, sondern auch dazu beitragen, Ausschreitungen wie jüngst am Stuttgarter Schlossplatz zu verhindern.

Auch für August ist die Stadtbühne bereits für eine Veranstaltung gebucht. „Für die Eröffnung einer Kaffeerösterei in Esslingen werden wir unsere Bühne in einem hübschen Innenhof aufbauen“, erzählt Denk. Er und sein Team steuern nicht nur die Bühne bei, die sich in Einzelteile zerlegt auf einem Anhänger mit dem Auto transportieren lässt. Zum Angebot gehört auch die technische Ausstattung von Ton- über Licht- bis zu Videotechnik.

Außerdem hat die Stadtbühne auf die aktuelle Corona-Lage reagiert und ihr Angebot ausgeweitet: „Wir bieten jetzt auch die Möglichkeit, Bio-Dixi-Toiletten, Fahrzeuge zum Speisen- und Getränkeverkauf und einen Schnelltestbus über uns zusätzlich dazuzubuchen, dafür haben wir passende Partner“, sagt Marvin Denk. Die Stadtbühne übernimmt während der Corona-Pandemie bei Veranstaltungen auf Wunsch zum Beispiel auch das Aufstellen von Desinfektionsmittelspendern und die Datenerfassung beim Besucherempfang.

Prototyp ist einsatzbereit

Viele Monate lang haben Marvin Denk und sein Team das System entwickelt und in einer Werkstatt in Fellbach-Schmiden an ihrer mobilen Bühne gearbeitet, geschraubt und gefeilt. Der Prototyp dieser Bühne, die in Stuttgart und Esslingen eingesetzt werden soll, ist nun fertig. Fünf Meter breit, innen drei Meter hoch und je nach Veranstaltung zwei oder vier Meter tief ist die Bühne, die laut Denk zum Beispiel auch für Public Viewing oder Produktpräsentationen eingesetzt werden könnte. „Zurzeit sind wir in letzten Rücksprachen mit dem TÜV, dann kann es losgehen.“

Die ersten Veranstaltungen in diesem Sommer sind erst der Anfang: „Das Ziel ist es, das System weiterzuentwickeln zu einer Kleinserie und dann auch auf andere Städte in der Region zuzugehen mit Vorschlägen, wie Freiflächen belebt werden können“, sagt Marvin Denk. Wenn alles so funktioniere, wie er sich das vorstelle, könne er von seiner Unternehmensgründung leben. Besonders freuen würde sich der Waiblinger natürlich, wenn auch in seiner Heimatstadt seine Bühne gelegentlich für Kultur- oder Sportveranstaltungen aufgebaut werden würde.

Mitten in der Corona-Pandemie hat sich Marvin Denk aus Waiblingen selbstständig gemacht. Und das auch noch mit einer mobilen Bühne für Veranstaltungen. Was im ersten Moment ein wenig verrückt klingt, passt in die Zeit. Denn die Stadtbühne ist nicht für Großveranstaltungen konzipiert, sondern für kleinere, regionale Feste und Konzerte, die draußen stattfinden. Subkultur auf Rädern sozusagen.

Solche kleineren Veranstaltungen unter freiem Himmel sollen in den kommenden Wochen dank

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